Aus den Kommunenzurück

(GZ-5-2019)
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► Ladenetz in Günzburg deutlich erweitert:

 

Lechwerke nehmen zwei Gleichstrom-Schnellladestationen und fünf Wechselstrom-Ladesäulen in Betrieb

 

Das Angebot an Lademöglichkeiten für Elektroautos wurde in Günzburg deutlich ausgebaut: Sieben Stromtankstellen mit insgesamt 13 Ladepunkten haben die Lechwerke (LEW) gemeinsam mit verschiedenen Partnern in Betrieb genommen: zwei Gleichstrom(DC)-Schnellladesäulen und fünf Wechselstrom(AC)-Ladesäulen. Sie werden alle über das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Im Rahmen des Förderprogramms hat LEW in den vergangenen Monaten in der gesamten Region insgesamt rund 60 neue Ladestationen (= 120 Ladepunkte) errichtet, davon 18 Gleichstrom-Schnellladesäulen.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (2.v.l.), Johann Stelzle, Vorstand der Stadtwerke Günzburg (links), Landtagsabgeordneter Alfred Sauter (2.v.r.) und LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher (rechts) nehmen die neue Gleichstrom-Schnellladestation am Bahnhof in Betrieb. Sie ist eine von sieben neuen LEW-Ladestationen in Günzburg. Bildnachweis: LEW / Bernhard Weizenegger
Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (2.v.l.), Johann Stelzle, Vorstand der Stadtwerke Günzburg (links), Landtagsabgeordneter Alfred Sauter (2.v.r.) und LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher (rechts) nehmen die neue Gleichstrom-Schnellladestation am Bahnhof in Betrieb. Sie ist eine von sieben neuen LEW-Ladestationen in Günzburg. Bildnachweis: LEW / Bernhard Weizenegger

„Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher. „Wir sind größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Mit unseren 270 Ladepunkten liegen wir beim Aufbau der Ladeinfrastruktur in unserer Region voll im Plan. Nun sind die Automobilhersteller am Zug, attraktive und bezahlbare E-Autos auf den Markt zu bringen. Dann wird sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr dynamisch entwickeln.“

Flächenkonzept

Das eigens entwickelte Flächenkonzept besteht aus einer Mischung von Gleichstrom-Schnellladestationen (DC-Ladestationen) entlang der Autobahnen und Fernstraßen sowie in Städten und Wechselstrom-Ladestationen (AC-Ladestationen) in den ländlichen Gebieten. Mit den neuen Stromtankstellen wird die Infrastruktur dem erwarteten zukünftigen Bedarf angepasst. Die Strommengen für alle LEW-Ladestationen werden ausschließlich regenerativ erzeugt, so dass CO2-freies Fahren möglich ist.

Eine der beiden neuen Gleichstrom-Schnellladestation in Günzburg steht beim Landgasthof Hotel Linde im Ortsteil Deffingen in der Hauptstraße 2. „Durch die unmittelbare Nähe zur A8 und B16 ist unser Standort ideal für eine Schnellladestation. Die Fahrer der E-Autos können sich in unserem Gasthof stärken oder eines von vielen anderen Angeboten nutzen, während sie ihr Fahrzeug laden“, sagt Elmar Lutzenberger, Eigentümer und Betreiber des Landgasthof Hotel Linde. Dank Schnellladetechnologie und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt dauert es an den neuen Gleichstrom-Schnellladestationen durchschnittlich nur 20 Minuten, bis der Akku eines Elektroautos zu 80 Prozent aufgeladen ist.

Die andere Gleichstrom-Schnelladestation befindet sich am Parkplatz vor dem Bahnhof (Ecke Siemensstraße). An diesem Standort steht außerdem auch eine der fünf neuen Wechselstrom-Ladestationen. Diese und zwei weitere Wechselstrom-Ladesäulen – eine vor dem Rathaus am Schlossplatz und eine am öffentlichen Parkplatz in der Schlachthausstraße – nahm LEW in Kooperation mit der Stadt Günzburg in Betrieb. Diese AC-Ladesäulen verfügen jeweils über zwei Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 22 Kilowatt. In Kooperation mit den Stadtwerken Günzburg (SWG) ging eine weitere AC-Ladesäule beim SWG-Verwaltungsgebäude in der Heidenheimer Straße 4 in Betrieb sowie eine Ladebox mit einem Ladepunkt (ebenfalls mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt) in der städtischen Tiefgarage am Stadtberg 26.

Mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur will die Stadt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Als ausgezeichnete europäische Energie- und Klimaschutzkommune wollen wir die nötige Infrastruktur bereitstellen, damit mehr Leute auf Elektroautos umsteigen“, sagt Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig. „Mit der schnellen Umsetzung unseres Ladeinfrastrukturkonzepts nimmt die Stadt Günzburg eine Vorreiterrolle in Nordschwaben ein, vor allem in Bezug auf die Ladesäulendichte in mittelgroßen Städten: 27 Ladepunkte stehen nun bereit.“

Weitere öffentliche AC-Ladestationen von LEW gibt es in Günzburg auf dem Parkplatz an der Kapuzinermauer, bei der Firma Axa beim Legoland und an der Fertighauswelt. Im Landkreis Günzburg sind weitere öffentliche LEW-Ladesäulen in Burgau (2), Gundremmingen, Ichenhausen (2), Jettingen-Scheppach, Krumbach (4, davon eine 1 DC-Ladesäule), Offingen und Thannhausen zu finden.

Bezahlmodus

Bezahlen können Fahrer von Elektroautos das Laden mithilfe der App „eCharge“ von innogy über Kreditkarte oder Paypal. Alternativ können Kunden mit dem Vertrag „LEW Autostrom“ oder der „LEW Autostrom Monatsflat“ für einen Pauschalpreis diese Ladestation unbegrenzt nutzen, ebenso wie rund 4.900 weitere Ladepunkte des innogy-Ladeverbunds. Auch Kunden mit dem Vertrag „LEW Business Autostrom“ können hier vertragsbasiert laden. Darüber hinaus ist die Ladesäule in das größte deutsche Roamingnetzwerk von Hubject eingebunden und kann somit auch von Kunden anderer Mobilitätsanbieter genutzt werden.

Die rund 60 neuen Ladesäulen, die LEW in der Region in Betrieb genommen hat, kosten insgesamt rund 1,5 Millionen Euro und werden im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit rund 640.000 Euro durch das Bundesverkehrsministerium gefördert.

 

 

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