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(GZ-19-2017)
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Thüga-Pressekonferenz 2017:

 
Stadtwerke müssen Zukunft proaktiv gestalten
 

Zusammenarbeit im Verbund der Thüga schafft Mehrwert für die Partner

Im Jahr ihres 150-jährigen Jubiläums hat die Thüga Aktiengesellschaft mit ihrem Beteiligungsergebnis entscheidend zum stabilen Jahresergebnis ihrer Muttergesellschaft Thüga Holding GmbH & Co. KGaA beigetragen. „Der Bilanzgewinn der ThügaHolding in Höhe von 292,9 Millionen Euro ermöglicht neben einer Rücklagendotierung die Ausschüttung einer Bardividende in Höhe von 27,36 Euro (2015: 26,05 Euro) je Stückaktie“, umreißt Dr. Christof Schulte, Mitglied des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft.

„Dieses Jahresergebnis ist Ausdruck der nachhaltigen Leistungsstärke der Unternehmen der Thüga-Gruppe“, zeigt sich Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft, erfreut. „Die fortlaufenden Anstrengungen der Unternehmen der Thüga-Gruppe zur Verbesserung ihrer Kosten- und Prozessexzellenz – auch durch die intensive Zusammenarbeit in der Thüga-Gruppe – haben wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen“, so Riechel , der ergänzend auf die langfristig ausgerichtete umsichtige Investitionspolitik der zurückliegenden Jahre verweist. „Alle 17.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen der Thüga-Gruppe haben mit großem Engagement und Verantwortung dazu beigetragen“, drückt Riechel gegenüber den Beteiligten den Respekt und Dank der Thüga aus.

Langfristige Transformationsprozesse verändern die Branche

Gleichwohl sind Stadtwerke nach Ansicht der Thüga großen Herausforderungen ausgesetzt. „Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung und Liberalisierung ändern die Energiebranche tiefgreifend“, beschreibt Riechel aus Sicht der Thüga die Transformation. „Wir bauen unsere Unterstützungsleistungen weiter aus, um auf die dynamischen Entwicklungen des Energiemarktes zu reagieren“, skizziert Riechel die Aufgabe der Thüga. Schließlich sei Anspruch und Selbstverständnis der Thüga, gemeinsam mit den Partnern die Zukunft der kommunalen Energie- und Wasserversorgung zu gestalten.

Dekarbonisierung als Teil der strategischen Ausrichtung 

Klimaschutz proaktiv mitgestalten“, beschreibt Dr. Gerhard Holtmeier, Mitglied des Vorstandes, die grundlegende Ausrichtung der Gruppe. Wichtig sei, die langfristige unternehmerische Ausrichtung im Abgleich mit den energiepolitischen Leitplanken zu bestimmen. Im Rahmen des aktuellen Projektes „Let’s go green“ werden dazu alle in der Gruppe gemachten Studien- und Projektergebnisse im Kontext der Energiewende zusammengetragen und verdichtet. Projektziel ist es, tragfähige Szenarien einer Marktentwicklung bis 2030 zu beschreiben, um nachhaltige Investitionsentscheidungen treffen zu können.

Kosteneffizienz

„Nationale und internationale CO2-Ziele werden erhebliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit haben“, beschreibt Holtmeier den Rahmen. Nach Ansicht der Thüga steht jetzt aber schon fest, dass die energiepolitische Ausrichtung stärker die Kosteneffizienz als zentrales Element der Energiewende und langfristig erfolgreichen Klimaschutz verankern sollte. Dazu gehöre auch, CO2-arme und erneuerbare Energien sowie die bestehenden Infrastrukturen des Strom- und Gasbereiches sinnvoll zu nutzen.

„Wir brauchen langfristige und intelligente Entwicklungspfade, besonders was die Wärmeversorgung betrifft. Ideologische Vorfestlegungen helfen uns nicht. Gleichzeitig müssen wir deutlich machen, welchen Wertbeitrag die Unternehmen der Gruppe im Strom-, Wärme- und Mobilitätsmarkt leisten und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind“, unterstreicht Holtmeier.

„Allein mit Ladesäulen gewinnt man nachhaltig keine Kunden“, fasst Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Thüga, die Einschätzung der Thüga zur Elektromobilität zusammen. Thüga ist davon überzeugt, dass Stadtwerke sich als führende Lösungsanbieter für Elektromobilität positionieren sollten. Dazu sei ein sofortiger Einstieg beziehungsweise Ausbau der Geschäftstätigkeiten erforderlich, da das Marktumfeld noch nicht ausdifferenziert sei. Dies unterstützt Thüga durch ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot entlang des gesamten Kundenprozesses.

„Wichtig ist, dass Elektromobilitätslösungen nicht nur als kundenindividuelle, sondern insbesondere auch als kommunale Mobilitätskonzepte verstanden werden“, so Cord. Dazu führt Thüga derzeit mit einem Partner aus der Gruppe ein entsprechendes Mobilitätskonzept durch, um dabei Erfahrungen für einen wichtigen Baustein von Smart Cities zu generieren.

Smart City als Entwicklungschance für Stadtwerke

 „Für die Unternehmen der Thüga-Gruppe sehen wir die Chance, sich als Treiber und Mitgestalter von Smart Cities zu positionieren und entsprechende Geschäftsfelder zu entwickeln“, so Cord. „Wichtig ist, die bestehenden Ansätze und Visionen aus den sogenannten Megacities auf die konkreten kommunalen Besonderheiten unserer Partner zu übertragen.“ Dieses will Thüga mit dem Projekt „Smart City“ erreichen. Hier werden die Ideen und Erfahrungen aus der Gruppe gesammelt, weiterentwickelt und standardisiert. Ziel ist es, gemeinsam mit den Partnerunternehmen einen Baukasten zu entwickeln. Derzeit stehen Anwendungen wie Umwelt- und Verkehrsmonitoring-Systeme sowie intelligente Parkraumbewirtschaftungs- und Straßenbeleuchtungslösungen im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Digitalisierung bietet Chance, Dezentralität und Skaleneffekte zu vereinen

Smart Cities sind nach Auffassung der Thüga ohne digitale Lö- sungen nicht realisierbar. Das ist auch ein Grund, warum Thüga der Digitalisierung große Aufmerksamkeit widmet. „Die Digitalisierung der Energiebranche nimmt deutlich an Fahrt auf“, analysiert Cord. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Branche ändere sich das Marktumfeld. Besonders an der Schnittstelle zum Kunden würden derzeit viele neue Wettbewerber ansetzen. „Wir unterstützen die Unternehmen der Gruppe bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien“, beschreibt Cord die Aktivitäten der Thüga hierzu.

Im Rahmen des Projektes werden die einzelnen Entwicklungsbedarfe der Unternehmen untereinander abgeglichen und dort, wo Überschneidungen bestehen, gemeinsame Lösungen entwickelt. Grundsätzlich sieht Thüga die Digitalisierung als Chance für Stadtwerke, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Geschäftsmodelle und Produkte zu entwickeln, aber auch die Kostenseite zu optimieren. Dazu gehöre auch, die eingeschränkten Skalierungsoptionen je Stadtwerk durch Plattformen zu überwinden.

Plattformstrategie als Chance

Steigende Komplexität und Margendruck führen nach Ansicht der Thüga dazu, dass in Zukunft nicht alle Funktionen und Prozesse von jedem einzelnen Unternehmen aufgebaut beziehungsweise vorgehalten werden können. Zudem biete die Plattformstrategie die Chance, dass die Partner sich auf ihre operativen Aufgaben konzentrieren können.

Gestärkte Kompetenz

„Die bestehenden Plattformen wie Conergos, E-MAKS und e.dat haben sich im vergangenen Jahr gut behauptet. Durch die innovativen Beteiligungen am dritten High-Tech Gründerfonds, an der smartlab Innovationsgesellschaft mbH sowie der homeandsmart GmbH wurde der Plattformansatz weiter vorangetrieben“, unterlegt Dr. Holtmeier die Plattformstrategie der Thüga.

Durch die Zusammenführung der Plattformen MeteringService und Energieeffizienz zur Thüga SmartService GmbH wurde nach Aussage der Thüga die Digitalisierungskompetenz verstärkt. SmartService ist heute einer der Marktführer im Bereich der Gateway-Administration und bietet ein Lösungsportfolio von der Bewirtschaftung von Messdaten bis hin zum Breitbandausbau für Stadtwerke. Weitere Plattformansätze werden zur Zeit für die ThügaGruppe entwickelt.

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