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(GZ-24-2018)
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► Thementag „Digitale Bildung“ in Senden war ein voller Erfolg:

 

Auch in der digitalen Welt muss der Mensch im Mittelpunkt stehen

 

„Intelligenz im Bereich der Digitalisierung heißt: Chancen nutzen, bewusst Sinnvolles verwenden, Abhängigkeiten und Risiken vermeiden“, stellte Designer Andreas Koop beim Thementag „Digitale Bildung“ in Senden (Landkreis Neu-Ulm) heraus, der 28 Angebote quer durch den Landkreis Neu-Ulm umfasste. Cybermobbing, Fake News, Erklärvideos, Flipped Classroom, Stop Motion Videos – die Themenvielfalt für die rund 1.100 Besucherinnen und Besucher war beeindruckend. Initiator und Cheforganisator Dr. Ansgar Batzner zog ein positives Fazit: „Der Thementag war ein voller Erfolg.“ Er dankte insbesondere der Bildungsregion Landkreis Neu-Ulm für deren Unterstützung.

Bei der Podiumsdiskussion im Sendener Bürgerhaus mit Sebastian Schmidt, einem Experten für Flipped Classroom, Mark Lörz, dem Schulleiter des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in Neu-Ulm/Pfuhl, Sendens Bürgermeister Raphael Bögge, Sonja Seger, der Koordinatorin der Bildungsregion, und Andreas Koop stand das Miteinander von digitalen Kompetenzen und Werteerziehung im Vordergrund. Die Gesellschaft, die Lebens- und die Berufswelt werden immer digitaler, deshalb sei der kompetente, kritische und werteorientierte Umgang damit umso wichtiger, waren sich die Diskutanten einig.

Der Mensch im Mittelpunkt

Ob analog oder digital, was wir brauchen seien positive Bilder, positive Vorbilder, positive Beispiele, mit einem Wort „Werte“, so waren sich die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem Podium einig. „Dann korrigieren sich Nutzungen und Nutzen, Verhalten und Haltung“, sagte Koop und verwies darauf, dass Schule und wir alle auch die Aufgabe haben, selbst zu bestimmen, was gemacht wird und was man in Zeiten von globaler Datenerfassung mit uns machen kann. Nie dürfe ein Computer oder ein Netzwerk wichtiger sein als der Mensch. Die technische Machbarkeit dürfe kein Argument sein; entscheidend sei vielmehr, ob etwas der Menschlichkeit diene.

Digitalisierung und Familie

300 Eltern, 300 Pädagoginnen und Pädagogen sowie über 500 Schülerinnen und Schüler nahmen am Thementag teil. Weit über 200 Eltern besuchten den Vortrag von Stephan Vielweib zum Thema Medien in der Familie. Immer früher kommen Kinder mit dem Internet in Berührung. Das familiäre Umfeld bildet dabei den Rahmen, in dem Kinder das World Wide Web kennen und nutzen lernen.

Der Referent ging der Frage nach, welches Gefahrenpotenzial es gibt und wie Kinder vor problematischen Inhalten oder Kostenfallen besser geschützt werden können. Zudem gab der medienpädagogisch geschulte und erfahrene Realschuldirektor praktische Tipps, wie Eltern ihr Kind im Umgang mit dem Internet begleiten und fördern können.

Ebenfalls großen Anklang fanden die Informationsveranstaltungen zum Thema Cybermobbing. Jörg Kabierski von der Firma Klicksalat und Kriminaloberkommissar Mark Schmid referierten in Neu-Ulm und Senden vor insgesamt über 250 Schülerinnen und Schülern.

Keine Schwarz-Weiß-Malerei

Am Ende fasste der Leiter des Organisationsteams Dr. Batzner seine Erkenntnisse aus dem Thementag „Digitale Bildung“ so zusammen:

„Es gilt, Ambivalenzen auszuhalten, nicht in Schwarz und Weiß zu denken, Wissen einzuordnen und zu verbinden, überhaupt Relevanz herauszufiltern. Denn Wissen braucht Urteilskraft!“

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