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(GZ-4-2018) 
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► WhatsApp vom Rathaus:

 

Kommunales Marketing via Messenger


Kommunikationsverantwortliche in Städten und Gemeinden stehen heute vor einer Vielzahl von Aufgaben. Sie müssen nicht nur dem gestiegenen Transparenz- und Informationsbedürfnissen der Bürger nachkommen, sondern im Rahmen der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit über aktuelle Entscheidungen berichten, Veranstaltungshinweise geben und nicht zuletzt: Werbung für Tourismus und den heimischen Wirtschaftsstandort betreiben. Immer mehr Kommunen setzen dabei erfolgreich auf Messenger wie WhatsApp, Facebook Messenger und Co.

WhatsApp vom Rathaus in Röttenbach

Screenshots aus dem WhatsApp-Newsletter der Gemeinde Röttenbach.

„Eine zunehmende Anzahl unserer Bürger ist heute online präsent. Wir möchten daher einerseits mit gezielt verteilten Meldungen die Bürger zeitnah über aktuelle Ereignisse informieren“, sagt Ludwig Wahl, Bürgermeister der Gemeinde Röttenbach. „Andererseits besteht auch zunehmend der Wunsch, Behördenangelegenheiten online zu erledigen.“

Eigener Gemeinde-WhatsApp-Kanal

Röttenbach ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt mit rund 5.000 Einwohnern. 2017 hat die Gemeinde eine neue Homepage aufgesetzt: Gleich zu Beginn begrüßen den Besucher der Webseite Live-Bilder aus Röttenbach, die interessantesten Neuigkeiten finden sich direkt darunter. Auch die Teilnahme an Online-Petitionen, das Mitwirken an Bürger-Beteiligungsverfahren oder das einfache Melden von Schäden ist möglich. Das Online-Angebot der Gemeinde wird seit wenigen Monaten durch den WhatsApp-Newsletter der Gemeinde ergänzt.

Hohe Resonanz:
WhatsApp für Umfragen und Abstimmungen

„Die Gemeinde hat in den vergangenen Monaten Umfragen zu Themen aus der Gemeinde gestartet. Dabei waren Antworten per Papier aus einem Abschnitt im Mitteilungsblatt oder online Abstimmungen möglich. Dabei zeigte sich, dass am Tag der Mitteilung über WhatsApp bereits ca. 30 Prozent der Abstimmungen erfolgt sind“, so Bürgermeister Wahl. „Der größte Teil der Abstimmungen, ungefähr 85 Prozent, erfolgt online über einen Link auf der Homepage. Damit erreichen wir einen Bekanntheitsgrad der Homepage, der anders nie erzielt werden kann.“

Einer der Gründe für den Erfolg von Messengern als Medium der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit: Die Nutzerschaft von Messaging Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram und Co. wächst kontinuierlich – in allen Altersklassen.

55 Prozent nutzen WhatsApp täglich

„Rund 55 Prozent der Bundesbürger nutzen täglich WhatsApp“, sagt Marketingexperte Matthias Mehner. Mehner ist Vice President Strategy and Innovation bei WhatsBroadcast, einem weltweit führenden Anbieter von Messenger-Services. Zu den Kunden von Whats-Broadcast gehören neben der Gemeinde Röttenbach internationale Konzerne ebenso wie Mittelständler, Verbände, Sportvereine und Parteien. So verkündete der SPD-Parteivorstand den erfolgreichen Abschluss der Koalitionsverhandlungen zuerst via WhatsApp. Die Nachricht brachte es sogar bis in die „tagesschau“.

Augsburg, Wien, Stuttgart, Rügen

Nicht nur Gemeinden wie Röttenbach, sondern auch größere Städte und Kommunen verwenden zunehmend Messenger Dienste, um mit ihrer Zielgruppe in Dialog zu treten (siehe Kasten „Nachrichten aus dem Rathaus“). Neben Augsburg, Stuttgart und Wien setzen auch die Insel Rügen oder das Bügerportal Bergisch-Gladbach auf WhatsApp, Facebook Messenger und Co., um mit Bürgern und Touristen schnell und direkt zu kommunizieren. WhatsBroadcast-Experte Matthias Mehner: „Bis zu 90 Prozent der Nachrichten, die eine Stadt oder Kommune verschickt, werden von den Empfängern innerhalb von 15 Minuten gelesen.“

Höhere Akzeptanz kommunalpolitischer Entscheidungen

Bürgermeister Wahl vertraut zudem auf das demokratische Potenzial von Messengern. „Mit der Bürgerbeteiligung können wir dem Gemeinderat anhand des Umfrageergebnisses den Wunsch der Bürger aufzeigen und dadurch eine Entscheidung erleichtern. Über die Onlinepetition können unsere Bürgerinnen und Bürger Ideen und Vorschläge direkt zur Abstimmung stellen. Wir glauben, damit eine höhere Akzeptanz für getroffene Entscheidungen zu erreichen.

 

RED

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