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(GZ-15/16-2018)
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► Spatenstich:

 

Und er kommt doch – der Tunnel in Starnberg!

Der erste Spatenstich für den Starnberger Tunnel ist geschafft. Nach rund 30 Jahren Diskussionen und Vorplanungen soll der 1,9 km lange Tunnel nun gebaut werden und die Durchfahrung Richtung Weilheim entlasten. 

GZ 15 16 2018 Starnberg

V. l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim; Michael Kießling, CSU -Bundestagsabgeordneter; CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, MdB; Vize-Bürgermeister Dr Klaus Rieskamp; Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer; Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner sowie Landrat Karl Roth Bild: Regina Welk

Die Festveranstaltung auf dem Gelände des Landratsamtes, zu der Bayerns Bauministerin Ilse Aigner, ihr Kollege aus dem Bund, Andreas Scheuer sowie dessen Vorgänger Alexander Dobrindt angereist waren, wurde nicht nur von Musik und Beifall begleitet; vielmehr waren die Tunnelgegner mit zahllosen Plakaten angerückt, auf denen sie ihre Meinung klar bekundeten. Sie veranstalteten zudem ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert. Für ihre Anhängerschaft hatten Demonstrations-Veranstalter vorsorglich vorher Ohrenstöpsel verteilt.

Blaskapelle und ...

Bevor der Leiter des Staatlichen Bauamtes Weilheim, Uwe Fritsch, die Konzeption des Großprojektes erläuterte, spielte zur Eröffnung der festlichen Veranstaltung die Stadtkapelle Starnberg.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zeigte sich erstaunt über die Agitationen der Gegner. Immerhin brachte der Minister aus Berlin 200 Millionen Euro für den Tunnel mit. Er hält diesen Betrag des Bundes für den Tunnel für „gut investiertes Geld in eine Stadt mit einer immensen Verkehrsbelastung. Es ist völlig unverständlich, dafür auch noch ausgepfiffen zu werden“.

... Trillerpfeifen 

Auch die anschließenden Reden von Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Landrat Karl Roth und Zweitem Bürgermeister Klaus Rieskamp wurden von lautstarkem Dauer-Pfeifkonzert der Gegner und gleichzeitigem lautem Klatschen der Befürworter begleitet.

Lediglich Eva John, Erste Bürgermeisterin der Stadt Starnberg, durfte als Tunnelgegnerin ohne Radau-Übertönung sprechen. Sie interpretierte den lautstarken Auftritt ihrer politischen Freunde als Artikulation ihrer Angst und warb dafür, ihnen trotz aller Gegensätze mit Anstand und Respekt zu begegnen. Im Starnberger Stadtrat hatten die Tunnelbefürworter jedoch eine deutliche Mehrheit.

Landrat Roth: Gräben zuschütten!

Landrat Roth hingegen fand versöhnliche Worte: „Es wäre schön, wenn die Bezeichnungen „Tunnelgegner“ und „Tunnelbefürworter“ bald der Vergangenheit angehören würden. Möge der Aushub ausreichen, die Gräben in der Starnberger Bevölkerung zuzuschütten!“

Unter den Ehrengästen befanden sich auch der frühere Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der in seiner Amtszeit den Tunnel begleitet hatte, der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kießling und die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig, zahlreiche Stadträte u. v.a.

Alle Gäste hatten Gelegenheit, sich die genauen Pläne für den Tunnel sowie die Reihenfolge der Baumaßnahmen anzusehen. Auch ein Modell des „Tunnelbohrers“ konnte bestaunt werden. Einen Informationscontainer gibt es in Kürze ebenfalls. Nach dem Festakt waren die Gäste in weißen Zelten zu einem Imbiss geladen – anfangs ebenfalls noch unter lautstarkem Pfeifkonzert. 

Regina Welk

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