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(GZ-11-2019)
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► Drei-Franken-Treffen der CSU:

 

„Europa auch in fränkischem Interesse“

 

Mit einem flammenden Appell rief Thomas Silberhorn die wieder einmal zahlreichen Teilnehmer des diesjährigen Drei-Franken-Treffens der ober-, mittel- und unterfränkischen CSU-Verbände dazu auf, die Europawahl sehr ernst zu nehmen. „Rechtspopulisten und Pseudopatrioten, die das Europäische Parlament abschaffen wollen, verkaufen unser Land“, so der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung.

V.l.: Die Landtagsabgeordneten Hans Herold und Barbara Becker, Europakandidat Konrad Körner, Staatsministerin Judith Gerlach, Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, Staatssekretär Gerhard Eck, Europakandidat Christian Staat, stellvertretende Landrätin Christine Bender (Schweinfurt-Land), Staatsminister Joachim Herrmann, Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn und Bundesminister a.D. Christian Schmidt. Bild: pmw
V.l.: Die Landtagsabgeordneten Hans Herold und Barbara Becker, Europakandidat Konrad Körner, Staatsministerin Judith Gerlach, Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, Staatssekretär Gerhard Eck, Europakandidat Christian Staat, stellvertretende Landrätin Christine Bender (Schweinfurt-Land), Staatsminister Joachim Herrmann, Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn und Bundesminister a.D. Christian Schmidt. Bild: pmw

Silberhorn prangerte auch „sozialistische Hirngespinste“ an, wie sie derzeit in der SPD kursierten. So würden manche „das gescheiterte Geschäftsmodell DDR predigen“ und zudem übersehen, dass „nur mit Leistungsbereitschaft auch der soziale Standard möglich ist“, so der stellvertretende Bezirksvorsitzende der CSU-Oberfranken.

Enteignung als absurde Idee

Ein klares Bekenntnis zum Eigentum enthielten alle Reden. „Mit absurden Ideen wie Enteignung und Verstaatlichung, wie manche linke Heißsporne fordern, kann man das Land nicht voranbringen“, meinte Innenminister Joachim Herrmann. Die Soziale Marktwirtschaft habe ein hohes Maß an sozialer Sicherheit und den größten Wohlstand aller Zeiten gebracht. Ort des Geschehens war wieder der „Drei-Franken-Stein“ an der Schnittstelle der drei fränkischen Bezirke und den Gemarkungen Burghaslach, Schlüsselfeld und Geiselwind. Es oblag Johannes Krapp, dem Ersten Bürgermeister der Stadt Schlüsselfeld, die anwesenden Mandatsträger aller politischen Ebenen zu begrüßen.

Vorzeigeprojekt mit Optimierungsbedarf

Gekommen waren neben Bezirks- und Landräten zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Bundesminister a.D. Christian Schmidt, amtierende und ehemalige Landtagsabgeordnete, wie Dr. Otto Hünnerkopf und dessen Nachfolgerin Barbara Becker, Hans Herold und Holger Dremel. Erstmals in dieser Runde begrüßte er mit Judith Gerlach die Bayerische Staatsministerin für Digitales. Sie bezeichnete Europa als „Vorzeigeprojekt mit Optimierungsbedarf“.

„Europa ist in fränkischem und bayerischem Interesse“, so unisono alle Redner, die sich auch übereinstimmend gegen jedweden Rechts- und Linkspopulismus wandten. Dagegen böte die CSU neben einem „Programm für die Bürger – für Sicherheit, Frieden und Wohlstand“ auch ein „starkes personelles Angebot aus Ober-, Mittel- und Unterfranken“.

Neben der Europaabgeordneten Monika Hohlmeier (OFR) waren auch Marlene Mortler (MFR), Christian Staat (UFR) und Konrad Körner (MFR) gekommen. Für Monika Hohlmeier sind Freiheit, Frieden und Rechtsstaatlichkeit unverzichtbare europäische Errungenschaften und Christian Staat wollte nicht am Tag nach der Wahl „in einem unregierbaren Europa aufwachen“.

Marlene Mortler verglich Europa mit einer Großfamilie, wo nicht alle einer Meinung sein, aber zusammenhalten müssten. Als Ehrenbezirksbäuerin nutzte sie die Gelegenheit, eine Lanze für die Bauern zu brechen, die derzeit in eine Ecke gestellt würden, wo sie nicht hingehörten: „Unsere Landwirte produzieren die sichersten und besten Lebensmittel aller Zeiten“.

„Versprochen und gehalten“

Dass die CSU Wort hält, zeigte der mittelfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Joachim Herrmann anhand des inzwischen nahezu fertig gestellten Lärmschutzes an der Autobahn bei Geiselwind auf: „Versprochen und gehalten“ gelte auch für die Zusage, dass der „Naturpark Steigerwald auch Naturpark bleibt“, so Herrmann und dessen Staatssekretär Gerhard Eck mit Blick auf die anwesenden Repräsentanten der „Freunde des Steigerwaldes“.

Wenngleich Europa im Mittelpunkt aller Ansprachen stand und deshalb das Treffen auch ausnahmsweise nicht an Christi Himmelfahrt, sondern wegen der Wahl vorgezogen stattfand, wurden aber auch aktuelle Themen angesprochen. So nannte Joachim Herrmann in Anspielung auf die aktuelle Lage in Österreich die Rechtspopulisten „Wölfe im Schafspelz“. „Jetzt zeigt sich, wes Geistes Kind sie sind.“.

pmw

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