Aus den Kommunenzurück

(GZ-14-2016)
Aus den Kommunen
10 Jahre „Luftmuseum” Amberg:
 
Wo Luft nicht nichts, sondern alles ist
 
Luftkunstort Amberg

Weltweit wohl einmalig: Die Oberpfälzer Stadt Amberg, seit zehn Jahren Sitz des ersten von „Luftbildhauer“ Wilhelm Koch aufgebauten „Luftmuseums“, macht aus Luft eine anziehende Werbebotschaft und wirbt als „Luftkunstort“ um Gäste.
Bild: obx-news/Uwe Moosburger

Amberg (obx) - Luft ist für den „Luftbildhauer“ Wilhelm Koch weit mehr als nur die chemische Verbindung aus knapp 80 Prozent Stickstoff, rund 20 Prozent Sauerstoff und ein paar Edelgasen. Luft ist für den Amberger Künstler der Stoff, der seinen Museumstraum beflügelt: Er ist der Initiator des weltweit wohl ersten Luftmuseums. Auf rund 650 Quadratmetern Ausstellungsfläche gibt es Originelles und Kurioses zu sehen - von der Luftdusche bis hin zur gotischen Hauskapelle mit biblischen Luftzitaten.

Jetzt ziehen die Museumsmacher nach zehn Jahren Bilanz: 80.000 Besucher ließen sich seit Eröffnung vor zehn Jahren im Juni 2006 von den luftigen Exponaten faszinieren. Mehr als 1.000 Führungen und über 70 Wechselausstellungen haben die luftige Exponate-Welt mit Leben gefüllt und mit visuellen Überraschungen belebt. Luftkünstlern aus der ganzen Welt, von Kanada bis Japan, von England bis Slowenien dient das weltweit wohl einmalige Museum regelmäßig als Forum zur Präsentation ihrer Werke. Die 150 Mitglieder des Luftmuseum-Vereins finanzieren den Museumsbetrieb im Wesentlichen mit.

Luftharfe

Drei Etagen umfasst Wilhelm Kochs einzigartige Ausstellung. Im ersten Stock erwartet der Airparc die Besucher - mit einer Luftdusche, einem fliegendem Teppich, einer Orgelsäule, einem Sechszehn-Ventiler, einem Luft-Alphabet und einer Luftharfe. Dazu kommen Exponate zum „aufblasbaren Wohnen“. Dort stellen die Amberger Luft-Fans auch Werkzeuge und Hausgeräte vor, die durch kräftiges Pusten zum Leben erweckt werden: vom aufblasbaren Eimer bis hin zum Luft-Besen.

Highlight im Jubiläumsjahr 2016 ist eine große Themenausstellung über das Schweben, die bis 18. September läuft. Unter dem Motto „Schweben - Zwischen Illusion und Präzision, Transzendenz und Transparenz“ haben Museumsmacher eine kulturgeschichtliche Themenausstellung konzipiert, die Magie und Mystik der „Schwerelosigkeit“ in den Fokus rückt.

Mit seiner Idee hat Wilhelm Koch mittlerweile einiges bewegt. Seine Heimatstadt hat die luftigen Aktivitäten und Visionen des Künstlers bereits vor Jahren aufgegriffen und wirbt heute sogar als „Luftkunstort“ um Gäste. Diesem Namen will die ostbayerische Stadt dann am 9. September bei einer großen „Luftnacht“ alle Ehre machen: Dann inszenieren verschiedene „Luftkünstler“ die gesamte Innenstadt mit ihren Kreationen.

„Viele Leute könnten sich zuerst nichts unter einem Luftmuseum vorstellen, sind dann nach dem Besuch aber begeistert“, sagt Wilhelm Koch. Sein Lebensmotto: „Luft ist nicht nichts, sondern alles“. Ihm kam die Idee zum Luftmuseum, nachdem er jahrelang das „Gummeum“, das Gummimuseum in Kallmünz, geleitet hatte. Dort beschäftigte er sich auch damit, Luft sichtbar und fass-bar zu machen und kam deshalb auf die Idee, ein Luftmuseum zu gründen, sagt Koch, der sich selbst als „Luftbildhauer“ bezeichnet.

RED

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