Aus den Kommunenzurück

(GZ-20-2016)
Aus den Kommunen
► Ansbach:
 
Mittelfränkischer Hospiztag

 

Rund 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Hospizvereine trafen sich in der Ansbacher Orangerie beim „Mittelfränkischen Hospiztag“. Über 20 Hospizvereine sind über den Regierungsbezirk verteilt. Er unterstützt die Veranstaltung organisatorisch und finanziell seit ihren Anfängen im Jahr 2001.

Hospiztag

V. l.: Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Dr. Harald Scheiber, erster Vorsitzender des Hospizvereins Ansbach, Gertrud Ströbele und Ulrich Jendrzej, Einsatzleiter beim Hospizverein Ansbach.

Mit dem Beruferadar  wollen die niederbayerischen Regionen Dingolfing-Landau, Landshut, Rottal-Inn, Straubing-Bogen und die Stadt Straubing zusammen mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und mit Unterstützung der Kreishandwerkerschaften, der Agentur für Arbeit und dem Niederbayern Forum e. V. zeigen, was die Duale Berufsausbildung alles zu bieten hat. Das Augenmerk liegt dabei einerseits mit dem Handwerk auf einem stark boomenden Wirtschaftszweig und andererseits auf dem Gesundheitssektor, der aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft ebenfalls beste Berufsaussichten bietet.

Laut Bezirkstagspräsident Richard Bartsch hat sich der Hospiztag mittlerweile zu „einem Treffen von Gleichgesinnten“ entwickelt und er freue sich ,als Pate“ dabei zu sein. Aus einer aktuellen Studie geht hervor, dass Zweidrittel der Deutschen zuhause sterben wollen. Aber nur auf 20 Prozent trifft das zu. „Hier müssen wir versuchen, Wunsch und Wirklichkeit zusammenzubekommen“, betonte Bartsch.

Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein unterstrich in seinem Vortrag, wie wichtig die Hospizarbeit ist. Er selbst sei beim Tod des eigenen Vaters vor großer Hilflosigkeit gestanden, so Beckstein. „Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement arbeiten Sie im Kernbereich der Humanität innerhalb der Gesellschaft“, sagte Beckstein in Richtung der Ehrenamtlichen.

Gertrud Ströbele ist im Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbunds zuständig für Schulungen in der Trauerbegleitung. Sie stellte klar, dass das Thema Sterben noch vor 100 Jahren einen ganz anderen Stellenwert gehabt habe wie heute. „Das Sterben war im Leben der Menschen fest verankert, sie haben sich darauf vorbereitet“, erklärte die Sozialpädagogin. So habe ihre Mutter bei der Hochzeit ein Versehbesteck geschenkt bekommen. Dazu gehörten u. a. ein Standkreuz, ein kleines Sterbekreuz, ein silbernes Tablett, kleinere Schalen und ein Tuch. Wenn der Priester zum Sterbenden kam, lag meist schon alles für den Geistlichen bereit.

Stefanie Suhr-Meyer aus Colmberg ist seit acht Jahren im Hospizverein Ansbach aktiv. Als Krankenschwester in der stationären Altenpflege hat sie bewusst ihre tägliche Arbeitszeit reduziert, um sich um Sterbende und Schwerstkranke zu kümmern. „Diese Arbeit ist zutiefst menschlich“, unterstrich Suhr-Meyer.

RED

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