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(GZ-11-2019)
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► Flexible Sektorenkopplung:

 

Energiespeicher sind kluge Lösungen für die lokale Energieversorgung

 

Berlin. Die Energiewende führt in eine neue Energiewelt: Ein bisher auf zentrale, konventionelle Erzeugungsanlagen basierendes Energieversorgungssystem wird zunehmend dezentral und erneuerbar.

Diese Systemtransformation erfordert neue technologische Lösungen, die die zeitliche Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch ermöglichen. Speicherlösungen und Sektorenkopp lung spielen hierbei eine herausragende Rolle. Sie flexibilisieren das Stromversorgungssystem und leisten so einen wichtigen Beitrag für die Minderung der CO2-Emissionen auch im Verkehrs- und Gebäudesektor.

Regulatorische Fesseln

Stadtwerke und Speicherbranche bringen den Ausbau der flexiblen Energietechnologien voran. Dabei werden die neuen technologischen und marktlichen Möglichkeiten von bestehenden regulatorischen Bedingungen beschnitten. So etwa werden Speicher innerhalb der gegenwärtigen rechtlichen Energiekategorien in der Regel als Verbraucher eingeordnet und nicht als „Speicher“. Das hat weitreichende Folgen und der Markthochlauf der wichtigen Energietechnologien wird unterdrückt. Hinzu kommt, dass Strom aufgrund der hohen Belastung mit Steuern, Abgaben und Umlagen in den anderen Sektoren nicht wettbewerbsfähig ist.

Motor der Energiewende

VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche: „Stadtwerke sind der Motor der Energiewende. Sie errichten und betreiben Erneuerbare-Energien-Anlagen und sorgen vor Ort für die Versorgungs- und Systemsicherheit. Sie sind auch der Treiber neuer Speicher- und Sektorenkopplungstechnologien. Die Verteilnetzebene ist dabei der Dreh- und Angelpunkt der neuen Energiewelt. Hier findet der Großteil der EE-Einspeisung statt. Hier müssen sinnvollerweise auch Speicher- und Sektorenkopplungstechnologien ansetzen. Außerdem: Wenn Sektorenkopplung gelingen soll, müssen die Stromkunden entlastet werden. Damit Strom auch in den anderen Sektoren wettbewerbsfähig wird, benötigen wir eine Reform der Steuern, Abgaben und Umlagen im Energiebereich.“

Reformen unumgänglich

Urban Windelen, BVES-Bundesgeschäftsführer: „Energiespeicher integrieren erneuerbare Energien, bringen Flexibilität sowie Stabilität und Sicherheit in Energiesysteme. Gerade regional und lokal ist der Einsatz von Speichertechnologien besonders effizient. Erzeugung und Verbrauch kommen über Speicher optimal und mit regionaler Wertschöpfung zusammen. Gleichzeitig kann auf den örtlichen Bedarf bei Strom, Wärme oder Mobilität flexibel reagiert werden. Ohne passende Rahmenbedingungen wird der Einsatz von Speichern jedoch weiter behindert und damit auch die Stadtwerke bei der Erfüllung ihrer wichtigen Rolle für die Energiewende.“

Wärme- und Verkehrswende mutig umsetzen

Dr. Tobias Brosze, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke AG: „In unserem Energiepark Mainz wird erfolgreich im industriellen Maßstab unter anderem aus Windstrom umweltfreundlich Wasserstoff produziert und dieser danach in der Industrie, zum Heizen oder in Brennstoffzellenbussen im ÖPNV eingesetzt. Wir zeigen mit dieser Anlage,  was heute schon möglich ist, wenn man die Energie-, Wärme- und Verkehrswende mutig vor Ort für die Menschen umsetzt. Das können Stadtwerke und kommunale Unternehmen, denn sie sind in den verschiedenen Sektoren seit vielen Jahren unterwegs und behalten neben dem Blick für Nachhaltigkeit  das Gemeinwohl im Auge.“

Projekt Strombank

Thomas Speidel, Geschäftsführer ads-tec GmbH und BVES-Präsident: „Ohne Flexibilität und Speicher wird die Energiewende nicht machbar sein; insbesondere bei der Integration der elektrisch wachsenden Sektoren Mobilität und Wärme. Die Energiespeicherbranche hat viele zukunftsweisende Lösungen wie etwa die „Strombank“ entwickelt, deren Einsatz systemdienlich, effizient und wirtschaftlich ist. Das Projekt „Strombank“, ein Quartierspeicher in gemeinschaftlicher Nutzung, hat das nachdrücklich bewiesen. Die Regulatorik-, Steuern- und Abgabensituation verhindert solche sinnvollen Lösungen. Hier nutzt Deutschland wichtige Potentiale nicht, die zur Erreichung der Energiewende erforderlich sind. Vielmehr werden Lösungen und neue Technologien verhindert.“

 

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