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(GZ-15/16-2021)
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► The Flow Move Mix:

 

Bewegungs-Vielfalt in jeder Gemeinde

 

Menschen brauchen Freiflächen. Wie wichtig Bewegungsflächen in den Kommunen wie asphaltierte Schulhöfe, betonierte Parkplätze, Verkehrsübungsflächen oder aber (temporäre) Spielstraßen sind, hat die Corona-Pandemie deutlich aufgezeigt. Derart simple Flächen haben nicht nur Kindern und Jugendlichen auch im Lockdown immer wieder Bewegungsfreude ermöglicht. Corona-konform konnten sie mit ihren Lauf- und Fahrrädern, mit Longboards, mit ihren Hula-Hoop-Reifen, Bällen, Springseilen oder Frisbeescheiben ausgiebig an der frischen Luft aktiv sein.

Die Idee, größte Bewegungs-Vielfalt in jede noch so kleine Gemeinde zu bringen, griff bereits in den 1980er Jahren das bundesweit einmalige Gesundheitsprojekt „The Flow Move Mix“ auf. Entwickelt wurde das Projekt vom Sport-Pädagogen Wolfgang Richter unter der Schirmherrschaft des Bildungs-, Gesundheits- und Jugendforschers Prof. Dr. Klaus Hurrelmann.

Es macht deutlich, wie einfach, preiswert, fröhlich und effektiv Gesundheits-Projekte für Kinder sein können, wenn diese als Partner in Erscheinung treten dürfen und ihre Bewegungs-Präferenzen akzeptiert werden. Richter zufolge steht dies dem häufig ungesunden Spitzen- und Extremsport-Prinzip entgegen.

Sport- und Gesundheits-Förderung gemeinsam mit Kindern, Eltern, Großeltern und Lehrern vielseitiger, gesünder und spannender zu gestalten, laute die Maxime. Damit auch und im Besonderen leistungsschwächere Kinder Freude an Bewegung und gesundem Verhalten entwickeln können, sei der „Flow“, das Glücksgefühl beim Aktivsein, das Ziel der Bemühungen.

Preiswert und vielseitig aktiv sein

Für Kommunen besonders erfreulich ist dabei der Umstand, dass für den „Flow Move Mix“ kaum Anschaffungen nötig sind, weil die meisten Familien bereits Spiel- und Sportgeräte besitzen. Hinzu kommen zehntausende potenzielle und temporär nutzbare Asphalt- oder Betonflächen, die aus Richters Sicht auch nach der Pandemie eine viel größere Beachtung finden müssen, sei doch auf keiner noch so teuren Sportanlage eine derart große Bewegungsvielfalt für alle Generationen möglich.

Sein Appell: „Auf keinen anderen Flächen können so viele Menschen gleichzeitig so preiswert und vielseitig aktiv sein - mit Abstand und trotzdem gemeinsam. Bieten wir ihnen endlich öfter die Möglichkeit, diese Dinge gemeinsam mit anderen zu nutzen und bringen so 100 Prozent mehr Bewegung, Spaß und Gesundheit in unsere Kommunen!“

Seit vielen Jahren recherchiert Richter in Europa und weltweit die Nutzungsvielfalt und das Nutzungsverhalten auf schlichten Asphalt- und Betonflächen. Für ihn sind solche Flächen die wahren Supersportplätze – vorausgesetzt, man erkennt, dass der Großteil der Bevölkerung keine Leistungssportler sind und niederschwellige Bewegungsangebote mit Spaß und für die große Mehrheit gesünder sind, als teurer Leistungssport für Wenige.

Das Tempelhofer Feld in Berlin ist hierfür ein gutes Beispiel, weiß der Sport-Pädagoge zu berichten. Es bestehe aus nichts anderem als Asphalt und Wiese, wecke aber bei sehr viel mehr Menschen die Bewegungsfreude, als jedes Fußballstadion und jeder Skatepark. Mit ein wenig Inspiration lasse sich die Vielfalt des Tempelhofer Feldes auf jeden Supermarkt-Parkplatz selbst kleinster Gemeinden übertragen.

Zahlreiche Referenzen

Der „Flow Move Mix“ ist kein fertiges Projekt, sondern ein stetiger Innovations-Prozess mit grenzenloser Offenheit für Anregungen aus allen Richtungen. Er formt sich aus den Ideen und den Bewegungswünschen aller Menschen, ganz besonders denen der Kinder.

Mit kleinsten Budgets hat Wolfgang Richter im Laufe der Zeit hunderte unterschiedlichste (schulische) Projekte realisiert, bayernweit u.a. in Schwabhausen, Bad Windsheim, Landsberg, Würzburg und Hallbergmoos.

Die hierbei gesammelten Erfahrungen, seine Kompetenz und sein Know-how stellt er nach eigenem Bekunden unter anderem mit unterhaltsamen Inspirations- und Beratungs-Projekten allen Interessierten, den Schulen, Kindergärten und anderen kommunalen und überregionalen Institutionen sehr gerne zur Verfügung.

Mehr Informationen erhalten interessierte Kommunen unter 0151-46414190 oder www.flow-move-mix.com.

DK

 

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