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(GZ-10-2017)
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Innovationspreis „Zu Hause daheim”:   
 
Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter
 

10 2017 Innovationspreis Zu Hause daheim

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller hat bei einem Festakt in Regensburg erstmals den Innovationspreis „Zu Hause daheim“ verliehen. Bei dem mit insgesamt 42.000 Euro dotierten Preis wurden je drei innovative und kreative Initiativen aus jedem Regierungsbezirk, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen, ausgezeichnet. „Mit ihren praxistauglichen Lösungen dienen die Projekte auch als Vorbild für weitere Initiativen“, betonte die Ministerin.

In Schwaben hat den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis die „Nachbarschaftliche Unterstützung und Zeitvorsorge (NUZ) e.V.“ aus Pfronten im Landkreis Ostallgäu gewonnen. Die 145 Ehrenamtlichen der NUZ unterstützen rund 100 Hilfebedürftige. Dabei organisiert, begleitet, unterstützt und berät der Verein die Einsätze. Die eingesetzte Zeit wird den Ehrenamtlichen gutgeschrieben. Diese Zeitgutschriften können in Form von Dienstleistungen wieder eingelöst werden.

Für den zweiten Platz erhielt das Wohn- und Geschäftshaus „Vollversorgt und eigenständig den Lebensabend genießen“ der Gemeinde Betzigau im Landkreis Oberallgäu 2.000 Euro. „Mobile Frische 2.0 – das Voller-Kühlschrank-Paket von illerSENIO“ in Vöhringen im Landkreis Neu-Ulm bekam 1.000 Euro für den dritten Platz.

Selbstständig nutzbarer Wohnraum

In Oberbayern hat das Projekt der Seniorenwohngemeinschaft „Beim Kramer“ in Schleching im Landkreis Traunstein den ersten Preis errungen. Die Gemeinde Schleching hat sich der Aufgabe gestellt, ältere Menschen mit geeignetem, selbständig nutzbarem Wohnraum zu versorgen. Die Seniorenwohngemeinschaft „Beim Kramer“ ermöglicht es ihnen, in einer Wohngemeinschaft mit gegenseitiger Unterstützung in zentraler Lage zu leben. Neben der guten Erreichbarkeit bietet das Projekt auch ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot.

Den zweiten Platz belegte die „Hausgemeinschaft 60+“ aus Ebersberg und auf Rang drei rangierte das Projekt „Zu Hause alt werden in Fuchstal“ im Landkreis Landsberg/Lech.

Zusammen leben in Seniorengemeinschaften

In Oberfranken ging der erste Preis an das Projekt „Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land e.V.“. Unter dem Motto „Miteinander und Füreinander“ unterstützen sich die Senioren gegenseitig, ihren Lebensalltag zu bewältigen, damit sie in ihrem gewohnten Lebensumfeld verbleiben können. So gibt es beispielsweise Unterstützung im Haushalt und Garten, bei Schreibarbeiten oder Fahrdiensten, aber auch gemeinschaftliche Unternehmungen. Insgesamt zählt der Verein rund 800 Mitglieder.

Auf den zweiten Platz kam das Projekt „Zusammen Leben (ZL) - Neue Wohnform im Alter im Landkreis Coburg“, den dritten Preis erhielt das Angebot „Präventive Hausbesuche für Senioren in Bayreuth“.

Vom Mehrgenerationenhaus zum Mehrgenerationendorf

In Niederbayern bekam den ersten Preis das Straubinger Projekt „Generationenübergreifendes Wohnquartier mit zwei Altenwohngemeinschaften“. Der Johannesverein Binsfeld e.V. unterstützt mit dem Projekt „Vom Mehrgenerationenhaus zum Mehr-generationendorf“ die Bürger dabei, möglichst lange zu Hause zu wohnen. Das Mehrgenerationenhaus ist dabei die soziale Anlaufstelle des Ortes und der Umgebung. Zu den Aktivitäten für alle Altersgruppen zählen der Betrieb der Kindertagesstätte, ein täglicher Mittagstisch für ältere Menschen, Besuch der Haushalte von Pflegebedürftigen, Vermittlung von unterstützenden Jugendlichen z.B. für einfache Arbeiten im Haushalt und Garten und künftig auch die Organisation von Fahrdiensten.

Den zweiten Platz errang die „Nachbarschafts- und Seniorenhilfe Ruderting e.V.“ im Landkreis Passau, „Mobil plus – sicher im Stadtbus“ der Freiwilligen-agentur Landshut erhielt den dritten Preis.

Hand in Hand einander gegenseitig helfen

In der Oberpfalz hat den ersten Preis das Projekt „Seniorengemeinschaft Hand in Hand e.V.“ im westlichen Landkreis Neustadt an der Waldnaab gewonnen. In der Seniorengemeinschaft beteiligen sich insgesamt zehn Kommunen des Landkreises. Die Mitglieder bieten sich gegenseitig unkompliziert und kostengünstig Hilfe an. So wird es älteren Menschen ermöglicht, länger zu Hause wohnen zu bleiben. Durch den Genossenschaftsgedanken können sie sich auch selbst ehrenamtlich einbringen und weiterhin aktiver Teil der Gesellschaft sein.

Platz zwei erreichte das Projekt „Nachbarschaftshilfe Bärnau“ im Landkreis Tirschenreuth, das „Seniorenshuttle Markt Hohenburg“ im Landkreis Amberg-Sulzbach  belegte den dritten Platz.

In Unterfranken ging der erste Preis an das Projekt „Vom Mehrgenerationenhaus zum Mehrgenerationendorf“ in Binsfeld im Landkreis Main-Spessart. Der Johannesverein Binsfeld e.V. unterstützt mit dem Siegerprojekt die Bürger dabei, möglichst lange zu Hause zu wohnen. Das Mehrgenerationenhaus ist dabei die soziale Anlaufstelle des Ortes und der Umgebung. Zu den Aktivitäten für alle Altersgruppen zählen der Betrieb der Kindertagesstätte, ein täglicher Mittagstisch für ältere Menschen, der Besuch der Haushalte von Pflegebedürftigen, die Vermittlung von unterstützenden Jugendlichen z. B. für einfache Arbeiten im Haushalt und Garten und künftig auch die Organisation von Fahrdiensten.

Hilfen im Alltag

Auf den zweiten Platz kam die Nachbarschaftshilfe „Buntes Netz“ Sennfeld im Landkreis Schweinfurt. Die Initiative des Seniorenbeirates Bad Kissingen „Senioren helfen Senioren“ erreichte Rang drei.

In Mittelfranken wurde das Projekt „Wohnen im Alter zu Hause – Hilfen im Alltag mit täglichen individuellen Fahrdiens-ten“ aus Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt mit dem ers-ten Preis bedacht. Gerade in ländlichen Regionen stellt fehlende Mobilität oftmals eine Hürde für einen Verbleib in der eigenen Wohnung dar. Diesem Problem hat sich das Siegerprojekt  angenommen. Der ehrenamtliche und kostenlose Fahrdienst holt die Fahrgäste direkt von zu Hause ab und bringt sie auch wieder zurück. Das Projekt vertritt die Philosophie „ein Tag Fahrdienst pro Monat als bürgerschaftliches Engagement“.

Platz zwei ging an das Projekt „Wohnen für Hilfe – Erlangen“, Platz drei belegte die „Nachbarschaftshilfe Roth“. 

DK

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