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(GZ-11-2017) 
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500 Jahre Salzbergwerk Berchtesgaden

18 11 500 Jahre

V.l.: Raimund Bartl, Betriebsleiter des Salzbergwerkes, Wolfgang Rüther, Vorstand der Südwestdeutschen Salzwerke AG, Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, Ulrich Fluck, Sprecher des Vorstands der Südwestdeutsche Salzwerke AG, Staatsminister Dr. Marcel Huber, Prinz Leopold von Bayern und Ministerpräsident Horst Seehofer. Bild: Salzbergwerk Berchtesgaden

Bergfest mit Ministerpräsident Seehofer als Höhepunkt Das Salzbergwerk Berchtesgaden, eine der bedeutendsten Attraktionen Deutschlands, feiert 2017 runden Geburtstag: Gregor Rainer, Reichsprälat und Propst des Augustiner-Chorherrenstifts Berchtesgaden, gründete 1517 mit dem Anschlagen des Petersbergstollens das Salzbergwerk Berchtesgaden. Damit begann die einmalige Chronik von 500 Jahren ununterbrochenem Salzabbau in den Tiefen der bayerischen Alpen.

360.000 Gäste aus dem In-und Ausland besuchen jährlich die Attraktionen des Besucherbergwerks. Moderne audiovisuelle Darstellungen und Lasershows sowie traditionelle Bestandteile wie die Einfahrt mit der Besucher-Grubenbahn, die Bergmannsrutsche in der Salzkathedrale oder die Fahrt mit dem Floß über den unterirdischen Salzsee, machen es zu einem beliebten Ausflugsziel in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee.

Aktionen und Veranstaltungen bilden den Rahmen für das Geburtstagsjahr. Am Salzbergwerk selbst zeigen in den Monaten Juli und August 2017 sog. Deichelbohrer, wie man einst aus Baumstämmen Soleleitungen fertigte und Salzsieder sowie Schachtelmacher stellen ihr traditionelles Handwerk vor. Gäste wandern auf einem Jubiläumspfad und erfahren mehr über Gebäude und die 400-jährige Geschichte der Zunft sowie einiges über das 200-jährige Bestehen der Soleleitung Berchtesgaden-Bad Reichenhall. Während des gesamten Jahres sind zu salzrelevanten Themen wie „500 Jahre Salzbergbau“ oder „Salz und Glaube“ mehrere Sondervorträge unter Tage geplant.

Den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bildete am Pfingstmontag das traditionelle ganztä- gige Bergfest, das ganz im Zeichen der 500 Jahre Salzbergwerk stand. Kirchen- und Festzug der Bergleute mit vielen Kapellen aus der Region, der Gottesdienst in der Berchtesgadener Stiftskirche mit Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising, und der Festakt mit Bühnenprogramm sowie viel Prominenz im Berchtesgadener Kongresshaus schufen den angemessenen Rahmen für ein großes Geburtstagsfest.

Im Rahmen eines Festakts gratulierte Ministerpräsident Horst Seehofer der Südwestdeutschen Salzwerke AG zu einem „einmaligen Jubiläum“ und unterstrich die Bedeutung des Salzbergwerks für das Berchtesgadener Land und ganz Bayern: „Als ältestes aktives Bergwerk Deutschlands und Touristenmagnet ist das Salzbergwerk Berchtesgaden eine bayerische Institution. Es steht für nachhaltiges Wirtschaften, langfristiges Denken und gelebte unternehmerische Verantwortung. Im Freistaat gibt es kaum eine so gesegnete Region wie das Berchtesgadener Land mit Bilderbuchlandschaften, wo man hinsieht, Tradition, Heimatliebe und Zukunftskraft. Hier ist die Lebensqualität daheim“, betonte Seehofer.

Mit seinem Mehr an Lebensqualität und Lebenskultur, dem Zusammenhalt und den gelebten Werten, seiner wirtschaftlichen Stärke und Zukunftsfähigkeit stehe der Freistaat auch für Stabilität in einer instabilen Welt, so der Ministerpräsident. „Ein Symbol dafür, dass Bayern etwas Besonderes ist, ist auch der heutige Tag mit diesem ganz besonderen 500-jährigen Jubiläum des Salzbergwerkes Berchtesgaden“, hob Seehofer hervor.

Staatskanzleichef Marcel Huber unterstrich ebenso wie Bürgermeister Franz Rasp und Landrat Georg Grabner die „historische und wirtschaftliche Bedeutung des Salzes für die Region“. Das in Berchtesgaden geförderte und in Reichenhall verarbeitete Speisesalz sei fest verankert mit dem Berchtesgadener Land, weshalb Huber die „feste Überzeugung“ vertrat, „dass dies noch lange Bestand haben wird“.

DK

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