Fachthemazurück

(GZ-11-2016)
Fachthema
14. UnternehmerKonferenz der bayerischen Sparkassen:
 
Arbeitswelten der Zukunft
 

Globalisierung, Digitalisierung, Industrie 4.0: Der technologische Fortschritt mit optimierten Maschinen, vernetzten Daten und mobilen Kommunikationsformen hat immer stärkere Auswirkungen auf unternehmerische Prozesse, Mitarbeiter und Management-Entscheidungen. Die Frage, wie Unternehmer flexibel bleiben und ihre Mitarbeiter, die Produktion und den Vertrieb fit für die Zukunft machen, bildete den Schwerpunkt der 14. UnternehmerKonferenz 2016 im NürnbergConventionCenter NCC für Unternehmer, Entscheider, Kommunen und Landwirte.

Mit knapp 40 Wissensvorträgen, individuellen Expertengesprächen und zahlreichen fachbegleitenden Info- und Beratungsständen bot die UnternehmerKonferenz wertvolle Informationen für zukunftsfähige Strategien, wirtschaftliches Planen und nachhaltiges Handeln. Dabei wurde wieder einmal ganz plastisch gezeigt, wie Unternehmen Chancen ergreifen und sie bei ihrer Entwicklung von Ideen von den Sparkassen begleitet werden.

Partner der Kommunen

Da sich die bayerischen Sparkassen gleichermaßen als Partner der Kommunen und der Wirtschaft vor Ort betrachten, bot die UnternehmerKonferenz erneut einen eigenen Themenbereich für Kommunen an. In den Vorträgen ging es um Arbeitsstätten der Zukunft und die Chancen für die (ländliche) Region, Energieeffizienz durch Netzwerke auf regionaler Ebene sowie integrierte und buntere Arbeitswelten im Wandel durch Demographie und Flüchtlinge.

Bayerischer Gründerpreis

Eingebettet in die Unternehmerkonferenz mit über 1.300 Teilnehmern war die Verleihung des Bayerischen Gründerpreises. Diese höchste Auszeichnung für Unternehmer in Bayern wird für besondere und herausragende Erfolge beim Aufbau und Erhalt von Unternehmen verliehen.

Der Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern, Roland Schmautz, betonte den Erfolg des Gründerpreis-Wettbewerbs und sprach seine Anerkennung für die Nominierten aus: „Die Jungunternehmer haben sich seit Bestehen des bayerischen Gründerpreises deutlich verändert, und das ganz branchenunabhängig. Sie präsentieren sich heute mit mehr Selbstbewusstsein, Professionalität und Klarheit als in früheren Jahren. Internationalität, Personalführungskompetenz, Qualität der Geschäftsausstattung, aber auch Ausbildungsstand und Soft Skills haben insgesamt sehr zugenommen.“

Kategorie „Konzept“

Als bestes Unternehmen in der Kategorie „Konzept“ wurde die Bayerwald Xperium GmbH aus St. Englmar ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Science-Center für jedermann, bzw. ein Museum zum Anfassen, das seinen Besuchern naturwissenschaftliche Phänomene unmittelbar nahebringt. In der Kategorie „StartUp“ ging der Preis an das junge und hochinnovative Unternehmen Trofilms GmbH aus Georgensgmünd, das mit der Produktion von hochqualitativen Verpackungsfolien innerhalb von drei Jahren zum Marktführer aufstieg und jetzt den Weltmarkt ins Visier nimmt.

„Aufsteiger“

Als „Aufsteiger“ konnte sich die SCHEMA Holding GmbH aus Nürnberg durchsetzen, die das hochfunktionelle Content Management System SCHEMA ST4 für die technische Redaktion entwickelt hat, das inzwischen Standards in der Branche setzt.

„Nachfolge“

In der Kategorie „Nachfolge“ erhielt den Preis die SD GmbH Klaus Hirsch aus Türkheim im Unterallgäu, die die Unternehmensnachfolge auch in einer schweren Zeit für die Automobilbranche mustergültig von innen regeln konnte.

Sonderpreise

Doppelt vergeben wurde der Sonderpreis für besonders verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln: Im Bereich „Soziales Engagement“ ging der Preis an die Stiftung Bunter Kreis aus Augsburg. Die Stiftung betreut Familien mit chronisch-, krebs- und schwerstkranken Kindern in der Nachsorge rund um einen Klinikaufenthalt. Die Stiftung war als erste ihrer Art in Deutschland Modell für inzwischen mehr als 50 Einrichtungen.

Mit dem zweiten Sonderpreis „Unternehmen für die Region“ wurde die Rapunzel Naturkost GmbH aus Legau im Unterallgäu ausgezeichnet, die in über 40 Jahren Geschäftstätigkeit ihrer Grundidee treu geblieben ist: kontrolliert biologische, naturbelassene und vegetarische Lebensmittel herzustellen und fair zu handeln.

„Lebenswerk“

Die Auszeichnung für das „Lebenswerk“ erhielten die drei Brüder Hans, Peter und Paul Segmüller, die in jeweils über 40 Jahren Unternehmertätigkeit ein gemeinsames Lebenswerk geschaffen haben. Sie haben die Hans Segmüller Polstermöbelfabrik GmbH & Co. KG als familiengeführtes Unternehmen in der Spitzengruppe der deutschen Einrichtungsbranche positioniert. Ihre innovativen Konzepte für modernste Einrichtungshäuser sind bis heute wegweisend für die Branche.

Soziale Verantwortung

Trotz aller Expansionen ist Segmüller aber kein anonymer Konzern geworden, sondern bis heute ein bodenständiges Familienunternehmen geblieben, das sich seine Verbundenheit zu Bayern bewahrt hat. Die Segmüllers haben ihre wirtschaftlichen Freiräume immer verbunden mit sozialer Verantwortung für die Wirtschaft und die Gesellschaft in der Region, in der ihr Familienunternehmen seine Wurzeln hat.

4.500 neue Jobs

2015 reichten die bayerischen Sparkassen über 210 Millionen Euro Kredite für rund 1.500 Existenzgründungsvorhaben aus, wie SVB-Vizepräsident Schmautz hervorhob. Mehr als zwei Drittel davon wurden als öffentliche Förderkredite vergeben. Da mit einer Errichtung eines Unternehmens jeweils mehrere Arbeitsplätze geschaffen werden, trugen die Initiativen der Gründer sowie die Kredite der Sparkassen zur Schaffung von ca. 4.500 neuen Jobs bei.

Tech made in Bavaria

„Die bayerischen Existenzgründungen sind dabei wieder stark technologisch getrieben“, urteilte Schmautz. „Im Umfeld von Industrie 4.0 entwickeln und produzieren sie ‚Tech made in Bavaria‘. Auch der Bereich E-Commerce nimmt an Fahrt auf: Immer mehr Unternehmer sehen die Notwendigkeit, ihre Leistungen auch über das Internet zu verkaufen.“

Eine ausführliche Dokumentation der Unternehmerkonferenz wird in Ausgabe 13 der GZ veröffentlicht.

 

DK

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