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(GZ-5-2017)
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► Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen:
 
Runder Tisch treibt Klimaschutzkonzept voran

18 Vertreter von Umweltverbänden und der Forstwirtschaft haben kürzlich im Landratsamt in Bad Tölz erstmals an einem runden Tisch zum Thema „Nachhaltige Nutzung regionaler Energieholzpotentiale - Chancen und Risiken“ teilgenommen. Der runde Tisch wurde im Rahmen des Aktionsplans zur Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises initiiert.

Der Plan beinhaltet die Maßnahme „Biomassepotentiale steigern“, deren Ziel es ist, nachhaltiges Energieholz mehr zu nutzen, um den Wärmebedarf im Landkreis zu einem größeren Anteil aus regenerativen Quellen zu decken. Derzeit werden noch ca. 81 Prozent der Wärme im Landkreis durch Öl und Gas erzeugt. Eingeladen dazu hatte der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, Andreas Süß.

Mögliche Konfliktfelder frühzeitig erkennen

Landrat Josef Niedermaier stellte die besonders gute Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung zwischen den Verbänden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen heraus. Ein Baustein für eine gute Zusammenarbeit auch in der Zukunft sei der runde Tisch, ist Klimaschutzbeauftragter Andreas Süß überzeugt. Die Gespräche hier würden dazu beitragen, mögliche Konfliktfelder zwischen Naturschutz und Waldbewirtschaftung zum Thema Energieholzgewinnung frühzeitig zu erkennen.

Energieholz als wichtiger Baustein

Die Teilnehmer diskutierten bei der Veranstaltung über zahlreiche Themen: von der Baumartenzusammensetzung über die Wegeerschließung bis hin zu dem abnehmendem Wissen in vielen Bevölkerungsschichten über Waldbewirtschaftung bei gleichzeitig zunehmender Umweltsensibilisierung. Einig waren sich alle darin, dass Energieholz ein wichtiger Baustein der regionalen Wärmeversorgung werden müsse, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele des Landkreises erreichen zu können. Vor allem in den Privatwäldern bestehe noch viel Potential, erklärte Robert Nörr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen bei der Vorstellung der Energieholstudie des Landkreises für den Privat- und Körperschaftswald. Nutzt man diese Potentiale, könnten noch etwa 5.000 weitere Haushalte im Landkreis mit Wärme aus nachhaltigem Energieholz aus der Region versorgt werden.

Für nachhaltige Waldbewirtschaftung

Intensiv diskutierten die Waldbesitzervereinigungen und die anerkannten Umweltverbände im Landkreis über die mögliche Nutzung der Holzpotentiale im Rahmen bestehender Vorschriften. Erwähnt wurden hier beispielsweise die zu verbleibenden Totholzrestmengen. Beide Seiten betonten jedoch, die nachhaltige Waldbewirtschaftung müsse stets oberste Priorität haben. Nun sollen Maßnahmen entwickelt werden, durch die der Rohstoff Holz im Landkreis besser genutzt werden kann.

 

RED

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