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(GZ-9-2017)
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► Dr. Johannes Böhm / amplus AG:   
 
Dr. Johannes Böhm / amplus AG:
 

Dr. Johannes Böhm, amplus AG

In ihrer noch jungen Chronik hat sich die amplus AG als eines der führenden Breitbandunternehmen im ostbayerischen Raum etabliert. Seit seiner Gründung im Jahr 2009 befindet sich das Unternehmen auf einem beispiellosen Wachstums- und Expansionskurs. „Als Tochter der CCNST Group, einem Verbund von auf den Breitbandausbau spezialisierten Unternehmen, versorgt die amplus AG mehr als 100 Gemeinden in 14 Landkreisen Bayerns mit schnellem Internet und Bandbreiten von 200 Mbit/s und mehr“, erläuterte Dr. Johannes Böhm, Leiter Kommunalbetreuung. 

Das über 500 Kilometer lange Glasfasernetz erreicht mit mehr als 750 Kabelverzweigern und 100 Hauptverteilern rund 350.000 Haushalte. Im Rahmen geförderter und eigenwirtschaftlicher Glasfasererschließungen hat das Unternehmen rund 1.300 FTTB-Anschlüsse realisiert.

Durch den Roll-out der amplus AG stehen im gesamten Einzugsgebiet viele hundert Schaltschränke made by CCNST als Generalunternehmer. Ihr Wissen haben die Entwickler in die Konzeption und Roll-out-Planung inklusive Billing-Systeme für Elektroladesäulen umgesetzt. Seit 2012 wurden für ein regionales Projekt im Bayerischen Wald und im Gäuboden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge für den jeweiligen Standort konfiguriert, vor Ort in Betrieb genommen und miteinander vernetzt. Jede dieser Ladesäulen verfügt darüber hinaus bereits heute über einen Hotspot-Zugang für „Tankende“. Die eigene Linie „C-Mobility“ vereint somit Design, Funktionalität und User Experience.

Damit Nutzer ganz ohne Volumen- oder Geschwindigkeitsbegrenzungen das mobile Internet genießen können, hat die amplus AG als zweitgrößter Carrier Bayerns eine Hotspot-Initiative über den gesamten Freistaat gestartet. So haben auch Kommunen in abgelegenen Winkeln Bayerns Zugang zum mobilen Internet. Im Fokus der Initiative stehen alle Bürgerinnen und Bürger, Touristen, öffentliche Institutionen, Vereine und Gewerbetreibende im Gemeindegebiet.

Mithilfe der WLAN-Technologie erfolgt eine kabellose Datenübertragung zwischen dem Hotspot und dem mobilen Endgerät des Kunden. Office-Anwendungen, Online-Dienste und Social Media sind so überall nutzbar. Die Basis des öffentlichen Netzwerks ist denkbar einfach: Entweder per direkter Verbindung zur aktiven Glasfasertechnik der amplus AG oder über einen VDSL-Anschluss innerhalb eines Gebäudes. Per WLAN verbundene Access Points an verschiedenen Positionen eines Areals sichern die stabile und schnelle Verbindung zum mobilen Internet für alle Nutzer.

Mit dem Hotspot-System der amplus AG stehen Kommunen verschiedene Optionen offen. Sie können Bürgern entweder unbegrenzt oder aber für einen bestimmten Zeitraum kostenloses WLAN zur Verfügung stellen. Gesetzt den Fall, dass Nutzer nach Ablauf der kostenlosen Zeit weiter surfen möchten, sind individuelle Minutenpakete über Paypal zusätzlich buchbar. Kunden der amplus AG surfen generell kostenlos.

Gleichzeitig sind die Hotspots ein Multiplikator im Standortmarketing: Jede Kommune kann eine individuelle Startoberfläche erhalten – zum Beispiel mit den interessantesten Informationen auf einen Blick oder durch das Hervorheben von Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der nahen Umgebung des Hotspots.

Ebenso bietet die amplus AG allen Asylunterkünften kostenfreie Hotspot-Systeme an. Auf diese Weise können bereits Asylbewerber in der Chamer Gemeinde Rettenbach den stetigen Kontakt in ihre Heimatländer aufrechterhalten. Weitere Hotspots für Flüchtlingsunterkünfte finden sich unter anderem in den Kommunen Falkenstein und Neunburg vorm Wald. Per Anfrage an hot.spot@amplus.ag erarbeiten die Mitarbeiter individuelle Hotspot-Konzepte für interessierte Kommunen.

„Mehr als nur ein Internet“ ist laut Böhm IPTV, die Übertragung von Video- und Audioinformationen über geschlossene IP-Netzwerke. Zeitversetztes Fernsehen ist möglich, da Fernsehsender in einer Cloud am Firmenstandort gespeichert werden. Auch ist ein digitales Speichern von Sendungen und Programmen ohne zusätzliche Hardware möglich. Der Bedarf nach höheren Bandbreiten bei Internet-Verbindungen steigt weiter. Eine nachhaltige Glasfaserversorgung heißt Gleichberechtigung, weshalb das regionale Unternehmen auf die Mitnutzung von bereits vorhandener Infrastruktur und Lückenschlüssen in ländlichen Regionen setzt.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit kommunalen Einrichtungen und Stadtwerken reduzieren sich die Kosten für die Breitband-Erschließung. Ein Beispiel: Im Rahmen des bayerischen Breitband-Förderverfahrens kooperierte amplus mit der Stadt Cham. Anstatt das bereits vorhandene Leerrohrsystem zu überbauen, schloss das Unternehmen lediglich die Lücken zum erweiterten Glasfasernetz. Der größte Kostenfaktor - die notwen-digen Tiefbauarbeiten zur Trassenführungkonnte durch die Kooperation des Breitband-Carriers mit der Stadt auf ein Minimum reduziert werden. Die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes erfolgte im August 2015. Über 31 Kilometer Glasfaserkabel versorgen 2.000 Chamer Adressen.

Auch im Rahmen eigenwirtschaftlicher Erschließungen verfolgt amplus diesen Ansatz. Die Stadt Plattling wünschte sich für die Anwohner im Neubaugebiet „Pielweichser Feld“ eine zukunftsfähige Breitband-Versorgung mittels einer FTTB-Erschließung. Die in Plattling vertretenen Telekommunikationsanbieter lehnten Glasfaser bis ins Haus jedoch ab. So oblag es schließlich amplus, gemeinsam mit den Stadtwerken das Vorhaben der Stadt in die Tat umzusetzen. Das Resultat der vorausschauenden Planungen war ein für ganz Ostbayern vorbildliches Pilotprojekt zur Zusammenarbeit im Rahmen eines Betreibermodells. Nach nur wenigen Monaten konnte der Netzbetrieb mit zukunftsfähiger Technik für rund 50 Haushalte realisiert werden.

RED

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