Aus den Kommunenzurück

(GZ-17-2016)
Aus den Kommunen
► Würzburg:
 
Kinderbetreuung wird immer flexibler
 
Kinderhaus Sonnenblume

Das städtische Kinderhaus Sonnenblume kooperiert mit IKEA. Das Möbelhaus hat zehn Belegplätze gekauft. Unternehmen arbeiten immer häufiger mit Kindergärten zusammen oder finden andere Formen der betrieblichen Kinderbetreuung.
Bild: Claudia Penning-Lother

Was braucht mein Kind? Eine große Frage, die sich Eltern in allen Lebenssituationen stellen sollten. Gerade auch wenn es um die Wahl der Betreuung der Kleinen geht. Die Möglichkeiten der Betreuung sind vielfältig. Sie umfassen Kindertagesstätte, betrieblichen Kindergarten, Tagesmutter, Kurzzeitbetreuung während der Ferien, Familiendienstleistung oder auch nur ein Spielzimmer im Betrieb, in dem Mama arbeitet. Entscheidend ist, das Richtige für das Kind zu wählen. Ein Einjähriges braucht vielleicht nicht unbedingt den Kontakt zu vielen Gleichaltrigen im Hort. Vielleicht wäre für gerade dieses Kleinkind der Nestcharakter, den eine Tagesmutter bieten kann, passender.

Mittlerweile gibt es neben den zahlreichen kommunalen, kirchlichen und freien Kindertagesstätten auch Tagesmütter und betriebliche Angebote. Die Stadt Würzburg beispielsweise bietet ihren Mitarbeitern Kinderbetreuung in Form von Kindertagespflege. Eine Erzieherin, angestellt als Tagesmutter, betreut fünf Kinder. „Wir hätten Bedarf für zehn Kinder und überlegen die Betreuung zur Großtagespflege auszubauen - wenn die Raumfrage geklärt ist“, sagt Monika Kraft, Leiterin der städtischen Fachabteilung Kindertagesbetreuung. „Vorteil der Großtagespflege wäre auch, dass Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren betreut werden können. Außerdem können freie Plätze in den Ferien anderen Mitarbeitern angeboten werden.“

Verstärkte Kontaktaufnahme mit Unternehmen

„So flexibel wie der Arbeitnehmer heute sein muss, so flexibel müssen auch Betreuungsangebote sein und damit auch Unternehmen“, fordert Monika Kraft – und tritt verstärkt mit Unternehmen in Kontakt, um diese bei der Einrichtung der Kinderbetreuung zu beraten. Die Zahl und das Alter der zu betreuenden Kinder sind ebenso ausschlaggebend wie die Art der Betreuung, der Ort, die Zeit und ob regelmäßig oder punktuell.

Regelmäßige Angebote sind beispielsweise die Betriebskindertagesstätte, eine Kooperation von mehreren Unternehmen, der Erwerb von Belegplätzen in bestehenden Kindergärten, Unterstützung von Elterninitiativen, Zusammenarbeit von Tagespflegepersonen oder Beauftragung von Familiendienstleistern. Ein rein punktuelles Angebot ist zugeschnitten auf Notfallbetreuung (Spielecke, Still- und Wickelzimmer, Eltern-Kind-Zimmer), umfasst Notfallplätze in lokalen Einrichtungen oder Angebote während der Ferienzeiten.

„Sind Unternehmen zu klein, um eine eigene Betreuungsform auf die Beine zu stellen, bietet sich der Zusammenschluss benachbarter Firmen an“, weiß Monika Kraft Rat. „Gerade für Kleinkinder und ihre Eltern bietet die betriebliche Betreuung unschätzbare Vorteile: Die Mutter ist ganz in der Nähe und kann auch mal schnell zu ihrem Kind, falls es nötig ist. Zudem weiß sie das Kind gut betreut und hat während der Arbeit den Kopf frei. Für Unternehmen bedeutet es, die Mutter vielleicht schon wieder nach einem halben Jahr nach der Geburt in den Arbeitsablauf integrieren zu können. Dazu braucht es natürlich flexible Arbeitszeitmodelle und die Flexibilität in den Köpfen der Menschen.“

Die Stadt Würzburg ist seit 2006 Mitglied im Bündnis Familie und Arbeit, das für neue Ideen und Projekte familienbewusster Arbeitswelt sowie deren praktische Umsetzung steht. Ziel des Bündnisses ist es, Familienfreundlichkeit in der Region Würzburg als feste Größe zu verankern und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf positiv zu beeinflussen. Unternehmen oder Eltern, die auch Rat hinsichtlich betrieblichen Betreuungsangeboten von Kindern suchen, können sich gerne melden unter kinderbetreuung@stadt.wuerzburg.de

RED

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