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(GZ-5-2019)
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► Winter-Tour 2019 von Knoblauch und Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge:

 

Zukunfts-Technik für den Kommunaleinsatz

 

Unimog-Fahrzeuge aller Klassen und in jeder nur denkbaren Vielseitigkeit erlebten rund 500 Besucher in Bopfingen, der ersten Station der Winter-Tour 2019 von Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge gemeinsam mit der Firma Knoblauch.

Unimogs in allen Varianten und für jeden Bedarf. Die Winter-Tour 2019 bot Lösungsvorschläge für jedes Problem.
Unimogs in allen Varianten und für jeden Bedarf. Die Winter-Tour 2019 bot Lösungsvorschläge für jedes Problem.

Vier Monate hatten sich Tim Oßwald, Geschäftsführer von Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge und Thomas Winter, Prokurist und Vertriebsleiter der Firma Knoblauch intensiv auf die große Veranstaltung in Bopfingen, Wigratzbad, Schluchsee und Aspach vorbereitet.

Beide Unternehmen unterhalten inzwischen seit mehr als 65 Jahren Unimog-Generalvertretungen; man pflegt also lange und gute Beziehungen. Nicht zuletzt deshalb war Rolf Trampert, verantwortlich für den Unimog-Vertrieb Deutschland bei der Daimler AG, angereist. Präsentiert wurden zudem eine Reihe weiterer Fahrzeuge und Anbaugeräte; auch elektrische Lösungen konnten in Augenschein genommen werden. Dr. Gunter Bühler, Bürgermeister der Stadt Bopfingen, wünschte in seinem Grußwort den zahlreichen Gästen – zu 80 Prozent waren es Vertreter von Bauhöfen – „interessante Momente mit toller Technik“. Bei nahezu 50 Fahrzeugen mit unterschiedlichen Aufbauten und in allen Klassen und Kategorien, war jeder Bedarf abgedeckt.
Vortragsreihe

Zusätzlich zur Ausstellung wurde den Mitarbeitern von Kommunen, Bauhöfen, Dienstleistern und Lohnunternehmern in der Vortragsreihe „Zukunfts-Technologien in der Kommunaltechnik“ Fachwissen vermittelt. Themen waren Kehrtechnik der Zukunft, Elektromobilität und Telematik. Doppelter Preis im Vergleich zum Verbrennungsmotor Tobias Weissenrieder von Aebi Schmidt, St. Blasien, stellte die eSwingo Kehrmaschine vor. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Lärmbelastung, vor allem wenn die Straßen nachts gereinigt werden, und kein Stickoxid-Ausstoß, da das Fahrzeug komplett batteriebetrieben läuft. Beim chemischen Aufbau wurde darauf geachtet, dass die Batterie nicht brennbar und explosionssicher ist.

Auf Sondertechnik wurde verzichtet: Alles, was in der Maschine verbaut wurde, ist bereits im Einsatz und entsprechend getestet. Die Fahrerkabine ist klimatisiert und kann nachts, solange das Fahrzeug am Strom hängt, vorgeheizt werden. Auch das Laden ist Standardtechnik, die Kehrmaschine braucht ca. vier Stunden, um komplett zu laden. Mit diesen Vorzügen ausgestattet ist der eSwingo ca. doppelt so teuer wie die Version mit Verbrennungsmotor.

StreetScooter

Michael Fauser präsentierte das Fahrzeug der Post-Tochter StreetScooter, das auch im kommunalen Einsatz Verwendung findet. Hier bekommt der Käufer sechs Jahre Garantie auf die Batterie, die zudem fast komplett recycelt werden kann bzw. als Stromspeicher für Solaranlagen Wiederverwendung findet, da hier weniger Leistung verlangt wird. Die Firma StreetScooter hat inzwischen eine Kapazität von 20.000 Autos pro Jahr, die Fahrzeuge sind durch den Einsatz bei der Deutschen Post intensiv erprobt und auf die Bedürfnisse der Fahrer angepasst. Kaputt gehen kann nicht mehr viel und wenn doch stehen 450 Service-Partner in Deutschland zur Verfügung.

Telematik-Lösungen

Hans-Peter Reeb, Geschäftsführer von Info-tech Solutions, stellte eine Telematiklösung vor, die inzwischen in über 3.000 Fahrzeugen verbaut ist. So lässt sich rechtssicher erfassen, was, wann, wo, in welcher Intensität und mit welchem Gerät erledigt wurde. Umgebungswerte von Boden und Luft werden automatisiert miterfasst. Flächen können festgelegt und somit dann auch genau abgerechnet werden.

Vielfältige Einsatzbereiche

Im Anschluss wurden die vielfältigen Einsatzbereiche des Unimog mit dem unterschiedlichsten Zubehör im Freien präsentiert. Bei winterlichen Verhältnissen wurde geräumt, gefräst, gestreut, Sole gesprüht, Schneeketten aufgezogen, gekehrt, gesaugt und vieles mehr. Bauhofmitarbeiter brauchen im Winter Fahrzeuge, auf die auch in schwierigen Situationen Verlass ist. Dank permanentem Allradantrieb, Differenzialsperren und Einzelbereifung sowie leistungsstarken mechanischen und hydraulischen Antrieben gehört der Einsatz gegen Eis und Schnee zu den Paradedisziplinen des Unimog.

Sein Fahrzeugkonzept vereint ein kurzes Vorbaumaß und das große Sichtfeld (--> Kurzhauber) mit Spurtreue, ausgeglichenem Achslastverhältnis und einfachem Schneeketten-Einsatz. Der optional erhältliche Fahrantrieb EasyDrive ermöglicht den fliegenden Wechsel zwischen Hydrostat, für stufenlos einstellbare Geschwindigkeiten von 0 bis 50 km/h, und mechanischem 8-Gang-Getriebe für effizientes und kraftstoffsparendes Fahren bis 89 km/h.

Mit dem entnehmbaren Joystick werden neben den Grundfunktionen Heben/Senken und nach links oder rechts Schwenken viele weitere Funktionen angesteuert. Zum Beispiel Electronic Quick Reverse, die Arbeitsdrehzahl, die Anzeige des Textmenüs im Multifunktions-Display oder die Schneepflugentlastung.

65 Jahre Unimog

Seit mehr als 65 Jahren gibt es den Mercedes-Benz Unimog. Er kommt in den verschiedensten Branchen zum Einsatz – von der Landwirtschaft angefangen, über den Winterdienst, Mäheinsatz, aber auch im Feuerwehr- und Energiesektor. Dabei hat sich das „Universal-Motor-Gerät“ immer wieder neu erfunden und weiter spezialisiert.

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