Interviews & Gesprächezurück

(GZ-11-2016)
GZ Interview mit Hans-Peter Mayer von IPM
 
IPM-Direktor Hans-Peter Mayer:
 
Erste Adresse für öffentliche Verwaltungen

Professionalität in der öffentlichen Verwaltung nimmt traditionell einen hohen Stellenwert ein. Zudem bewegen sich Verwaltungen in einem immer dynamischeren Umfeld, was in den vergangenen Jahren zu einem veränderten Anforderungsprofil des Führungsnachwuchses geführt hat. So melden öffentliche Verwaltungen einen wachsenden Bedarf an praxisnah ausgebildeten Führungskräften, die fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf akademischem Niveau nachweisen können.

Als Handlungs-Kompetenz-Zentrum im deutschsprachigen Raum versteht sich hierbei das Institut für Public Management der Hochschule für angewandtes Management (HAM) mit Sitz in Ismaning, das zu Beginn des Jahres seine Tätigkeit aufgenommen hat. Wie der Direktor des Institutes, Dipl. Kfm. Hans-Peter Mayer, in einem Gespräch mit der Bayerischen GemeindeZeitung erläuterte, ist das IPM das Ergebnis einer Zusammenführung des Bereiches Public Management und der MP. Unternehmensberatung.

Spezialisiert sei das Institut auf den öffentlichen Sektor, auf Kommunalverwaltungen, Landesverwaltungen und sonstige öffentliche Einrichtungen und Betriebe. In Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Kernkompetenzen der HAM, der Privatuniversität Schloss Seeburg in Seekirchen bei Salzburg und renommierten Praktikern sei eine akademische Beratungs- und Forschungseinrichtung entstanden. Neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis würden gebündelt und böten so einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung im Handel öffentlicher Verwaltungen.

Großer Erfahrungsschatz

Durch den Zusammenschluss mit der MP. Unternehmensberatung kann das IPM Mayer zufolge auf einen Erfahrungsschatz aus mehr als 500 Beratungsprojekten bei über 100 Kunden zurückgreifen. Damit könne das Institut seinen Kunden einen deutlichen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Dienstleistern bieten. Ergänzt wird das Wissen um die wissenschaftliche Expertise von Hochschulprofessoren. Damit werden alle relevanten Aufgabenstellungen aus der Verwaltungspraxis von Spezialisten abgedeckt.

Neben Beratungsleistungen rund um die Verbesserung der Effizienz in öffentlichen Verwaltungen und Gutachten sind Weiterbildungsangebote auf Hochschulniveau eine tragende Säule des Institutes. Darüber hinaus kümmert es sich um aktuelle Problemstellungen in Verwaltungen sowie Brennpunktthemen wie Integrationsmanagement und eGovernment.

Branchenbezug

Gemeinsam mit der Hochschule für angewandtes Management offeriert das IPM gezielt branchenbezogene Programme auf Bachelor- und Masterniveau. Durch die besondere Betonung der Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung erwerben die Absolventen ein Kompetenzprofil, das sie für Führungsaufgaben auf den unterschiedlichsten Ebenen hervorragend qualifiziert. Bereits seit Jahren gibt es an der Hochschule für angewandtes Management in Erding einen branchenfokussierten Managementstudiengang „Public Management“.  Diese Leistung zur Ausbildung von Nachwuchsführungskräften nimmt nicht zuletzt die Landeshauptstadt München in Anspruch. Mit seinem Serviceangebot steht das IPM künftig gerne auch weiteren Kommunen zur Verfügung.

Zertifikatslehrgänge

Daneben bietet das Institut auch wissenschaftlich fundierte Zertifikatsprogramme. Durch sogenannte Zertifikatslehrgänge werden Experten in den Segmenten eGovernment, Personal, Marketing/Kommunikation und Controlling ausgebildet. Konkret werden für den Bereich Public Management folgende Hochschul-Zertifikatsprogramme mit einer Ausbildungsdauer von jeweils sechs Monaten angeboten: Integrationsmanager (FH), Verwaltungscontroller (FH), Referent für Marketing & Öffentlichkeitsarbeit (FH), Social Media Manager (FH), Personalentwickler öffentlicher Dienst (FH), Bauhofmanager (FH), Wirtschaftsförderer (FH), Stadtmarketing- und Citymanager sowie Sozialmanager (FH). „Unsere Zertifikatslehrgänge sind für den Bedarf vor Ort jeweils maßgeschneidert. Die Absolventen erhalten genau die Ausbildung, die sie qualifiziert, sofort einsetzbar zu sein. Entscheidet man sich für eine weitere Qualifizierung, können Teile der Weiterbildungsmaßnahme auf ein späteres Studium angerechnet werden“, betonte Mayer.

Als „Besonderheit unserer Aus- und Weiterbildungen“ nannte der IPM-Leiter das semi-virtuelle Konzept, das ideale Voraussetzungen für die Gestaltung von dualen Karrieren, von Weiterbildung parallel zum Beruf, biete. Das Konzept setze sich aus Präsenzphasen vor Ort und Online-Lernphasen zusammen.

Enge Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen

Das Institut für Public Management legt großen Wert auf angewandte Forschung. Ziel seiner Forschungsvorhaben ist dabei stets die enge Zusammenarbeit mit öffentlichen Verwaltungen. Praktische Anwendungsprobleme erfahren so über fundierte Expertenkenntnisse stets nutzbringende Lösungsansätze.

Das Institut befasst sich mit allen Facetten des modernen Handels und berücksichtigt dabei insbesondere die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, die in den öffentlichen Verwaltungen in den vergangenen Jahren in besonderer Weise Wirkung zeigen. Darüber hinaus beschäftigt sich IPM mit internationalen Trends und den Auswirkungen der Urbanisierung und Globalisierung. Schwerpunkte aktueller Forschungsprojekte finden sich in den Bereichen eGovernment, Wirkungs- und Effizienzmanagement, Haushaltskonsolidierung, Stadtentwicklung sowie Strategie & Partizipation.

Das Forschungszentrum für eGovernment beschäftigt sich mit zukunftsfähigen Lösungen für modernes Regieren und Verwalten. Die Experten befassen sich dabei mit allen Fragen der Anwendung von IKT in Staat und Gesellschaft. Neue Organisationsmodelle und der IKT-Einsatz in Regionen gehören ebenso zum Themenspektrum wie ausgewählte Fragen im Bereich Sicherheit und Infrastrukturen oder Gesundheit. Politische Entscheider und Verwaltungen werden durch anwendungsnahe Forschungs-, Beratungs- und Weiterbildungsleistungen unterstützt, ihre Modernisierungsvorhaben strategisch ausgerichtet zu entwickeln und wirkungsvoll umzusetzen.

In vielen Leistungsbereichen der öffentlichen Verwaltung bietet die interkommunale Zusammenarbeit entscheidende Vorteile. Der Austausch von Informationen, die gemeinsame Bearbeitung von Themen, das gemeinsame Planen und Durchführen von Projekten sowie die Nutzung von Synergien zahlen sich für alle Beteiligten aus. Das Zentrum für Interkommunale Zusammenarbeit analysiert erfolgreiche Praxisbeispiele und bringt durch die interdisziplinäre Betrachtung neue und effiziente Erkenntnisobjekte zum Vorschein. Die hohe Praxisorientierung gewährleistet dabei die Umsetzbarkeit und schafft Raum, neue Wege nicht nur zu durchdenken, sondern auch tatsächlich zu gehen.

Viele Kooperationsprojekte

„Unsere Experten haben zahlreiche Kommunen und verschiedene kommunale Spitzenverbände über viele Jahre aktiv und intensiv unterstützt und bei ihren Vorhaben begleitet“, hob Mayer hervor. Sie verfügten ebenfalls über ein breites Spektrum an Erfahrungen in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung (Public Privat Partnerships, GmbH und gGmbH, Eigenbetriebe) und aus EU- und anderen Förderprojekten mit nationalen und transnationalen kommunalen Partnern. 

In jüngster Zeit wurden die Kooperationsprojekte auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten analysiert und ausgewertet. Auf diesen anwendungsnahen Forschungsergebnissen können die Fachexperten des Zentrums für interkommunale Zusammenarbeit durch Beratungs- und Weiterbildungsleistungen wirkungsvoll individuelle Vorhaben unterstützen.

Weitere Informationen unter: www.ipm.iunworld.com

DK

GemeindeZeitung

Interviews & Gespräche

AppStore

facebookTwitterGoogle+YouTube

Google Play

© Bayerische GemeindeZeitung

Hinweis zu Cookies

Die Bayerische GemeindeZeitung möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Sie können Cookies blockieren und löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen entsprechend ändern. Weitere Informationen finden Sie im Impressum.

Weiter