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(GZ-14-2017)
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► Sebastian Blab / Enerpipe GmbH:
 
Die Heizhaus-Steuerung – das Hirn der Wärmeerzeugung und -verteilung

SD Blab

Sebastian Blab / Enerpipe GmbH. RED

Die Enerpipe GmbH steht für innovative, energiesparende Wärmesysteme, die für die Energiewende zahlreiche Vorteile bieten. Das Komplettangebot reicht von hochgedämmten Rohrsystemen sowie effizienter Steuerung der Übergabestation mit intelligenter Heizhaus-Steuertechnik bis hin zur richtigen Pufferspeichertechnik. Auf Wunsch wird jedes Projekt umfassend betreut, von der Erstberatung über den Bauprozess bis hin zur Inbetriebnahme des Wärmenetzes und der zuverlässigen Wärmelieferung. Um ein perfektes Zusammenspiel und damit höchste Effizienz zu erzielen, werden alle Systemkomponenten dem individuellen Bedarf entsprechend zusammengestellt.

Intelligente Heizhaussteuerung ist das A und O, wie Sebastian Blab feststellte. Im Heizhaus sollten ein schonender Umgang mit Wärmeerzeugern vorherrschen, ein möglichst hoher Anteil an erneuerbaren Brennstoffen bestehen, lange bzw. häufige Laufzeiten der Spitzenlastkessel vermieden und möglichst geringe Wärmeverluste verursacht werden.

Bevor eine Heizhaussteuerung umgesetzt werden kann, ist ein Hydraulikplan des Heizhauses zu erstellen. Neben der Abstimmung mit dem Kunden/Installateur bringt das Enerpipe-Team seine Erfahrungen ein. In der Detailplanung werden die Hydraulikkomponenten ausgelegt sowie ein Regelungskonzept und ein Elektroplan erstellt. In der Umsetzungsphase wiederum werden der Schaltschrank gebaut und die Speicherprogrammierbare Steuerung SPS programmiert. Vor Ort wird die Steuerung in Betrieb genommen und das Betreiberpersonal geschult und betreut.

Folgende Anforderungen sind Blab zufolge an eine Steuerung zu stellen:

  • Regelung von Pumpen und Ventilen
  • Übersichtliche Darstellung (Visualisierung) sämtlicher relevanten Komponenten
  • Freigabe/Anforderung an verschiedene Wärmeerzeuger und Wärmeverbraucher
  • Erzeuger: Verschiedenste Kessel und Kesselhersteller, BHKW’s, Power-to-HeatAnlagen; Verbraucher: Wärmekunden, Trocknungsanlagen
  • Datenaufzeichnung (Temperaturverläufe, Wärmemengenzählerdaten, Einstellwerte) und Sicherung der Daten
  • Monitoring: Optisch aussagekräftige Darstellung der aufgezeichneten Daten
  • Überwachung und Optimierung des Betriebs (Heizhaus und Wärmekunden)
  • Vollautomatischer, zuverlässiger Betrieb

Als Ziele einer erfolgreichen Steuerung definierte Sebastian Blab die Abstimmung der Wärmeerzeuger auf den tatsächlichen Wärmebedarf, das Abfangen von Lastspitzen, das Auslö- sen von Zwangsladungen der Wärmekunden und das Erreichen kompletter Netzstillstandszeiten im Sommer zur weiteren Reduzierung der Wärmeverluste. Hinzu komme die Optimierung einzelner Wärmekunden über den PC und damit die Reduzierung der Rücklauftemperaturen und Wärmeverluste, ein hoher Komfort für den Betreiber, das Einhalten oder Übertreffen der berechneten Effizienzwerte sowie nutzbringende Erfahrungswerte für künftige Projekte.

Grundsätzlich macht, so Blab, eine Heizhaus-Steuerung dann Sinn, wenn einer oder mehrere Wärmeerzeuger geregelt oder freigegeben werden sollen, ein zentraler Pufferspeicher geladen und Puffertemperaturen überwacht werden sollen, wenn Netzpumpen und –Mischer möglichst effizient geregelt werden sollen und der Betreiber seine Wärmekunden visualisieren möchte. Zweckmäßig ist eine Heizhaus-Steuerung auch dann, wenn eine Wärmeabrechnung gemacht werden soll, ohne vor Ort die Wärmemengenzähler auslesen zu müssen und für den Betreiber Effizienz und Ökologie des Wärmenetzes im Vordergrund stehen.

Fazit: Entscheidend für den erfolgreichen Betrieb eines Nahwärmenetzes ist die Effizienz. „Qualitätsmanagement” funktioniert über Monitoring und Optimierung. Eine hohe Effizienz ist nur durch ein stimmiges Gesamtkonzept erreichbar. Effizienz in der Nahwärme heißt: Erfolgreiches Zusammenspiel von Hydraulikplanung und deren Umsetzung sowie eine intelligente Strategie zur Wärmeerzeugung und –verteilung.

 RED

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