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(GZ-19-2017)

Trauer um Werner Friedrich

† 30. August 2017

Völlig unerwartet ist der ehemalige Landrat des Landkreises Miltenberg, Roland Schwing, während seines Urlaubs in Südtirol gestorben.

Der 68-jährige CSU-Politiker hatte 28 Jahre lang - von 1986 bis 2014 - die Geschicke des Landkreises Miltenberg gelenkt und sich einen Ruf als unermüdlicher Macher und Motor erworben. Zudem wirkte der Verstorbene verantwortungsvoll für die Gemeinschaft als Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags und als Mitglied des Deutschen Landkreistags.

„Roland Schwing hat sich auf so vielen Feldern in einer Art und Weise um den Kreis Miltenberg verdient gemacht, dass ich das gar nicht in Worte fassen kann“, würdigte Landrat Jens Marco Scherf die Leistungen seines Vorgängers. Wie kein anderer habe er den unterfränkischen Landkreis geprägt. „Wir sind alle geschockt und entsetzt“, so der amtierende Landkreischef.

Der gebürtige Röllbacher und Diplom-Wirtschaftsingenieur führte von 1974 bis 1984 die Kreis-JU, 1984 zog er erstmals als Abgeordneter in den Miltenberger Kreistag ein. Für seine Verdienste wurde Roland Schwing unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, der Kommunalen Verdienstmedaille und dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Zu seinem 65. Geburtstag hatte Kommunalminister Joachim Herrmann Roland Schwing ein „herausragendes Engagement im Dienst der kommunalen Selbstverwaltung“ bescheinigt. Mit seiner richtungsweisenden Kommunalpolitik habe er sich einen hervorragenden Namen weit über die Landkreisgrenzen gemacht. Dynamisch und zielorientiert habe der Landrat die Weichen für die Entwicklung des Landkreises zu einem modernen Wirtschaftsstandort mit einer leistungsfähigen Verwaltung gestellt.

Herrmann hob die Umsetzung wichtiger Verkehrsprojekte wie den Bau der Mainbrücke zwischen Sulzbach und Niedernberg oder den Ausbau des Bildungsbereichs wie die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums in Elsenfeld als Beispiele erfolgreichen Wirkens des Landrats hervor. Auch die Sicherstellung einer wohnortnahen, leistungsfähigen Krankenhausversorgung oder die Neuordnung der Tourismusstrukturen hätten dazugehört. Seine Freude am Gestalten habe Roland Schwing auch in den Bayerischen Innovationsring eingebracht, den er seit seiner Gründung im Jahr 1997 viele Jahre betreut hatte.

 

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