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(GZ-8-2019)
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► Energie und Wasser für Bayern:

 

100 Jahre VBEW

 

Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW) feierte vor kurzem seinen 100. Geburtstag. Das gemeinsame Leitmotiv „Energie. Wasser. Leben.“ zeigt sowohl den Wirkungskreis als auch den Anspruch des Verbandes: Seine Mitgliedsunternehmen sichern mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen in Bayern. Dabei setzt sich der VBEW für ein nachhaltiges Wirtschaften ein.

„Die Energieversorgung muss künftig weitestgehend klimaneutral erfolgen, die Ressourcen unserer Wasserversorgung müssen bestmöglich vor den Einflüssen unseres Wirtschaftens geschützt werden“, hob VBEW-Vorsitzender Wolfgang Brandl im Rahmen eines Pressegesprächs in München hervor.

„Nach der Stromwende müssen wir jetzt die Verkehrswende vorantreiben. Die rund 400 Mitgliedsunternehmen des VBEW werden einen entscheidenden Beitrag dazu leisten.“

Zum heutigen Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft haben sich 2008 der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft und der Verband der Bayerischen Gas- und Wasserwirtschaft zusammengeschlossen. Die bayerische Energiewirtschaft hat somit seit nunmehr über zehn Jahren ihre Kräfte in den Bereichen Erdgas und Strom für die Herausforderungen des liberalisierten Energiemarktes, der Regulierung der Energienetze und der „Energiewende“ gebündelt.

Die Wasserwirtschaft mit ihrem eigenen ordnungspolitischen Rahmen nutzt dabei die Synergien, die ihr ein starker Landesverband bietet.

Hervorragende Wasserqualität

Während weltweit rund 1,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser sind, beträgt der Anschlussgrad an die öffentliche Trinkwasserversorgung in Bayern 99 Prozent. Auch die Wasserqualität ist insgesamt hervorragend.

Trinkwasser kann fast überall bedenkenlos genossen werden, zumal es sich auch noch um das hierzulande am besten überwachte Lebensmittel handelt. Rund zwei Drittel des Trinkwassers gelangen völlig naturrein und unbehandelt zum Verbraucher. Die gute Qualität ist nicht nur den natürlichen Voraussetzungen, die es erlauben, ungefähr 86 Prozent des Trinkwassers aus gut geschütztem Grundwasser und aus Quellen zu entnehmen, zu verdanken. Darüber hinaus garantieren Wasserschutzgebiete einen angemessenen Schutz der Wasservorkommen auch für kommende Generationen.

Bei der Ausweisung von Wasserschutzgebieten beschreitet der Freistaat einen maßvollen Weg. Es werden nur fachlich notwendige Bereiche als Schutzgebiete ausgewiesen, während in anderen Bundesländern vielfach die gesamten Einzugsgebiete herangezogen werden. Im Gegensatz zum Bundesdurchschnitt von etwa zwölf Prozent sind daher in Bayern vier Prozent der Landesfläche von Wasserschutzgebieten betroffen.

Rund 2.300 Versorgungsunternehmen garantieren zuverlässig eine flächendeckende Versorgung mit genügend Wasser. Die dezentrale Versorgungsstruktur unter Verantwortung der Kommunen hat sich bewährt.

Künftig kommt es, so VBEW-Vorsitzender Brandl, darauf an, flächendeckenden Grundwasserschutz umzusetzen und die technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit der kleinteiligen Strukturen zu verbessern.

Landesweite Stromversorgung

Neben allen Anstrengungen, vor allem die landesweite Stromversorgung auf die Grundlage von erneuerbaren Energien zu stellen, dürfe nicht vergessen werden, dass mit Elektrizität derzeit nur etwa 20 Prozent des Endenergiebedarfs gedeckt wird, betonte Brandl.

Mit über 30 Mio. Tonnen CO2 sei vielmehr der Verkehr – im Wesentlichen getragen durch den Energieträger Mineralöl – mit großem Abstand der bedeutendste Sektor für den energiebedingten CO2-Ausstoß in Bayern. Betrachte man die gesamte Erzeugungs- und Verbrauchskette, so verursachen Pkw, die mit Strom aus dem deutschen Strommix bewegt werden, bis zu 50 Prozent weniger CO2 als entsprechende Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Wird Ökostrom aus erneuerbaren Energien geladen, ist die Fahrt mit einem E-Mobil nahezu CO2-frei. Damit leiste die Elektromobilität schon heute einen nachhaltigen Beitrag sowohl zur Luftreinhaltung als auch zum Klimaschutz. Und der Vorteil wird jeden Tag größer, dies belegten zahlreiche seriöse Studien.

Brandl zufolge investieren die VBEW-Mitgliedsunternehmen in die öffentliche Ladeinfrastruktur, um den Elektromobilisten auch unterwegs möglichst komfortabel Strom für ihre Fahrzeuge anbieten zu können. Insgesamt kann derzeit an 2.715 Ladepunkten in Bayern „nachgetankt“ werden (Stand: 01/2019).

Die Ladeinfrastrukturbetreiber arbeiten intensiv daran, über immer kundenfreundlichere Zugangs- und Abrechnungssysteme das Aufladen von Elektroautos genauso komfortabel zu gestalten wie bei den Verbrennern. Hierzu müsse auch die Ladedauer – wann immer nötig – so kurz wie möglich gehalten werden. Dieser Anforderung gerecht zu werden, zähle zu einer der größten Herausforderungen für die Massentauglichkeit der Elektromobilität.

Der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW setzt sich insbesondere für die emissionsarme Elektro- und Erdgasmobilität ein. Wer mit diesen Fahrzeugen unterwegs ist, kann sehr viel für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende tun.

„Während andere über Probleme nur reden, ist es die schöne Pflicht unserer Mitgliedsunternehmen, an den konkreten Lösungen zu arbeiten“, stellte Wolfgang Brandl abschließend fest.

DK

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