Aus den Kommunenzurück

(GZ-21-2016)
Aus den Kommunen
Preise der Oberfrankenstiftung 2016:
 
Verdienstvolles Wirken
 

Auch in diesem Jahr vergab die Oberfrankenstiftung für besondere Leistungen Preise in Höhe von jeweils maximal 15.000 Euro in den Kategorien „Kultur“, „Soziales“ und „Denkmalpflege“. In der Ebracher Klosterkirche laudierten die Vorsitzende des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler und Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold die Preisträger in den verschiedenen Kategorien.

Der diesjährige Kulturpreis ging an die „Internationalen Hofer Filmtage“, vertreten durch den Verein Internationale Hofer Filmtage, Cine Center e.V., und den Förderverein Freunde der Internationalen Hofer Filmtage e.V.

In ihrer Laudatio bezeichnete  Regierungspräsidentin Piwernetz die Hofer Filmtage als einen wahren kulturellen Botschafter Oberfrankens. Hof sei ein Name, der für alle, denen Film etwas bedeutet, einen guten Klang besitzt, weit über die deutschen Grenzen hinaus. „Die beinahe 50-jährige Erfolgsgeschichte der Hofer Filmtage hat einen Vater und es tut weh, dass er das Jubiläum im kommenden Jahr nicht miterleben kann - Heinz Badewitz“, so die Stiftungsratsvorsitzende.

„Zauber der Filmtage“

Bemerkenswert sei, was in Hof gelungen ist: Alle wichtigen deutschen Filmverleiher, Produzenten, Kinobesitzer, Filmförderer und Filmjournalisten kämen in die Stadt und für die jungen Filmschaffenden gelte eine Vorführung in Hof als Eingangstür in den Filmmarkt, fuhr Piwernetz fort. Dieser Zauber der Filmtage sei das Verdienst der 130 Mitglieder des Cine Center e.V. Ohne sie wäre Hof nicht ‘Home of Films’.

Hohes Engagement

Die Regierungspräsidentin würdigte zudem die Freunde der Internationalen Hofer Filmtage. Dieser Verein pflege das Erbe der Filmtage, verbreite deren Flair durch Ausstellungen und werbe finanzielle Mittel für die Durchführung der Filmtage. „Sie begleiten die Filmtage wie ein guter Freund und weisen auf die Leistungen hin, die dank bürgerschaftlichen Engagements in Hof vollbracht wurden und werden.“

Aus den Händen von Bezirkstagspräsident Dr. Günther Denzler erhielt in diesem Jahr Hans Lyer, Pfarrer der JVA Ebrach, den Sozialpreis der Oberfrankenstiftung. „In der Jugendhaftanstalt Ebrach – hinter den ehrwürdigen Mauern des ehemaligen Zisterzienserklosters - betreut Hans Lyer als Gefängnisseelsorger junge Häftlinge. Mit öffentlichkeitswirksamen Kunstprojekten gelingt es ihm immer wieder, den Blick der Bevölkerung auf die jugendlichen Straftäter zu lenken, auf ihre Gedanken und auf ihren Kampf, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden“, würdigte Denzler das Wirken des engagierten Gefängnis-Pfarrers, „der in unserer Gesellschaft einen Gedanken wachhält, der doch allzu oft untergeht: den Gedanken an die Menschen, die am Rande stehen. Sie zeigen auf, dass auch Straftäter eine zweite Chance verdient haben, auch wenn es vielleicht für viele schwer nachzuvollziehen ist.“

Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Günter Dippold hielt die Laudationes für die beiden Denkmalpflegepreise, die die Oberfrankenstiftung in diesem Jahr vergab. Mit Sinn für das Alte und Verständnis für den Bestand habe der Brite Ender Ozbek die ehemalige Loesch-Villa in Sonnefeld wieder wach geküsst, lobte Prof. Dippold in seiner Laudatio: „Er widerlegte das Vorurteil, das so viele gegenüber der Denkmalpflege hegen: dass sie nämlich teuer sei. Eben weil er schonend mit dem Bestand umging und nicht dem alten Haus seine Vorstellungen aufnötigte. Ein beträchtlicher Einsatz an Geld und an eigener Arbeitsleistung war gleichwohl erforderlich, um die Loesch-Villa wieder zu einem Schmuckstück werden zu lassen“, bemerkte Dippold. Den zweiten Denkmalpflegepreis erhielt Restaurator Uwe Franke aus Wernstein für sein Fingerspitzengefühl bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden.

 

DK

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