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(GZ-9-2019)
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► Ministerpräsident Söder in Äthiopien:

 

Drehscheibe für Kontakt mit Afrika

 

Der Freistaat Bayern wird sein humanitäres Engagement in Afrika massiv ausbauen. Aus diesem Grund reiste Ministerpräsident Dr. Markus Söder jüngst nach Äthiopien und eröffnete in Addis Abeba das Bayerische Afrikabüro.

In der Grundschule von Plan International im Nguenyyiel Refugee Camp Zon A informierte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL (2. von links), über die Bildungsangebote und Jugendprogramme im Flüchtlingscamp. Bild: Bayerische Staatskanzlei, Jörg Koch.
In der Grundschule von Plan International im Nguenyyiel Refugee Camp Zon A informierte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL (2. von links), über die Bildungsangebote und Jugendprogramme im Flüchtlingscamp. Bild: Bayerische Staatskanzlei, Jörg Koch.

„Es ist Anlaufpunkt und Drehscheibe für den Kontakt mit Äthiopien und ganz Afrika. Damit setzen wir ein Zeichen für bleibendes Engagement, Zusammenarbeit und Zuversicht. Bayern will Äthiopien bei seiner Entwicklung aktiv unterstützen. Wir setzen uns ambitionierte Ziele und bringen ein langfristiges Engagement vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit voran. Unser Afrikabüro soll Ideen entwickeln, koordinieren und die feste Kontaktstelle Bayerns zu Äthiopien und zur Afrikanischen Union werden“, so Söder.

Zusammenarbeit mit der GIZ

Das Bayerische Afrikabüro ist räumlich bei der Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) untergebracht. Geleitet wird das Büro von Linda Schraml. Neben dem Ausbau und der Begleitung der Entwicklungszusammenarbeit beobachtet das Büro Entwicklungen bei der Afrikanischen Union und pflegt Kontakte zu Institutionen und Vertretern anderer afrikanischer Staaten in Addis Abeba.

Eines der Vorhaben, das von Bayern betreut werden soll, ist das Aufforstungs- und Wissenschaftsprojekt „Kirchenwald“ in Bole Bulbula. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt Forschungen der Technischen Universität München vor Ort mit bis zu 250.000 Euro.

Söder sieht den Bestand heimischer Wälder als Schicksalsfrage für Äthiopien: „Sie schützen das Klima und wirken der Bodenerosion entgegen. Wir fördern ein Forschungsprojekt, das die Artenvielfalt der Kirchenwälder nutzt, um geeignete Baumarten für Aufforstungen zu erkennen.“ Daraus sollen Konzepte für eine nachhaltige Landnutzung im gesamten äthio-
pischen Hochland entwickelt werden. Das Projekt profitiert von den Prinzipien der äthiopisch-orthodoxen Kirche, die ihre „heiligen Wälder“ rund um ihre Kirchen in besonderer Weise schützt. So konnte sich die Vegetation dieser Wälder an den Klimawandel anpassen.

Sonnenstrom für German Church School

An der „German Church School“ in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde in Addis Abeba fördert Bayern den Bau einer Photovoltaikanlage, um Stromausfälle während des Unterrichts zu verhindern. Eine durchgängige Stromversorgung ist notwendig, weil die Schüler auf technische Sehhilfen angewiesen sind.

Bekanntlich haben schon zahlreiche bayerische Kommunen sich in afrikanischen Schulprojekten engagiert. So steht die Förderung des Freistaats Bayern in logischer Konsequenz zu bereits vorhandenen und geplanten bayerischen Bildungseinrichtungen.

Zukunftschancen für junge Menschen

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bildung eröffnet jungen Menschen in Afrika Chancen für ein selbstbestimmtes Leben und damit die Grundlage, den Lebensunterhalt später selbst verdienen zu können. Bayern leistet gerne einen Beitrag, um diese Zukunftschancen zu gewährleisten.“ Das Volumen des Projekts beträgt insgesamt 80.000 Euro. Es wird durch den Freistaat Bayern bezuschusst und künftig ebenfalls vom Bayerischen Afrikabüro koordiniert.

Kurz vor Ostern reiste Ministerpräsident Söder in die Demokratische Bundesrepublik Äthiopien und warb für eine verbesserte Nachbarschaft Europas mit Afrika. Der Freistaat Bayern will Äthiopien aktiv bei seiner Entwicklung unterstützen und baut seine internationalen Beziehungen aus. Äthiopien gilt als Stabilitätsanker am Horn von Afrika und ist zugleich Brennglas für globale Herausforderungen.

 

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