Aus den Kommunenzurück

(GZ-17-2020)
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► Kommunen der Metropolregion Nürnberg schaffen Mehrwert durch Bildungssteuerung:

 

„Gewusst wie!“

Neue Publikation gibt praxisnahen Einblick in das Bildungsgeschehen vor Ort

 

Die aktive Gestaltung ihrer Bildungslandschaften ist mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge von Landkreisen und Städten. Kommunales Bildungsmanagement hilft, das Bildungsangebot vor Ort zielgerichtet zu gestalten, innovative Maßnahmen zu starten und die Region auf wichtige Zukunftsfelder auszurichten. Die neue Broschüre der Transferagentur Bayern „Gewusst wie! Datenbasierte Bildungssteuerung in bayerischen Kommunen“ zeigt für elf Felder des lebenslangen Lernens, welche Potenziale mit Bildungssteuerung gehoben und welche Mehrwerte für Bürgerinnen und Bürger damit geschaffen werden.

„Die vielfältigen Investitionen in Bildung in den letzten Jahren haben sich gelohnt! Jetzt zeigt sich ihr Nutzen. So gelingt beispielweise die Integration von Neuzugewanderten in unser Bildungssystem seit 2015 schneller und besser.

Vom Aufbau digitaler Kompetenzen profitiert die gesamte Bevölkerung und die Fachkräftesicherung wird durch zielgerichtete Initiativen, etwa am Übergang von Schule zum Beruf großartig unterstützt“, sagt Dr. Christa Standecker, Geschäftsführerin in der Metropolregion Nürnberg.

„In unserer neuen Broschüre finden sich noch viele weitere interessante Ansätze aus ganz Bayern.“ Ein Ansatz kommt aus der Stadt Bamberg: Dort wurden die Familien in den einzelnen Stadtteilen zur Nutzung der vielfältigen Bildungsangebote und zu ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt.

Mit diesem Wissen werden nun konkrete neue Angebote konzipiert, etwa bei Planungsprozessen für Jugendhilfe und Kitas oder bei der Gestaltung einzelner Stadtteilzentren.

Weitere Beispiele aus der Metropolregion sind: Nürnberg mit dem Programm „Deutschspracherwerb für Neuzugewanderte“, der Landkreis Bamberg mit einer Digitalisierungsmesse für Schulen, Fürth mit einem Projekt zur Unterstützung von Schulverweigerern und Erlangen mit einem Teilbericht zur Erwachsenenbildung.

Einen spannenden Einblick in die kommunale Perspektive bietet ebenso das Interview mit Brigitte Keyser, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Coburg. Sie betont, „dass es insbesondere darum geht, Bildungsangebote zu erhalten und vorhandene Ressourcen so einzusetzen, dass sie möglichst große Wirkung entfalten können. Im vergangenen Jahr hat der Landkreis Coburg sich z. B. stark für den Erhalt der PolstererKlassen eingesetzt, die in Coburg unterrichtet werden. Sie zu erhalten, stärkt die Polsterindustrie und damit die Region.“

Unter kommunaler Bildungssteuerung versteht man die Verknüpfung von datenbasierten Analysen, daraus gemeinschaftlich getroffenen Entscheidungen und die Ableitung innovativer Projekte und Maßnahmen in einer Kommune. 21 Kommunen in der Metropolregion und bayernweit 56 Kommunen steuern ihre Bildungslandschaft auf diese Weise.

Erstellt wurde die Publikation durch die Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

 

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