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(GZ-14-2017)
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► Bundesverband Erneuerbare Energie:
 
Entsorgungskrise bei Bauschutt und Bodenaushub
 

„Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. begrüßt den Start des Förderprogramms für Wärmenetze. Damit bietet das Bundeswirtschaftsministerium sinnvolle zusätzliche Unterstützung für eine saubere Nah- und Fernwärmeversorgung an“, erklärt Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des BEE. 

Das neue Förderprogramm Wärmenetze setzt aus Sicht des BEE wichtige Akzente, um den Anteil Erneuerbarer Energien in der Nah- und Fernwärme zu erhöhen. So soll es, in Ergänzung zum bestehenden Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung Erneuerbarer Energien, vor allem hoch innovative Wärmelö- sungen mit einem Mindestanteil Erneuerbarer Energieträger von 50 Prozent ermöglichen. Um diese realisieren zu können, wird auch die Prüfung der Machbarkeit bezuschusst. Damit werden auch solche Wärmenetzbetreiber angesprochen, die bislang beim Einsatz Erneuerbarer Energien eher zögerlich agierten. Zudem fördert das Programm Machbarkeitsstudien. Darüber hinaus hält der BEE eine verbindliche kommunale Wärmeplanung für dringend notwendig. „Die Wärmeplanung ist das A und O für die langfristige Transformation der Wärmenetze.“

Alternativen stehe bereit

Der Dekarbonisierung und dem Ausbau von Wärmenetzen komme zukünftig eine größere Bedeutung bei der Energiewende im Wärmesektor zu. Mit lediglich rund 12 Prozent sei nicht nur der Anteil der leitungsgebundenen Wärme an der Gesamtwärmeversorgung noch zu wenig. Auch der Anteil Erneuerbarer Energien in den Wärmenetzen sei viel zu niedrig, ergänzt Uphoff. Der BEE fordert daher den zügigen Ausbau von Nahwärmenetzen auf Basis Erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung bestehender Fernwärmenetze. Mit Kraft-WärmeKopplung (KWK) auf Basis von Biomasse oder sonstigen Erneuerbaren Gasen, Industrieabwärme, sauberem Strom in Powerto-heat-Anlagen, Solarthermie und Geothermie stehen Alternativen längst bereit.

Strukturen ändern

Zudem bedürfe es weiterer verbindlicher Maßnahmen, um den Ausbau Erneuerbarer Energien im Bereich Wärme und Kälte voranzubringen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass für einen signifikanten Aufschwung Förderung allein nicht ausreiche, sondern grundlegende Strukturen geändert werden müssen, so Uphoff weiter. Noch immer werde Heizen und Kühlen zu etwa 90 Prozent von schmutzigen Brennstoffen dominiert. „Es kann nicht sein, dass in Zeiten der Erderhitzung fossil befeuerte Heizungen immer noch staatlich gefördert und fossil betriebene Wärmenetze bevorzugt werden.“

Der BEE appelliert deshalb an die Politik, den angekündigten Förderstopp für fossile Heizungen zügig umzusetzen und Erneuerbare Wärmelösungen zu stärken. Dazu sei es eine der dringendsten Aufgaben der nächsten Bundesregierung, das Gebäudeenergiegesetz nach dem Scheitern in diesem Frühsommer zügig neu auszurichten.

RED

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