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(GZ-20-2016)
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Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe:
 
 In Sorge um das „Geschäftsmodell“ der deutschen Volkswirtschaft
 

Der Wirtschaftsstandort Deutschland muss seine spezifischen Stärken auch in Zeiten weltweiter Umbrüche bewahren. Dies ist eine Kernaussage eines aktuellen Positionspapiers, das die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe in Berlin veröffentlicht haben.

Die deutsche Wirtschaft zeichne sich durch ihre mittelständischen und dezentralen Strukturen, eine hohe Exportorientierung und eine Stabilitäts- und Langfristkultur beim Ausgleich von Interessen, bei den Staatsfinanzen und bei der Mittelstandsfinanzierung aus. „Dieses erfolgreiche Geschäftsmodell kann auch in den kommenden Jahren gültig bleiben“, so Dr. Michael Wolgast, Chefvolkswirt des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Zur Sicherung des „Geschäftsmodells Deutschland“ müssten aber vor allem öffentliche und private Investitionen erheblich gesteigert werden.

In der deutschen Wirtschaft dürfe darüber hinaus die Digitalisierung nicht „verschlafen“ werden, und die Potenziale des Dienstleistungssektors müssten besser genutzt werden – so eine weitere Aussage der Studie. „Insofern erfordern neue Technologien und Dienstleistungen weitere Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung“, so Torsten Windels, Chefvolkswirt der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB), der die gemeinsame Positionierung der Chefvolkswirte mit vorbereitet hatte.

Zudem brauche Deutschland weiterhin offene Weltmärkte und einen geeigneten Rechtsrahmen für den internationalen Wettbewerb, um seine Stärken zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Chefvolkswirte sprechen sich außerdem für eine verbesserte Ausnutzung des Erwerbspersonenpotenzials und eine geregelte Zuwanderung nach Deutschland aus.

Unterzeichner der aktuellen Studie sind neben Wolgast und Windels auch Dr. Gertrud Traud, Helaba, Uwe Burkert, LBBW, Uwe Dürkop, Berliner Sparkasse, Folker Hellmeyer, Bremer Landesbank, Jochen Intelmann, Haspa, Dr. Ulrich Kater, DekaBank, Dr. Jürgen Michels, BayernLB, und Dr. Cyrus de la Rubia, HSH Nordbank.

RED

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