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(GZ-23-2017) 
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 ► Werksausstellung bei Lindner:

 

Premiere für Lintrac 110

 

Landmaschinen Lindner Tirol

Die Repräsentanten des erfolgreichen Familienunternehmens: Von links: David Lindner, Stefan Lindner, Rudolf Lindner und Hermann Lindner    Bild: Lindner-Traktoren

Der Tiroler Landmaschinenspezialist Lindner erweitert seine erfolgreiche Lintrac-Serie: Nach dem Lintrac 90, von dem seit der Markteinführung im Jahr 2013 bereits über 600 Stück verkauft wurden, kommt jetzt der Lintrac 110. Bei einer Werksausstellung im Innovationszentrum in Kundl erfolgte nunmehr das Rollout des Traktors. Seine Weltpremiere feierte der Lintrac 110 auf der Agritechnica in Hannover. Mit der Vorserie startet Lindner im Juni 2018. Die Serienproduktion der Agrar- und der Kommunalversion beginnt im Sommer 2018.

Laut Geschäftsführer Hermann Lindner ist der Lintrac 110 perfekt für den Sommer- und Winterdienst gerüstet. Der kompakte, wendige und stufenlose Traktor kann sowohl in der Berg- und Grünlandwirtschaft und im Weinbau als auch im Forst und im Kommunalbereich eingesetzt werden.

Das höchstzulässige Gesamtgewicht liegt bei acht Tonnen, die Nutzlast bei rund 3,5 Tonnen. Damit eignet sich der Lintrac 110 auch für überbetriebliche Fahrten. Einsatzprofis können mit größeren Anbaugeräten, wie zum Beispiel mit Ballenpressen arbeiten.

Stufenloses Getriebe

Herzstück des neuen Traktors ist das stufenlose Getriebe TMT11 von ZF Friedrichshafen. Nach Darstellung von Technologie-Geschäftsführer Stefan Lindner ist es im Vergleich zum TMT09 aus dem Lintrac 90 mit einer größeren Hinterachse ausgestattet. Das TMT 11 wurde speziell für eine Zapfwellenleistung von über 110 PS konzipiert. Kompakter Leichtbau war dabei besonders wichtig. Durch die größtenteils mechanische Kraftübertragung mit geringem hydrostatischem Anteil arbeitet das Getriebe besonders effizient. Gefahren wird stufenlos von -20 bis +43 km/h mit reduzierter Motordrehzahl. Die 4-fach-Heckzapfwelle mit Anlaufsteuerung arbeitet wahlweise mit 540/750/1000/1400 U/min.

Modus-Umschaltung

Die Fahrgeschwindigkeit bei Vorwärtsfahrt und Rückwärtsfahrt wird durch eine Modus-Umschaltung (Modus I: Arbeitsmodus; Modus II: Transportmodus) sowie eine Fahrbereichs-Umschaltung realisiert. Sowohl Modus- wie auch Fahrbereichs-Umschaltung wurden vollständig automatisiert.

Der Perkins Turbo-Diesel mit 3,4 Liter Hubraum leistet 113 PS. Er entfaltet ein enormes Drehmoment von 450 Nm bei 1400 U/min mit sehr steilem Drehmomentanstieg von über 40 %. Diese Eigenschaften sorgen für ein kraftvolles Anfahrverhalten am Hang und bei der Zugarbeit.

In Zusammenarbeit mit dem TMT Getriebe kann der Motor mit reduzierter Drehzahl arbeiten und ist somit besonders sparsam im Verbrauch. Durch den Partikelfilter wird die Abgasstufe 3b erreicht.

Mit dem Lintrac werden vor allem Grünlandprofis angesprochen, die auch bei langen Einsatzzeiten konzentriert arbeiten müssen. Kabinen-Federung und Luftsitz, beste Sicht nach allen Seiten und nach oben sowie ein innovatives Lichtkonzept sorgen für ermüdungsfreies Arbeiten in jeder Situation. Für den Kommunaleinsatz kommen extrem gut sichtbare LED-Rundumleuchten und Blitzbalken zum Einsatz. Verstärkt hat Lindner die 4-Rad-Lenkung, die auch beim Lintrac 110 für überdurchschnittliche Wendigkeit sorgen wird.

Autonome Fahrfunktionen und Prozessoptimierung

In der Landwirtschaft werden autonome Fahrfunktionen immer wichtiger, sind sich Fachleute sicher. „Deswegen entwickeln wir gemeinsam mit ZF Friedrichshafen den TracLink-Pilot. Damit ermöglichen wir erstmals hochautomatisierte Fahrfunktionen im Grünland“, erklärte Hermann Lindner. Aktuell läuft die intensive Testphase.

Kameras, GPS-Empfänger und sonstige Sensoren lassen sich in Zukunft Modul für Modul nachrüsten. Egal wann die gesetzlichen Rahmenbedingungen für autonomes Fahren und Arbeiten geschaffen werden - der Lintrac kann jederzeit aufgerüstet werden. So sind Lintrac-Fahrer heute schon bereit für die Lösungen von morgen.

Beispiel Prozessoptimierung: Ein sensorbasiertes Assistenzsystem erfasst Schnittkanten, Feldgrenzen und Mähschwaden und hält den Traktor automatisch auf Spur, was den Arbeitsvorgang effizienter gestaltet und den Fahrer entlastet.

Sicherheit wird groß geschrieben

Sicherer wird die Fahrt durch die erwähnte Rundumsicht, die nicht nur der Traktor im Blick hat, sondern auch der Landwirt dank praktischem Tablet im Cockpit. Mit der „Copy-und-Paste“-Funktion erlernt der Schlepper die gefahrene Route. Nach der ersten Tour ist der Traktor somit in der Lage, die Fläche automatisch und ohne Fahrer zu bearbeiten. Hierbei achtet er dank Personen- und Objekterkennung permanent auf die Sicherheit in seiner Umgebung.

Das Familienunternehmen Lindner hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem neuen Lintrac die Kernmärkte zu stärken und neue Exportgebiete zu bearbeiten. „Die Stufenlostechnologie wird uns bei Einsatzprofis in unseren Kernmärkten Österreich, Deutschland oder Frankreich helfen. Darüber hinaus sind wir für neue Märkte gerüstet. Der Exportfokus liegt unter anderem auf Skandinavien, Großbritannien und Irland “, erläuterte Exportleiter David Lindner. Die Exportquote des Tiroler Familienunternehmens beläuft sich aktuell auf mehr als 50 Prozent. Im österreichischen Ranking der Standardtraktoren belegt Lindner in den ersten acht Monaten 2017 den zweiten Platz.

Weitere Informationen unter www.lindner-traktoren.at

DK

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