Aus den Kommunenzurück

(GZ-13-2019)
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►  Engagement der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau:

 

Entwicklungszusammenarbeit mit Kommunen in Jordanien

 

Im Rahmen der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ besuchten Vertreter der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau zusammen mit Vertretern des gemeinsamen Kommunalunternehmens GfA (Gemeinsames Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau) und des Abfallwirtschaftsbetriebs Fürstenfeldbruck mit einer siebenköpfigen Delegation vier Kommunen in Jordanien. 

GZ 13 Besuch in Jordanien

Die siebenköpfige Delegation aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau im Kreise der Kollegen aus Jordanien, u.a. mit Dr. Thomas König, Vorstand der GfA (2.v.l.) Bild: Landratsamt Fürstenfeldbruck

Finanziell gefördert wurde die Reise von Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen, der gemeinnützigen Gesellschaft, die als zentrales Instrument des Bundes zur Unterstützung kommunaler entwicklungspolitischer Aktivitäten fungiert. Die beiden Landkreise haben sich der von Engagement Global und Connective Cities betreuten und finanzierten Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ angeschlossen.

Jordanien hat rund 10,5 Millionen Einwohner. Als unmittelbares Nachbarland zu Syrien wurden in jüngster Zeit knapp eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die ohnehin schon bestehenden Herausforderungen – insbesondere bei der Wasserver- und Abfallentsorgung – wurden dadurch weiter verschärft. Die hohen Flüchtlingszahlen gehen mit massivem zusätzlichen Druck auf die knappen natürlichen Ressourcen des Landes sowie mit hohen öffentlichen Zusatzaufgaben (insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung, allgemeine Infrastruktur und Energiesubventionen) einher und führen zur Überlastung zahlreicher Kommunen.

Ziel der Reise war es, vor Ort zunächst einen Eindruck von den abfallwirtschaftlichen Strukturen und Herausforderungen zu gewinnen, mit denen die jordanischen Behörden konfrontiert sind und gemeinsam auf Augenhöhe abfallwirtschaftliche Fragestellungen und Strukturen zu diskutieren.

Aus den besuchten Kommunen Madaba, Ajloun, Al-Mazar und Ar-Ramtha werden die Oberbayern eine Kommune auswählen, mit der auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft künftig ein intensiver Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer betrieben wird. „Es ist beeindruckend, wie engagiert die jordanischen Kommunen an der Bewältigung der infrastrukturellen Probleme im Bereich der Abfallwirtschaft arbeiten“, erklärte Sabine Schulz-Hammerl, Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Fürstenfeldbruck (AWB). „Die Kommunen sind sehr offen für neue Impulse, die wir einbringen konnten.“

Auch deutsche Kommunen profitieren 

Profitieren werden letztlich auch die deutschen Kommunen von dieser Partnerschaft. Die Bewältigung der mit der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit verbundenen fachlichen, organisatorischen und nicht zuletzt auch kulturellen Herausforderungen stärkt die entsprechenden Kompetenzen in sachverwandten Problemlagen. Darüber hinaus vertieft sich die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau.

Im Rahmen eines für Herbst geplanten Gegenbesuchs in den beiden Landkreisen sollen der kommunale Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Bemühungen zur Unterstützung der jordanischen Partnerkommune bei der Bewältigung abfallwirtschaftlicher Herausforderungen und Schwierigkeiten weiter intensiviert und konkretisiert werden. 

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