Kommunale Praxiszurück

(GZ-17-2020)
gz kommunale praxis

► Gemeinsame Erklärung des Förderprogramms IQ zu Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt:

 

Diskriminierung kommt in der Krise noch mehr zum Vorschein!

 

Täglich machen Menschen mit Migrationsgeschichte, Geflüchtete, muslimische und Schwarze Menschen in Deutschland rassistische Erfahrungen, sei es bei der Wohnungs- und Jobsuche, auf der Arbeit oder im Alltag. Diskriminierung und Rassismus tritt nicht nur auf der persönlichen, sondern auch auf der strukturellen Ebene auf. Menschen mit Migrationsgeschichte sind zum Beispiel wesentlich häufiger von Arbeitslosigkeit, von prekären Arbeitsverhältnissen oder von gering bezahlter Arbeit trotz guter Qualifikation betroffen.

Auch verhindern Vorurteile und Stereotype nach wie vor eine Beschäftigung oder Aufstiegschancen. Die hohen Infektionszahlen in einigen großen Schlachtbetrieben haben zudem die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen Arbeits- und Unterbringungsbedingungen der überwiegend migrantischen Arbeitnehmer*innen gelenkt.

Um Diskriminierung abzubauen, müssen Zugangswege zum Arbeitsmarkt von verschiedenen Seiten weiter geöffnet werden. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ setzt sich seit vielen Jahren für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Migrationsgeschichte ein. Teil der bundesweiten Arbeit sind Beratungen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Qualifizierungsangebote im Bereich Fach- und Sprachlernen sowie Anpassungsqualifizierungen zur Erlangung der Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses. Dadurch konnten viele Menschen mit Migrationsgeschichte eine qualifikationsadäquate Beschäftigung erlangen.

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Daran arbeiten bundesweit Landesnetzwerke, die von Fachstellen zu migrationsspezifischen Schwerpunktthemen unterstützt werden. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Zur Schaffung eines weltoffenen Arbeitsumfeldes müssen Unternehmen, Behörden und Verwaltungen zu (Anti-) Diskriminierung gezielt beraten und geschult werden. Menschen mit Migrationsgeschichte müssen dort, entsprechend der gesellschaftlichen Realität, auf allen Ebenen repräsentiert und tätig sein. Sonst festigen die strukturellen Benachteiligungen und Diskriminierungen weiterhin eine bestehende Ungleichheit in Gesellschaft und Arbeitswelt, basierend auf der Herkunft eines Menschen. Durch die Corona-Pandemie sind diese Ungleichheitsmechanismen noch sichtbarer geworden.

Wichtig ist eine systematische und intensive Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Rassismus und ein Engagement aller zum Schutz von Chancengleichheit und Gleichbehandlung als zentrale Grundwerte unserer Demokratie. Das Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ trägt mit seinem Handlungsauftrag zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Migrationshintergrund gerade jetzt seinen Teil für eine weltoffene Gesellschaft bei.

Unterzeichnet von:

  • IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung undAntidiskriminierung, Träger: VIA Bayern e.V.
  • IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch, Träger: passage gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Integration mbH
  • IQ Fachstelle Einwanderung, Träger: Minor – Projektkontor für Bildungund Forschung gemeinnützige GmbH
  • IQ Fachstelle Migrantenökonomie, Träger: Institut für Sozialpädagogische
  • Forschung Mainz e.V.
  • IQ Fachstelle Beratung und Qualifizierung, Träger: fbb Forschungsinstitut
  • Betriebliche Bildung gGmbH
  • IQ Landesnetzwerk Bayern - MigraNet, Koordinierungsstelle: Tür an Tür –Integrationsprojekte gGmbH
  • IQ Landesnetzwerk Hessen, Koordinierungsstelle: INBAS – Institut fürberufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Daran arbeiten bundesweit Landesnetzwerke, die von Fachstellen zu migrationsspezifischen Schwerpunktthemen unterstützt werden. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

  • IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, Koordinierungsstelle: Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V.
  • IQ Landesnetzwerk Schleswig-Holstein, Koordinierungsstelle:
  • Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.
  • IQ Landesnetzwerk Bremen, Koordinierungsstelle: RKW Bremen GmbH
  • IQ Netzwerk Niedersachsen, Koordinierungsstelle: RKW Nord GmbH
  • IQ Netzwerk Sachsen-Anhalt, Koordinierungsstelle: Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V.
  • IQ Netzwerk Baden-Württemberg, Koordinierungsstelle: Interkulturelles Bildungszentrum Mannheim gGmbH
  • IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern, Koordinierungsstelle: migra e.V.
  • IQ Netzwerk Saarland, Koordinierungsstelle: fitt gGmbH
  • IQ Netzwerk Nordrhein-Westfalen, Koordinierungsstelle: Westdeutscher Handwerkskammertag e.V.
  • IQ Netzwerk Brandenburg, Koordinierungsstelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg
  • Multiplikatorenprojekt im Förderprogramm IQ, ebb
  • Entwicklungsgesellschaft für berufliche Bildung mbH

 

 

Dieser Artikel hat Ihnen weitergeholfen?
Bedenken Sie nur, welche Informationsfülle ein Abo der Bayerischen GemeindeZeitung Ihnen liefern würde!
Hier geht’s zum Abo!

 

GemeindeZeitung

Kommunale Praxis

AppStore

TwitterfacebookinstagramYouTube

Google Play

© Bayerische GemeindeZeitung

Hinweis zu Cookies

Die Bayerische GemeindeZeitung möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Sie können Cookies blockieren und löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen entsprechend ändern. Weitere Informationen finden Sie im Impressum.

Weiter