Aus den Kommunenzurück

(GZ-8-2016)
Aus den Kommunen
► Franken:
 
Start ins neue Karpfenjahr
 

Karpfenbesatz in Mittelfranken mit viel Prominenz.

Karpfensaison

Beim offiziellen Karpfenbesatz (v. l.): Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Weinkönigin Christina Schneider, Karpfenkönigin Katrin Uano, MdL Hans Herold, MdEP Albert Deß, Günter Gabsteiger, Staatsminister Dr. Markus Söder, Fürths Landrat Matthias Dießl und Bezirksrat Marco Kistner.

Hirschneuses in Mittelfranken. „Franken, Karpfen und Wein sind untrennbar miteinander verbunden“, so Staatsminister Dr. Markus Söder beim offiziellen Start für den Karpfenbesatz 2016 durch den Verband Bayerischer Berufsfischer (VBB), den Fisch-erzeugerring Mittelfranken und der Teichgenossenschaft Fürth.

In einer launigen Rede fand er eine Gemeinsamkeit der Karpfen mit den Franken an sich, nämlich die auch nach außen dargestellte Gelassenheit. Schirmherr Söder: „Franken bekennen sich auch beim Essen zu ihren Traditionen und Eigenheiten“, und angesichts immer neuer Speisenkreationen komme man hier automatisch immer wieder zu Fränkischem zurück, wo es „zwar nicht das gesündeste, aber das beste Essen der Welt gibt“.

„Wir wissen halt, was gut ist“, meinte auch der Vizepräsident des VBB, der ehemalige Landtagsabgeordnete Günter Gabsteiger aus Cadolzburg. Gerade angesichts der „größten Feinde der Karpfen“, er nannte Kormorane, Reiher und Biber, sei die Unterstützung durch die Politik weiterhin notwendig. Gabsteiger fungiere als Organisator, Moderator und damit und „auch als bewährter Zeremonienmeister“, meinte Staatsminister Dr. Söder. Er erinnerte auch daran, dass er in seiner Zeit als Umweltminister den Abschuss von Kormoranen begrenzt zugelassen habe. Der Schutz der Vögel auf der einen Seite und Nutzen für die Menschen sowie Ertrag der Fischerei auf der anderen müsse in einem angemessenen und vernünftigen Verhältnis gesehen werden.

Kombination Karpfen und Wein: Ein echtes Traumpaar

„Ein gutes Karpfenjahr“ wünschte auch Albert Deß. Der bayerische VBB-Präsident sagte in seiner Eigenschaft als Abgeordneter im Europäischen Parlament die Fortführung der Hilfe aus Brüssel zu. „Möge angesichts vieler Feinde der größte Teil der eingesetzten Karpfen auch wieder zum Verzehr herauskommen“. Unterstützung bekommen die Fischererzeuger auch künftig vom Bezirkstag. „Die Zuschüsse sind sicher“, meinte Mit-Schirmherr Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und nannte die Kombination Karpfen und Wein ein „echtes Traumpaar“. Und so wünschte sich auch Bezirksrat Marco Kistner als Vorsitzender der Teichgenossenschaft Fürth, dass es in den Monaten mit „R“ wieder genügend Karpfen geben möge. Bei der Gelegenheit wurde daran erinnert, dass es auch andere „Verzehrmonate“ gibt, zum Beispiel für die Lebkuchen und den Spargel.

Musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Fürth mit dem Hubertusmarsch und dem Fürther Jägergruß konnte Gabsteiger aus einer ellenlangen Liste von Ehrengästen Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Verwaltung begrüßen. Unter anderem wurden genannt die Landtagsabgeordneten Petra Guttenberger und Hans Herold, Vize-Polizeipräsident Roman Fertinger, der ehemalige Landtagsabgeordnete und Präsident des Fischereiverbandes Mittelfranken, Friedrich Loscher-Frühwald, die Zweite Bürgermeisterin Claudia Wust der gastgebenden Marktgemeinde Neuhof a.d. Zenn, die Bezirksräte Michael Maderer, Marco Kistner, Ernst Schuster und Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer.

Ferner trugen zum abwechslungsreichen und ansprechenden Rahmenprogramm bei: Die Fränkische Weinkönigin Christina Schneider, die Karpfenkönigin Kathrin Uano, Dekan André Hermany aus Cadolzburg sowie die Vizevorsitzende des Deutschen Falknerordens, Elisabeth Leix. Und mit der bulgarischen Generalkonsulin Antoaneta Baycheva sowie dem Generalkonsul der russischen Föderation, Sergey Pavlovitsch Ganzha, konnte Gabsteiger auch ausländische Gäste begrüßen.

Bevor es zum eigentlichen Besatz ging, segnete Dekan Hermany die junge Brut und bat auch bei der Aufzucht darum, das Gottvertrauen nicht zu vergessen. Während anderswo Wasser in den Wein geschüttet wird, war das in Hirschneuses umgekehrt: Dekan Hermany weihte den Besatz, assistiert von Weinkönigin Christina, mit einem guten Schuss Silvaner. Fachleute versicherten aber, dass das kein neues Rezept für „Karpfen blau“ sei.

PMW

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