Kommunale Praxiszurück

(GZ-5-2018)
gz kommunale praxis

► Partnerschaftskonferenz deutscher und libanesischer Kommunen:

 

Konkrete Hilfen für Kommunen im Libanon

Um den Ausbau von Partnerschaften zwischen libanesischen und deutschen Kommunen zu fördern, lud die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global zur deutsch-libanesischen kommunalen Partnerschaftskonferenz nach München ein.

Engagement Global
Die Umsetzung vieler guter Ideen wurde geplant bei der 1. Kommunalen Partnerschaftskonferenz deutscher und libanesischer Kommunen von Engagement Global in München. Bild: Andreas Grasser

Das vielfältige Engagement der bayerischen Landeshauptstadt in diesem Themenkomplex erläuterte Münchens Bürgermeister Josef Schmid in seinem Grußwort. Zu den vielfältigen Partnerbeziehungen der Bayern kommt nun die libanesische Provinzhauptstadt Baalbek hinzu. Der Ort in der Bekaa-Ebene ist seit dem 8. Jahrtausend vor Chr. besiedelt. Er ist berühmt für seine gewaltigen Tempelanlagen. Sie gehören – ebenso wie die Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Weitere aktive bayerische Kommunen sind mehrere Gemeinden im Allgäu sowie Straubing und Traunstein. Auch der Verein Orienthelfer e.V.  beteiligt sich.

Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“

Mitwirkende der Tagung kamen aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Bayerischen Staatskanzlei und der libanesischen Botschaft. Die Konferenz war die erste ihrer Art und Teil der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“.

Die Veranstaltung bot eine Plattform zum Kennenlernen, fachlichen Austausch und zur Vernetzung kommunaler Akteure aus Deutschland und dem Libanon. Insgesamt waren über 30 Kommunen aus beiden Ländern vertreten. Anhand von Fachbeiträgen, Podiumsdiskussionen, Besichtigungen kommunaler Projekte und diverser Workshops konnten Schwerpunktthemen, Potenziale und Rahmenbedingungen für die deutsch-libanesische kommunale Entwicklungszusammenarbeit beleuchtet sowie Ideen für mögliche Partnerschaftsprojekte entwickelt werden.

Große Herausforderungen durch syrische Flüchtlinge

Der Libanon hat im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung die meisten Geflüchteten aus Syrien aufgenommen. Aktuell kommt jeder vierte Einwohner aus Syrien, die meisten leben in Kommunen. Diese stehen bei der Versorgung syrischer Geflüchteter vor großen Herausforderungen: Es mangelt neben Infrastruktur und Ressourcen vor allem an Know-how, um angesichts des rasanten Bevölkerungszuwachses beispielsweise die Abfallwirtschaft, die Wasser- und Energieversorgung oder die kommunale Verwaltung sicherzustellen.

Stärkung von Kommunen vor Ort

Die SKEW unterstützt mit der Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ den Aufbau von kommunalen Projektpartnerschaften zur Stärkung von Kommunen vor Ort. Die Initiative wird im Auftrag des BMZ von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und gemeinsam mit der Städteplattform Connective Cities mit dem Ziel umgesetzt, die partnerschaftliche Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen aufnehmenden Kommunen rund um Syrien und kommunalen Akteuren aus Deutschland zu fördern.

Auch die deutschen Kommunen profitieren durch den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen. Lösungsansätze für globale Themen wie Flucht oder Klima tragen dazu bei, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für globale Zusammenhänge und Integration zu stärken.
Weitere Informationen

Informationen über die Initiative „Kommunales Know-how für Nahost“ und den Aufbau von kommunalen Projektpartnerschaften gibt es unter www.initiative-nahost.de

ENGAGEMENT GLOBAL gGMBH – Service für Entwicklungsinitiativen informiert und berät Einzelpersonen, Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. Die Organisation qualifiziert bedarfsgerecht, verbindet Menschen und Institutionen miteinander, unterstützt zivilgesellschaftliches und kommunales Engagement.

Engagement Global arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Sitz ist Bonn. Weitere Standorte sind Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Mainz und Stuttgart.

r

GemeindeZeitung

Kommunale Praxis

AppStore

facebookTwitterGoogle+YouTube

Google Play

© Bayerische GemeindeZeitung

Hinweis zu Cookies

Die Bayerische GemeindeZeitung möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Sie können Cookies blockieren und löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen entsprechend ändern. Weitere Informationen finden Sie im Impressum.

Weiter