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(GZ-14-2016)
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Flughafen München:
 
Weiter auf Wachstumskurs
 

Der Flughafen München, Deutschlands zweitgrößtes Drehkreuz, bleibt auf Rekordkurs. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), Dr. Michael Kerkloh im Münchner Presseclub erklärte, konnte der Airport im ersten Halbjahr 2016 in allen Verkehrssegmenten zulegen.

Mit knapp 20 Millionen Fluggästen – ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum - wurde in den ersten sechs Monaten erneut ein Passagierrekord verzeichnet. Noch stärker als die Fluggastzahlen wuchs die Anzahl der Starts und Landungen: Sie stieg im ersten Halbjahr um 2,5 Prozent auf über 191.000.

Deutliche Zunahme bei Starts und Landungen

Da sich die Wachstumsdynamik erst in der laufenden Sommerflugplanperiode, die Ende März begann, voll entfaltet, werden die Steigerungsraten in den kommenden Monaten des Jahres noch deutlich höher ausfallen, betonte Kerkloh. Für das gesamte Kalenderjahr 2016 werde deshalb eine Zunahme von vier Prozent bei den Starts und Landungen erwartet.

Von den zusätzlichen Flügen von und nach München profitierte vor allem der internationale Luftverkehr. So stieg die Anzahl der Reisenden auf lnterkontinentalflügen im ersten Halbjahr 2016 um 4,3 Prozent auf 3,2 Millionen, die Anzahl der Flugbewegungen sogar um 4,6 Prozent auf über 15.000. Die im Sommer neu aufgenommenen Langstrecken hätten zu dem Wachstum beigetragen, so Kerkloh.

Passagierverkehr

Im Kontinentalverkehr wurden 11,9 Millionen Fluggäste gezählt, ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der Flüge stieg hier in den ersten sechs Monaten 2016 um 2,7 Prozent auf knapp 122.000. In diesem Segment habe sich vor allem das Engagement des Billigfliegers Transavia bemerkbar gemacht. Der Inlandsverkehr lag mit insgesamt rund 4,7 Millionen Fluggästen leicht über dem Vorjahr.

Noch stärker als der Passagierverkehr entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 das Luftfrachtgeschäft am Münchner Airport. Mit knapp 163.000 Tonnen geflogener Luftfracht wurden genau vier Prozent mehr an Gütern und Waren als im Vorjahreszeitraum umgeschlagen.

Nach Kerklohs Worten läuft auch die Jobmaschine Flughafen München weiter auf Hochtouren: Wie die jetzt vorliegende Studie „Beschäftigtenerhebung am Flughafen München 2015“ deutlich macht, ist die Anzahl der Arbeitsplätze am Airport seit dem Jahresende 2012 um 2.470 auf nunmehr 34.720 angewachsen. Das bedeutet, dass statistisch betrachtet täglich 2,25 neue Jobs am Münchner Flughafen entstehen.

Wachsender Personalbedarf

Verglichen mit der ersten am neuen Münchner Flughafen durchgeführten Erhebung aus dem Jahr 1994, bei der insgesamt 15.450 Flughafenmitarbeiter registriert wurden, hat sich der Personalstand am Airport bereits mehr als verdoppelt. Knapp 90 Prozent der Erwerbsstätigen am Airport stehen in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis.

Leistungsstarke Lokomotive

„Der Münchner Flughafen ist und bleibt angesichts seines weiterhin dynamisch wachsenden Personalbedarfs eine leistungsstarke Lokomotive für Konjunktur und Beschäftigung“, hob Kerkloh hervor. Die verschiedenen Gemeinden und Landkreise Bayerns profitierten vom Beschäftigungsboom am Flughafen. Besonders markant sei die Bedeutung, die der Flughafen für den Arbeitsmarkt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft hat. Jedes vierte aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in den Landkreisen Freising und Erding ist am Flughafen angesiedelt.

Beschäftigungsboom

Die meisten Airportmitarbeiter, nämlich fast 7.300, wohnen im Landkreis Freising (gegen-über 2012 +3,4 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgt die Landeshauptstadt München mit 7.250 Flughafenbeschäftigten (+6,6 Prozent). Rund 5.600 Arbeitskräfte wurden im Landkreis Erding gezählt (+9,2 Prozent), 3.690 Airportbeschäftigte leben in der Stadt und dem Landkreis Landshut.

DK

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