Fachthemazurück

(GZ-5-2019)
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► Solarpotenzialkataster:

 

Gemeinschaftsprojekt für den Klimaschutz

 

Seit 2016 gibt es das Solarpotenzialkataster im Landkreis Ebersberg, seit Sommer 2018 auch im Landkreis München. Mit wenigen Klicks kann jeder das solare Potenzial seines Hausdaches analysieren und erfährt mögliche Erträge, Baukosten und die Wirtschaftlichkeit, wahlweise auch mit einem Batteriespeicher. Eine integrierte Handwerkerbörse listet Fachbetriebe in der Region.

Dass es gemeinsam besser geht, beweist die Aktion „PV-Nachfragebündelung“, die die Energieagentur im Markt Glonn durch-geführt hat. Angefangen hat alles bei einem Fachgespräch Energiewende im März 2018, gefolgt von einer Informationsveranstaltung mit umfassender Beratung.

Die Zahl interessierter Bürger, die ihren eigenen Strom produzieren wollten, übertraf alle Erwartungen. Nun begann die Vorarbeit der Energieagentur: Veronika Bohmann, Energieberaterin mit Schwerpunkt PV, nahm alle Dächer und die zur Installation relevanten Informationen auf und konfigurierte in Abstimmung mit den Teilnehmern die Anlagen. Anschließend wurden für insgesamt 35 Anlagen Angebote eingeholt und bewertet.

Bei einer weiteren Versammlung im Juli entschieden sich die Teilnehmer mehrheitlich für einen Anbieter. Schließlich nahmen 28 Interessierte das Angebot an und beauftragten ihre individuelle PV-Anlage. Knapp Dreiviertel kombinieren ihre neue Solarstromanlage mit einem passenden Batteriespeicher.

Hinter der Aktion, die vor allem eine gute Beratung, Sicherheit bei der Umsetzung und natürlich auch einen Preisvorteil gebracht hat, stehen beeindruckende Zahlen: Insgesamt wurden 250 Kilowatt (Peak) bei einer durchschnittlichen Anlagengröße von fast 9 Kilowatt zugebaut. Damit können jedes Jahr über 100 Tonnen CO2 vermieden werden. Jeder Teilnehmer gleicht damit etwa ein Drittel seines jährlichen CO2-Ausstoßes aus. Und für die Region bedeutet es überdies eine große Wertschöpfung.

Die nächsten Gemeinden haben bereits ihr Interesse an einer eigenen Nachfragebündelung angemeldet: Als nächstes sind im Frühjahr die Kirchseeoner Bürger eingeladen, gemeinsam die Energiewende ein gutes Stück voranzubringen.

 

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