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(GZ-14-2017)
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 Bayerische Innovationstage 2017:
 
20 Jahre Innovationsring

Innovation

Von links: Landrat Josef Niedermaier, Bad Tölz-Wolfratshausen, Leiter des Bayerischen Innovationsrings, Staatsminister Dr. Markus Söder, Landrat Christian Bernreiter, Deggendorf, Präsident des Bayerischen Landkreistags. RED 

Bayerische Landräte diskutieren Verwaltung 2030 mit Staatsminister Dr. Markus Söder

Im vom Tölzer Landrat Josef Niedermaier geleiteten Bayerischen Innovationsring haben sich 26 Landkreise zusammengeschlossen, um die Landratsämter auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Im Jahr seines 20. Jubiläums treiben den Innovationsring dabei zwei Themen besonders um: die digitale Verwaltung und die demographische Entwicklung. Die Gäste der „Bayerischen Innovationstage 2017“, der alle 2 Jahre stattfindenden Fortbildungsveranstaltung des Innovationsrings, waren deswegen sichtlich begeistert, sich mit Staatsminister Dr. Markus Söder über die Verwaltung 2030 austauschen zu können.

„Als der Bayerische Innovationsring 1997 gegründet wurde, waren noch Schreibmaschinen in den Landratsämtern, wenn auch als Auslaufmodell. Heute stehen die Ämter mit einer zunehmenden Digitalisierung ihrer Leistungen vor ganz neuen Herausforderungen. Die Menschen haben immer weniger Zeit, ihre Aufgaben selbst vor Ort zu erledigen. Das setzt eine zunehmende Digitalisierungskompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraus. Für uns alle wird es in Zukunft darum gehen, die Digitalisierungskompetenzen in unseren Verwaltungen weiter auf- und auszubauen. Ob es um die Digitalisierung der Verwaltung oder die IT-Sicherheit geht. Beides sind gemeinsame Herausforderungen von Freistaat und Kommunen“, so Landrat Josef Niedermaier.

Mehr Tempo durch die Digitalisierung

Altlandrat Roland Schwing, Miltenberg, der den Bayerischen Innovationsring ins Leben gerufen und 17 Jahre geleitet hat, ist daher überzeugt: „Der Bayerische Innovationsring wird auch im 21. Jahrhundert gebraucht: Gerade die Digitalisierung zwingt uns ein Tempo auf, das wir nur gemeinsam stemmen können.“

Staatsminister Dr. Markus Söder war sich sicher, dass Verwaltung in Zukunft rund um die Uhr orts- und amtsunabhängig möglich sein wird. Er legte aber auch ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Verfahren. Schon heute wäre die Sicherheit die größte Herausforderung. Täglich wäre das Bayerische Behördennetz rd. 40.000 Angriffen ausgesetzt. Daneben gebe es neue Risiken wie beispielsweise Lösegelderpressungen für verschlüsselte Daten.

Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Die bayerischen Behörden wären hier heute schon gut aufgestellt. Durch die Gründung eines neuen Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik im Herbst 2017 sollen die Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Kommunen weiter ausgebaut werden. Staatsminister Dr. Söder war sich deswegen trotz aller Hürden in diesem Bereich sicher: „Die digitale Verwaltung ist die Zukunft – gerade im ländlichen Raum.“

Dass es aber auch in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt noch auf das Zwischenmenschliche ankommt, zeigte Dr. Johannes Eckert OSB, Abt der Abtei St. Bonifaz in München und Andechs. Er zeichnete in seinem Vortrag das Bild einer an Werten orientierten Führung. Auch in Zukunft wird demnach das Hin- und Zuhören verstärkt in den Blick von Mitarbeitern und Führungskräften gleichermaßen rücken müssen, um gemeinsam ein gutes und damit erfolgreiches Arbeitsumfeld zu schaffen.

Auch Prof. Dr. Armin Nassehi, der einen Lehrstuhl an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München innehat, hat seinen Blick auf das veränderte Arbeiten in Zeiten von 4.0 gerichtet. „Arbeit ist etwas sehr Wesentliches. Deswegen bedeutet 4.0 etwas, bei dem es um das Eingemachte geht“, so der Soziologe.

Innovationsforen

In den Innovationsforen „Digitales Landratsamt“, „Service- und Kundenorientierung“, „Strategisches Management“ und „Modernes Personalmanagement“ hatten die über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Innovationstage zudem die Möglichkeit, sich mit hochkarätigen Referenten u. a. aus dem Bundeskanzleramt und der Digitalisierungsagentur Dänemark und erfahrenen Praktikern aus dem Bayerischen Innovationsring sowie natürlich den Landräten auszutauschen. 

RED

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