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(GZ-23-2016)
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►  Kinder psychisch erkrankter Eltern:
 
„Raus aus dem Tabu, offen reden“

Psychische Erkrankungen sind immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft, vor allem, wenn es Eltern betrifft. Wer Hilfen vom Jugendamt annimmt, verschweigt das, wenn es möglich ist. Der gemeinsame Fachtag ‚Kinder von Eltern mit einer psychischen Erkrankung‘ soll beides ändern – so der erklärte Wille von Bayerns Familienministerin Emilia Müller und Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Wenn eine Mutter oder ein Vater von einer psychischen Erkrankung betroffen ist, braucht die Familie Unterstützung in verschiedenster Hinsicht. Um eine ganzheitliche Hilfe für die Kinder, aber auch für die ganze Familie anbieten zu können, müssen Kinder- und Jugendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie eng zusammenarbeiten: „Kinder fühlen sich oft für die Erkrankung ihrer Mutter oder ihres Vaters verantwortlich. Deshalb brauchen sie in dieser Situation besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung“, betonte Familienministerin Müller.

Beistand

Gesundheitsministerin Melanie Huml ergänzte: „Kinder von psychisch kranken Eltern brauchen Beistand, um sich in dieser schwierigen Situation zurechtfinden und ihre Rolle richtig einschätzen zu können. Genauso benötigen die Eltern Hilfen, um ihrer Erziehungsverantwortung bestmöglich nachkommen zu können. Hier sind die Kompetenzen vieler professioneller Partner zur ganzheitlichen Unterstützung der Familie gefragt. Dies sind insbesondere die psychiatrischen und psychotherapeutischen Fachkräfte des Gesundheitswesens und die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

Während des Fachtags haben die rund 300 Teilnehmer aus dem Gesundheitswesen sowie der Kinder- und Jugendhilfe die Gelegenheit, sich Best-Practice-Beispiele anzusehen. Außerdem sollen die Standards für die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen zum Bayerischen Gesamtkonzept zum Kinderschutz finden sich unter www.kinderschutz.bayern.de

RED

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