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(GZ-12-2017)
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► Bernreiter begrüßt Vorstoß der CSU-Fraktion:
 
Wachsendem Hausärztemangel auf dem Land entgegenwirken
 

Auch viele Amtsarztstellen unbesetzt

„Seit Jahren kämpfen wir täglich gegen fehlende Ärzte in unseren Landkreisen. Die hausärztliche Versorgung beziehungsweise die sogenannte Landarzt-Problematik hat für uns höchste Bedeutung. Wir werden aber immer weiter in die Enge getrieben. Deswegen sind wir froh, mit dem Freistaat schon heute einen starken Verbündeten zu haben, um dem zunehmenden Ärztemangel auf dem Land bei gleichzeitiger Überversorgung in den Ballungsräumen zu begegnen“, so der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Landrat Christian Bernreiter, Deggendorf.

„Wenn unsere Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft in ihrer Heimat gesund werden wollen, wenn sie krank sind, müssen wir alle zusammenhalten und alle Wege gangbar machen“, sagte der Präsident. So begrüßt der Bayerische Landkreistag auch alle Maßnahmen, die die Ausbildung von Allgemeinmedizinern bereits während des Studiums fördert und über eine stärkere Kooperation von Universitätskliniken mit Kreiskrankenhäusern die Studierenden in den ländlichen Raum bringt.

Aber nicht nur bei den Hausärzten und in den Krankenhäusern stehen die bayerischen Landkreise vor großen Herausforderungen. Auch im Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes gibt es zahlreiche nicht besetzte Stelle von Amtsärzten und erhebliche Rekrutierungsprobleme. Amtsärzte sind beispielsweise für die Einschulungsuntersuchungen zuständig und haben eine wesentliche Rolle bei der Aufsicht über die Pflegeheime. „Derzeit fehlen in Bayern angesichts der in den letzten Jahren neu dazu gekommenen Aufgaben und Standards im öffentlichen Gesundheitsbereich, insbesondere bei den Heimaufsichten, über 120 Stellen, die vom Freistaat geschaffen und mit Fachpersonal besetzt werden müssten. Der Freistaat muss nicht nur für eine konkrete Besetzung vakanter Amtsarztstellen, sondern insgesamt eine Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sorgen. Dazu gehört beispielsweise die Etablierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes als eigenständiges Fach im Medizinstudium in gleicher Weise wie eine Verbesserung der Stellenausstattung der Gesundheitsämter insgesamt“, so der Präsident des Bayerischen Landkreistags.

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