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(GZ-24-2018)
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► Preisverleihung der Bayerischen Landesstiftung:

 

Die Heimat lebenswert erhalten

 

Für hervorragende Leistungen auf kulturellem und sozialem Gebiet sowie im Bereich des Umweltschutzes wurden in München die Preise der Bayerischen Landesstiftung vergeben. Allein im Jahr 2018 hatte die Bayerische Landesstiftung für Kultur- und Sozialprojekte im Freistaat ein Fördervolumen von rund 17 Millionen Euro. Seit Errichtung der Landesstiftung im Jahr 1972 wurden somit Zuschüsse für rund 11.200 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von über 643 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

„Die Bayerische Landesstiftung ist eine wichtige Säule der Förderung von kulturellem und sozialem Engagement in Bayern“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder fest.

Die Preisträger zeichnet laut Füracker eine wichtige Gemeinsamkeit aus: Engagierter Einsatz für das Gemeinwohl. Er dankte allen Preisträgern für deren vorbildliches und unermüdliches Wirken zum Wohl der Allgemeinheit. „Die Preise der Landesstiftung sollen den Blick auf Menschen lenken, die sich mit Herzblut aktiv einbringen und dafür sorgen, dass unsere Heimat lebenswert bleibt. Sie sind ein leuchtendes Vorbild für alle Bürgerinnen und Bürger“, betonte Füracker.

„Only Human – Leben. Lieben. Mensch sein“

Mit dem Sozialpreis wurden die Familienferienstätte „Bildungs- und Erholungsstätte Langau“, die Wanderausstellung „Only human – Leben. Lieben. Mensch sein“ der Psychosozialen Beratungsstelle der Caritas in München und Familienseminare für bayerische Strafgefangene und deren Angehörige ausgezeichnet.

Der gemeinsame Urlaub mit der Familie ist für Groß und Klein der Höhepunkt des Jahres. Endlich wieder gemeinsam mehr Zeit zu verbringen, ist nicht nur wichtig, um dem Alltagsstress zu entfliehen und den Akku wieder aufzuladen, sondern stärkt auch den Zusammenhalt in der Familie. Gemeinnützig arbeitende Familienferienstätten wie in Langau im Allgäu bieten ein besonders familienfreundliches Umfeld, zu dem auch Angebote der Eltern- und Familienbildung und neuerdings zur Regeneration für Demenzerkrankte und ihre pflegenden An- und Zugehörigen zählen. Die Betreuung wird auf Basis eines Hilfe-Mix-Modells durch eine Kooperation mit anderen lokalen sozialen Trägern realisiert.

Tabuisierte Inhalte erklären

In ihrer über ein Jahr lang entwickelten Wanderausstellung „Only Human – Leben. Lieben. Mensch sein“ stellt die Caritas München die Themen „HIV und andere sexuell übertragbare Erkrankungen“, „Frauen- und Männergesundheit“ sowie „Geschlechterrollen und Beziehungen“ in den Mittelpunkt. In der Ausstellung werden so sensibel wie möglich und so konkret wie nötig die in vielen Kulturen tabuisierten Inhalte auf Bildtafeln, in Filmen und Apps gezeigt. Die wichtigsten Begriffe und Schlüsselsätze werden in Deutsch und neun weiteren Sprachen erläutert. Erreichen will man vor allem junge Menschen, Erwachsene, Menschen mit Fluchthintergrund und Multiplikatoren.

Seit Jahrzehnten leistet der bayerische Justizvollzug mit seinen Familienseminaren wichtige Arbeit für eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Strafgefangenen in die Gesellschaft. Denn es ist klar: Familiärer Rückhalt spielt eine ganz entscheidende Rolle für ein Leben ohne Straftaten nach der Haft. Deshalb ist es wichtig, dass die familiären und partnerschaftlichen Bande der Gefangenen bereits während der Haft gestärkt und stabilisiert werden. Davon profitieren letztlich alle. Denn eine erfolgreiche Resozialisierung von Straftätern ist ein wichtiger Beitrag zum Opferschutz und führt zu mehr Sicherheit für die Gesellschaft insgesamt.

Schutz für die Fische und Energieeffizienz

Über den Umweltpreis durften sich EH-D GmbH für die Entwicklung des EH-D© Antriebs zur Maximierung der Energieeffizienz durch Revolutionierung der Hydraulik im Maschinenbau, die Projektteam energie-AG für die Erfolgskontrolle komplexer technischer Bauleistungen und die Bayerische Elektrizitätswerkte GmbH für das Projekt „Kies für die Iller, Freie Wanderung für die Fische der Iller nach 70 Jahren der Isolation“ freuen.

Die Anlage großer Umgehungsbäche, der sogenannten Wanderhilfen oder Fischtreppen an der Iller hat sich gelohnt: Erstmals konnte nachgewiesen werden, dass Fische über die an Staustufen eingerichteten Wanderhilfen den viele Kilometer langen Aufstieg an der Iller tatsächlich bewältigen können.

Auftraggeber des Projekts sind die Bayerischen Elektrizitätswerke (BEW). Dass die Iller über die neu gebauten Fischtreppen wieder durchwandert werden kann, ist zur Stärkung der heimischen Wanderfischarten unerlässlich. Noch bis Dezember 2019 läuft das Monitoring zwischen Altusried und Lautrach.

Mit dem Kulturpreis wurden schließlich die Regisseurin, Schriftstellerin und Filmproduzentin Doris Dörrie, der Theaterregisseur und -intendant Josef E. Köpplinger, sowie der Industriedesigner Konstantin Grcic bedacht. Die Preise waren je Sparte mit 30.000 Euro dotiert.

DK

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