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(GZ-17-2016)
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Warnsystem KATWARN:
 
Verstärktes Interesse bei Bayerns Kommunen
 
München. Das Bevölkerungswarn- und Informationssytem KATWARN stößt nach dem Amoklauf von München und dem Selbstmordanschlag von Ansbach auf zunehmendes Interesse der bayerischen Kommunen.

„Nach den tragischen Ereignissen der letzten Wochen haben uns über zehn Landkreise und kreisfreie Städte aus dem Freistaat Bayern ihr Interesse signalisiert“, berichtet Arno Vetter, Geschäftsführer der CombiRisk GmbH, die Vertragspartner der Kommunen für KATWARN ist – einer gemeinsamen Tochtergesellschaft der Versicherungskammer Bayern und der SV Sparkassenversicherung. Details möchte er mit Rücksicht auf die anstehenden Gespräche noch nicht nennen.

Bislang nutzen in Bayern neben der Landeshauptstadt München sowie den Städten Nürnberg und Bayreuth sechs Landkreise KATWARN.

KATWARN ist ein kostenloser Warndienst für die Bevölkerung. Über das System senden die verantwortlichen Katastrophenschutzbehörden, Feuerwehrleitstellen oder Unwetterzentralen behördliche Warninformationen direkt und ortsbezogen auf das Mobiltelefon der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Damit bietet KATWARN zusätzlich zu Lautsprecheransagen, Sirenen und Rundfunk Informationen, die lebenswichtig sein können.

KATWARN ist als Smartphone-App sowie alternativ – mit eingeschränkten Funktionen – per SMS und eMail verfügbar. Als Smartphone-App gewährleis-tet KATWARN ortsbasierte Benachrichtigungen über Gefahrensituationen. Nutzer der KATWARN-App können sich zusätzlich zum Standort über sieben weitere, frei wählbare Orte warnen lassen. Die App kann für alle Smartphones mit den Betriebssystemen iOS, Android und Windows heruntergeladen werden. Für Warnungen per SMS und eMail ist eine Anmeldung per SMS mit Angabe eines Postleitzahlenbereichs, für den Warnungen erhalten werden sollen, nötig.

KATWARN wurde vom Institut Fraunhofer FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer, darunter die Versicherungskammer Bayern, entwickelt und ist seit 2011 im Einsatz.

Beim Amoklauf in München hatte die Stadt München die Bevölkerung auch über KATWARN gewarnt und Verhaltenshinweise gegeben. Gleichzeitig wurde die Presse darüber informiert, dass über KATWARN die Menschen im Umfeld bereits gewarnt wurden. Diese Meldung wurde über die Medien verbreitet und führte dazu, dass sich von Freitag, 20:00 Uhr, bis Samstag, 11:00 Uhr, rund 500.000 neue Nutzer angemeldet haben.

KATWARN hatte neben der akuten Warnlage in München und wegen der extremen Anzahl neuer Anmeldungen auch noch Großwarnungen wegen Unwettern in ganz Deutschland zu verarbeiten. Es kam zu kurzzeitigen Überlastungen insbesondere im Mobilfunknetz, die bei einigen Nutzern zu Zeitverzögerungen führten. Das System KATWARN wurde aufgrund der extremen Anzahl von Neuanmeldungen in der Gesamtleistung sofort angepasst.

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