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(GZ-12-2017)
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► HochwasserGesamtbetrachtung:   
 
Naabtal-Plan in Schwandorf vorgestellt
 

Scharf BGZ

Ulrike Scharf. RED

Der Freistaat hat mit dem Naabtal-Plan die erste HochwasserGesamtbetrachtung eines großen Nebenflusses der Donau vorgelegt. Denn in Zeiten des Klimawandels kommt das nächste Hochwasser mit Sicherheit. Hochwasserschutz ist deshalb eine entscheidende Zukunftsaufgabe. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf bei der Vorstellung des Hochwasserschutz-Konzeptes für das Naabtal in Schwandorf.

Scharf zufolge „hat in Bayern der Hochwasserschutz höchste Priorität. Hochwasserschutz ist mir eine Herzensangelegenheit. Die drei Säulen vorbeugender Hochwasserschutz, technischer Hochwasserschutz und allen voran die zeitnahe Warnung vor drohendem Hochwasser müssen gut aufeinander abgestimmt werden. Wir brauchen für jedes Hochwasser und für jeden Fluss maßgeschneiderte Lösungen. Denn kein Gewässer gleicht dem anderen. Wenn staatliche Vorsorge, kommunale Vorsorge und Eigenvorsorge der Bürger Hand in Hand gehen, ist das der beste Weg zum optimalen Hochwasserschutz im Naabtal.“

Das Naabtal im Landkreis Schwandorf ist stark hochwassergefährdet. In den Jahren 2002 und 2013 entging die Region knapp einer Hochwasser-Katastrophe, weil die dafür ursächlichen Regengebiete das Einzugsgebiet der Naab nur streiften. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser wären rund 13.500 Einwohner und 1.850 Arbeitsplätze gefährdet. Davor soll der Naabtal-Plan die Gemeinden schützen. 

Scharf: „Wir brauchen im Naabtal eine intensive Hochwasservorsorge. Außerdem empfehlen wir den Bürgern eine Elementarschadenversicherung, die das Restrisiko abdecken kann. Wir wollen auch hier einen Hochwasserschutz für die Menschen und mit den Kommunen.“ Das Wasserwirtschaftsamt Weiden hat für Siedlungen im Naabtal – betroffen sind Gebiete in neun Gemeinden – Lö- sungskonzepte erarbeitet. In der Planung vorgesehen sind unter anderem Geländeauffüllungen, Deiche, Hochwasserschutzwände sowie Binnenentwässerung einschließlich Pump- und Schöpfwerken. Die Kosten für die Umsetzung des Naabtal-Plans liegen nach ersten Schätzungen bei rund 75 Millionen Euro. Für die Umsetzung wird ein Zeitraum von 15 bis 20 Jahren angesetzt.

Nach dem Junihochwasser 2013 hat die Staatsregierung beschlossen, die Anstrengungen im Hochwasserschutz weiter zu intensivieren und den Schutz der Menschen in Bayern vor den Naturgewalten noch schneller zu verbessern. Das Hochwasserschutzprogramm 2020plus ist die größte wasserbauliche Infrastrukturmaßnahme Bayerns. Insgesamt werden rund 3,4 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Aktuell laufen in Bayern rund 250 Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser: vom kleinen Rückhaltebecken bis zum Großprojekt Hochwasserschutz entlang der Donau.

RED

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