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(GZ-11-2019)
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► Sterbende und schwerstkranke Menschen:

 

Versorgung wird ausgebaut

Bayerns Gesundheits- und Pfegeministerin zur Feierstunde „10 Jahre Bayerisches Kinderpalliativ-Konzept“ in München

 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml baut die Versorgung sterbender und schwerstkranker Menschen weiter aus. Anlässlich der Feierstunde „10 Jahre Bayerisches Kinderpalliativ-Konzept“ des Kinderpalliativzentrums München betonte die Ministerin „Mein Ziel ist eine langfristig angelegte Bayerische Zukunftsstrategie zur Hospiz- und Palliativversorgung‘. Diese Strategie wird gemeinsam mit dem neu eingerichteten Expertenkreis erarbeitet, in dem alle Akteure der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern vertreten sind.“

Das Konzept zur Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen werde modernisiert. Es gilt, die Lebensqualität schwerstkranker Kinder und Jugendlicher weiter zu verbessern und die betroffenen Familien zu unterstützen. Bestehende Strukturen werden vernetzt.

Das bisherige Bayerische Kinderpalliativ-Konzept wurde 2009 veröffentlicht – als erstes bundesweit. So wurden bisher sechs ambulant tätige Kinderpalliativteams aufgebaut. Dazu kam ergänzend eine stationäre Kinderpalliativstation mit acht Betten.

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert Kinderpalliativteams mit einer Anschubfinanzierung von jeweils bis zu 15.000 Euro. Die Kinderpalliativstation auf dem Gelände des Klinikums Großhadern besteht seit Mitte 2016. An deren Ausstattung beteiligte sich das bayerische Gesundheitsministerium mit ca. 100.000 Euro.

Verdoppelung der Angebote

Durch weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote soll schon in den nächsten Jahren eine Verdoppelung der Angebote erreicht werden. „Wenn der Landtag zustimmt, wollen wir die jährlichen Mittel um insgesamt 1,2 Millionen Euro auf über 2,1 Millionen Euro erhöhen“, so Huml.

Derzeit gibt es 209 Hospizplätze an 20 Standorten. Drei bestehende stationäre Hospize werden derzeit erweitert. Ein neues Hospiz, das 2020 die Versorgung aufnehmen soll, ist bereits im Bau. Zwei zusätzliche stationäre Hospize befinden sich in der Planungsphase. Darüber hinaus ist ein weiteres Kinder- und Jugendhospiz mit 12 stationären und 4 teilstationären Plätzen in Nordbayern in Planung.

Angebote an Krankenhäusern

Ferner gibt es im Freistaat an 108 Krankenhäusern eine stationäre Palliativversorgung – darunter an 51 Krankenhäusern Palliativstationen mit insgesamt 474 Betten, an neun Krankenhäusern eine Palliativstation und einen palliativmedizinischen Dienst sowie an 66 Krankenhäusern einen palliativmedizinischen Dienst.

Weitere 24 Palliativbetten sind bereits in Planung. Daneben gibt es in Bayern 50 SAPV-Teams – 44 Teams für Erwachsene sowie sechs Teams für Kinder und Jugendliche 

 

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