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(GZ-1/2-2017)
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Bayern wächst weiter:
 
Starke Wirtschaft und Finanzen
 
Statistisches Jahrbuch Bayerns
Innenminister Herrmann stellt Statistisches Jahrbuch vor.

Seit vielen Jahren dient das Statistische Jahrbuch für Bayern als wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Jetzt hat Innenminister Joachim Herrmann die mehr als 660 Seiten umfassende 59. Auflage des Jahrbuchs für 2016 im neuen Fürther Hauptsitz des Statistischen Landesamts präsentiert und die wichtigsten Schlussfolgerungen daraus gezogen. Als Hauptpunkte nannte der Innenminister das stetige Bevölkerungswachstum sowie die ungebrochene Wirtschafts- und Finanzkraft im Freistaat.

Gegenüber 2014 sei die Bevölkerung Bayerns in 2015 erneut um 152.000 auf 12,85 Millionen Menschen angewachsen. Dies habe vor allem an einem Zuwanderungsgewinn von 164.000 Bürgern gelegen, erklärte Herrmann. Daher werde man ohne neue Bauflächen und noch mehr Wohnungsbau nicht auskommen. Dabei sei der Freistaat mit insgesamt 2,26 Millionen Wohnungen in 2015 auf einem „guten Weg“.

Wohnungsbau

Jedoch werde Bayern bis 2035 mehr als 13,5 Millionen Einwohner haben. Infolgedessen betreibe der Freistaat den Wohnungsbau mit Hochdruck. Von Januar bis November 2016 seien 67.400 Wohnungen zum Bau freigegeben worden. Darüber hinaus würden im Rahmen des Vierjahresprogramms des „Wohnungspakts Bayern“ bis zu 28.000 neue staatliche bzw. staatlich geförderte Wohnungen entstehen. Dafür investiere der Freistaat rund 2,6 Milliarden Euro. Trotzdem werde man die bayerische Landschaft bewahren und schonend mit dem Boden umgehen, betonte der Bauminister.

Hohes Wachstum

Laut Herrmann befinde sich die Wirtschaft Bayerns in „hervorragender Verfassung“. Das ökonomische Wachstum sei stark und das Bruttoinlandsprodukt in 2015 preisbereinigt um 2,1 % gestiegen. Seit 2010 habe sich das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sogar um 12,3 % erhöht. Außerdem sei die Arbeitslosenquote in Bayern in 2015 mit 3,6 % erheblich niedriger als die gesamtdeutsche Quote von 6,4 %. Gleichzeitig habe die Erwerbstätigkeit einen Rekordwert von 7,27 Millionen Menschen erreicht, 1,4 % mehr als 2014.

Bei den öffentlichen Finanzen habe es 2015 mit 54,6 Milliarden Euro Gesamteinnahmen ein Plus von mehr als zwei Milliarden gegenüber dem Vorjahr gegeben. Darüber hinaus habe der Freistaat seine Verschuldung um über drei Milliarden Euro weiter reduziert. Somit könne man auch künftig dringend benötigte Investitionen tätigen, vor allem im Bereich der Infrastruktur, führte der Minister weiter aus.

Infrastrukturausbau

Als wichtigster Verkehrsträger müsse das Straßennetz erhalten und weiter ausgebaut werden. Inzwischen umfasse das überörtliche Straßennetz fast 42.000 Kilometer. Für Um-, Aus- und Neubau der bayerischen Staatsstraßen seien die Ausgaben seit 2000 um 56 % auf 266,9 Millionen Euro in 2015 gestiegen. Im vergangenen Jahr seien die Mittel nochmals auf mehr als 275 Millionen Euro angewachsen. Außerdem habe der Freistaat die Aufwendungen für Autobahnen und Bundesstraßen auf über 1,2 Milliarden Euro erhöht.

In diesem Zusammenhang nannte der Verkehrsminister die aktuellen Zahlen der Unfallstatistik, wonach es in 2015 weniger Verkehrstote in Bayern gegeben habe. Er verwies auf das staatliche Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil — sicher ans Ziel“, mit dem man die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 gegenüber 2011 um 30 % senken wolle. Dabei habe es in 2015 614 Verkehrstote gegeben, 21 % weniger als 2011. Dieser Trend müsse sich fortsetzen, erklärte Herrmann abschließend.

>> Die Publikation kann beim Bayerischen Landesamt für Statistik bezogen werden

 

rm

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