Fachthemazurück

(GZ-7-2018) 
gz fachthema

IFAT Mediendialog 2018:

 

Aussteller informieren über Produkte, Neuheiten und Trends

Über alle Aspekte einer modernen Wasser- und Abwasserwirtschaft, sowie über neue Maschinen, Verfahren und Lösungen aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Recycling und Kommunalfahrzeuge können sich die Besucher der IFAT 2018 informieren. Die Weltleitmesse für Wasser, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft findet vom 14. bis 18. Mai in München statt. Zum ersten Mal werden dabei auch die beiden neu errichteten Hallen, C5 und C6 des Münchner Messegeländes durch Aussteller belegt sein.

Im Vorfeld nutzten die Aussteller die Möglichkeit, im Rahmen des IFAT Mediendialogs über ihre neuen Produkte zu informieren und frühzeitig auf den Messeauftritt aufmerksam zu machen.

Zukunftsdialog

Während dieser „Messe vor der Messe“ fand auch der IFAT Zukunftsdialog mit dem sozialpolitisch relevanten Thema „Wetterextreme – sind wir hilflos?“ statt, bei dem Panel-Experten sich mit folgenden Fragen auseinandersetzten: Was kann Umwelttechnologie heute schon leisten, um Stürmen, Starkregen oder Dürren etwas entgegenzusetzen? Wie sehen die Strategien für die Zukunft aus?

Dass die Bürger es auch als Aufgabe der Kommunen sehen, die kritischen Folgen extremer Wetterereignisse z.B. mit Umwelt-City-Projekten einzugrenzen, geht aus dem „IFAT Environment Index 2018“ hervor, für den 1.049 Bundesbürger über ein Marktforschungsinstitut bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. „80 Prozent sehen in solchen smarten Projekten eine wichtige Chance, Zukunftstechnik in der Praxis zum Durchbruch zu verhelfen. Vor diesem Hintergrund werden Plattformen wie die IFAT künftig noch weiter an Bedeutung gewinnen.“, so IFAT-Chef Stefan Rummel. Hier einige Beispiele der Innovationen rund um Wasserwirtschaft und Entsorgungstechnologien, mit denen die Aussteller der IFAT 2018 aufwarten: Sieben marktführende deutsche Unternehmen aus dem Brunnenbau stellen sich erstmals gemeinsam auf der IFAT der Fachöffentlichkeit vor. Das organisatorische Dach des Gemeinschaftsstands WATER FROM WELLS bildet die Fachgruppe Wassergewinnung der Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. (figawa).

Rahmenprogramm

Beim gemeinsamen Messeauftritt werden aktuelle Lösungen, Technologien und Dienstleistungen präsentiert, darunter die Themen Hochwasserschutz bei und Hochwassermanagement mit Brunnenbauten, Sanierung und Ersatz von in die Jahre gekommenen Brunnen sowie die fachgerechte und sichere Realisierung von Brunnen mit immer größeren Durchmessern. Auch das offizielle Rahmenprogramm der IFAT gestalten die Aussteller von WATER FROM WELLS mit. Im Rahmen des Forums Wasser/Abwasser in Halle B2 informiert die Brunnenbaubranche am vorletzten Messetag, 17. Mai 2018, von 10:00 – 11:00 Uhr über neue Technologien, spannende Projekte und zukünftige Entwicklungen. Selbstverständlich finden sich auch die Trendthemen Digitalisierung und Automatisierung auf der IFAT wieder. „Wasser 4.0“ verspricht eine bessere Ressourcenschonung, größere Flexibilität, höhere Effizienz, gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und mehr Versorgungssicherheit für die Wasserwirtschaft.

Wasser 4.0

So bringt z.B. die inge GmbH – ein weltweit führender Anbieter für Ultrafiltrationstechnologie – pünktlich zur IFAT 2018 seine bislang als PC-Version bekannte Projektierungssoftware iSD auch als mobil nutzbare App heraus. Die Software bietet zusätzlich völlig neue prozesstechnische Optionen. So können mit der Online-Version und der App jetzt auch komplexe Szenarien simuliert werden, wie beispielsweise das Zusammenspiel mehrerer Ultrafiltrations-Racks. Dies empfiehlt iSD besonders für die Planung und Auslegung von Großprojekten, zum Beispiel zur Meerwasserentsalzung.

Als weltweit einzigartig bezeichnet der Maschinenbauer Huber SE sein neues System der Störstofferkennung für Rechenanlagen. „Huber Safety Vision“ erfasst mittels High-Tech-Sensoren kontinuierlich die Form und Größe von Grobstoffen, die von der Rechenharke transportiert werden. Sobald das System erkennt, dass unzulässige Grobstoffe vorhanden sind, wird der Rechen gestoppt und eine Warnmeldung an den Betreiber gesendet. Dies hilft, eine Blockade oder Beschädigung des Rechens oder der nachgeschalteten Aggregate zu verhindern. Neben dem Schwerpunktthema Digitalisierung präsentiert Huber SE aber auch bewährte Produkte wie die optimierte HUBER Schneckenpresse Q-PRESS®, eine neue Baugröße des HUBER Fremdstoffabscheiders STRAINPRESS®, sowie den HUBER Schlammwender SOLSTICE® zur solaren Klärschlammtrocknung.

Betriebsmanagementsystem Pramos

Die Digitalisierung zieht sich weiter durch das Ausstellungsportfolio der IFAT 2018: Beim neuen, mobilen Betriebsmanagementsystem Pramos, das der Anlagenbauer PWT Wasser- und Abwassertechnik vorstellt, muss jeder Wert nur einmal eingegeben werden und ist dann für alle Beteiligten jederzeit verfügbar – das Führen von Handzetteln und eine nachträgliche Datenerfassung gehören damit auf Trinkwasser- und Kläranlagen der Vergangenheit an. Pluspunkt: Das markenunabhängige System funktioniert auch, wenn nicht in jeder Ecke der Anlage Internet-Verbindung besteht. Dafür werden die Daten auf das Mobilgerät – Smartphone, Tablet oder Datenbrille – übertragen, das autonom damit arbeitet, bis es wieder Empfang hat und die Datenbestände mit dem Hauptsystem abgleichen kann.

Ein effizientes und wirtschaftliches Kanalreinigungssystem verspricht die iPEK International GmbH Kommunen, Dienstleistern und Kanalnetzbetreibern mit der XPECTION Live-Video-Konfiguration: Mit dieser „sehenden Kanalreinigungsdüse“, die eine kontinuierliche Überwachung des Reinigungsvorganges ermöglicht,  erfolgt die Reinigung nach dem tatsächlichen Bedarf. Dadurch werden die Produktivität erhöht und die Kosten im Optimum gehalten. Die XPECTION ist modular aufgebaut und kabellos, damit ohne Rüstaufwand an jedem Spülfahrzeug anbringbar. So kann die Konfiguration jederzeit optimal an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden.

Recycling-Technologie

Einen Lösungsansatz für das Recyclingproblem von Verpackungsabfällen bietet das Unternehmen APK mit seinem Newcycling-Verfahren, einer lösemittelbasierten, physikalischen Recycling-Technologie, die es ermöglicht, sortenreine Kunststoffe aus gemischten Kunststoffabfällen zu gewinnen. So können z.B. aus gemischten post-consumer Abfällen der privaten Haushalte sortenreine Kunststoff-Granulate generiert werden, die dann wieder in Verpackungen eingesetzt werden können. Auf diese Weise wird  ein aktiver Beitrag zu einer Kreislaufwirtschaft geleistet und die Erreichung der steigenden Recyclingquoten in Europa wird unterstützt. Derzeit baut die APK AG eine Newcycling Pilotanlage zu einer industriellen Produktionsanlage um, die 2018 die Serienproduktion aufnehmen wird.

Mit dem Thema Klärschlammverwertung beschäftigt sich die Firma Equilo Stulz: Das PYREG®-Verfahren ist ein Verfahren, mit dem getrockneter Klärschlamm durch eine gestufte Verbrennung in der Menge drastisch reduziert und gleichzeitig in einen hochwertigen phosphorhaltigen Düngemittelrohstoff umgewandelt werden kann. In Kombination mit der optimal auf die PYREG®-Anlage abgestimmten Niedertemperaturtrocknung wird die bestmögliche, dezentrale, thermische und stoffliche Nutzung der Ressource Klärschlamm kostengünstig sichergestellt. Durch den modularen Aufbau und die standardisierte Anlagenbauweise kann das Verwertungssystem für Kläranlagengrößen ab ca. 30.000 – 50.000 EW eingesetzt werden und ist beliebig skalierbar.

Mit neuen „Clean-Water-Produkten“ erweitert Sulzer seine Produktpalette. Bisher in Deutschland eher auf die Abwasserbehandlung spezialisiert, bietet das Unternehmen jetzt auch Lösungen für Anwendungen im Bereich des Rein- und Trinkwassers an. Dies schließt industrielles wie kommunales Reinwasser ein. Im kommunalen Bereich steht die Bereitstellung von Trinkwasser im gesamten Verteilungsnetz im Vordergrund –von der Wasseraufbereitungsanlage über Pumpstationen bis zum Bestimmungsort. Als weitere Neuerung stellt Sulzer Aggregate zur Zerkleinerung und Entfernung von Feststoffen aus Abwässern und Schlämmen vor, die nicht nur in der Abwasserbehandlung zum Einsatzkommen, sondern auch für industrielle Anwendungen geeignet sind.

Nutzfahrzeuge

Im Bereich Nutzfahrzeuge zeigen die Aussteller bereits bewährte Modelle mit vielen technischen Neuerungen. Beispielsweise das erfolgreiche Serienfahrzeug „elephant S“ der FFG-UMWELTTECHNIK GMBH & CO.KG: Dieses universelle Spül-Saugkombinationsfahrzeug wurde als professionelles, vorkonfiguriertes Fahrzeugmodell für höchste Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit, Komfort und Vielseitigkeit entwickelt. Neu ist, dass der „elephant S“ in Serienproduktion hergestellt wird, wodurch sich eine, in der Branche nicht übliche, kurze Lieferzeit ergibt. Als zukünftigen Standard für die gesamte FFG-UT Spül- Saugfahrzeugpalette mit Ausleger stellen die Flensburger ein neues, innovatives und nach allen Richtlinien der Arbeitssicherheit konzipiertes, qualitativ hochwertiges und teleskopierbares Auslegerkonzept vor.

Kärcher mit neuer Kommunalmaschine

Mit der neuen Kommunalmaschine MIC 42 bringt Kärcher einen Geräteträger auf den Markt, der kompakte Abmessungen mit starker Antriebsleistung verbindet. Zudem erfüllt die MIC 42 als erstes Gerät dieser Klasse die höchste Abgasnorm (STAGE V) und ist für den Einsatz in innenstädtischen Umweltzonen geeignet. Für Fahrkomfort sorgen die übersichtliche Großraumkabine und die intuitive Bedienung. Die neue MIC 42 kombiniert die Eigenschaften von Geräteträger und Saugkehrmaschine. Die drei Kommunalmaschinen MIC 34 C, MIC 26 C und MC 50 wurden umfassend technisch überarbeitet und überzeugen durch ihre einfache Bedienbarkeit, ein verbessertes Raumklima sowie noch mehr Sicherheit. Mit Freischneider und Heckenschere hat Kärcher auch sein Portfolio akkubetriebener Arbeitsgeräte erweitert. Der Akkurucksack macht durch seine lange Batterielaufzeit Akkuwechsel und Nachladen innerhalb einer Schicht überflüssig.

Mobilitätslösungen der Daimler AG

Die Daimler AG ist mit einer breitgefächerten Produktpalette auf der IFAT 2018 vertreten und zeigt eine Vielzahl leistungsstarker, wirtschaftlicher, sicherer und umweltfreundlicher Fahrzeuge für die Kommunalbranche. Auch auf dem rund 60.000 m² großen Freigelände und im Rahmen der vom Verband für Arbeitsgeräte- und Kommunalfahrzeugindustrie e.V. (VAK) präsentierten „Truck in Action Show“ sind kommunale Mobilitätslösungen mit Daimler Fahrzeugen zu erleben. Vorgestellt werden unter anderem der Mercedes-Benz Econic, das bewährte Referenzfahrzeug im Bereich Abfallsammelwirtschaft und der Fuso Canter, ein Leicht-Lkw, der durch das zuschaltbare Allradgetriebe zum zuverlässigen Winterdienstfahrzeug wird. Bei beiden Modellen setzt die Daimler AG auf alternative Antriebsvarianten: Der Econic NGT ist mit einem geräusch- emissionsarmen Euro VI Gasmotor ausgestattet, den Fuso Canter gibt es in einer Hybrid-Variante und voraussichtlich ab 2019 serienmäßig auch als Elektro-Fahrzeug.

Weitere Informationen zu Ausstellern, Produkten und dem umfangreichen Rahmenprogramm unter www.ifat.de

DK

GemeindeZeitung

Fachthema

AppStore

facebookTwitterGoogle+YouTube

Google Play

© Bayerische GemeindeZeitung

Hinweis zu Cookies

Die Bayerische GemeindeZeitung möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Sie können Cookies blockieren und löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen entsprechend ändern. Weitere Informationen finden Sie im Impressum.

Weiter