Aus den Kommunenzurück

(GZ-11-2019)
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► Landkreis Ebersberg:

 

Leuchtturmprojekt für die Energiewende in Moosach

Projektabschluss für innovatives Nahwärmenetz

 

Gemeinsam mit der Naturstrom AG errichtete die oberbayerische Gemeinde eine moderne, umweltfreundliche Nahwärmeversorgung, basierend auf einer Solarthermie-Freiflächenanlage und Holzhackschnitzeln aus der Region. Bei einem Festakt mit Politikprominenz, Projektbeteiligten und zahlreich geladenen Ehrengästen wurden nunmehr der Projektabschluss und die Inbetriebnahme der Energiezentrale gefeiert. Auch gab es Gelegenheit, das Heizwerk zu besichtigen.

v.l.: Eugen Gillhuber (1. Bürgermeister Moosach), Robert Niedergesäß (Landrat Ebersberg), Ursula Mesch (Amt für ländliche Entwicklung), Willi Mirus (Nahwärmebeauftragter und zweiter Bürgermeister), Hans Gröbmayr (Klimaschutzbeauftragter/REGE eG), Iris Kneißl und Thilo Jungkunz (Naturstrom AG), Wolfgang Poschenrieder (REGE eG). Bild: Naturstrom AG
v.l.: Eugen Gillhuber (1. Bürgermeister Moosach), Robert Niedergesäß (Landrat Ebersberg), Ursula Mesch (Amt für ländliche Entwicklung), Willi Mirus (Nahwärmebeauftragter und zweiter Bürgermeister), Hans Gröbmayr (Klimaschutzbeauftragter/REGE eG), Iris Kneißl und Thilo Jungkunz (Naturstrom AG), Wolfgang Poschenrieder (REGE eG). Bild: Naturstrom AG

Wie verlautete, wird die über 1.000 qm große Solarthermie-Freiflächenanlage besonders im Sommer einen wichtigen Beitrag für die Wärmeversorgung des gut 1.500 Einwohner zählenden Ortes leisten und den Holzeinsatz in der Energiezentrale signifikant reduzieren.

Innovative Nahwärmeversorgung

Errichtet und betrieben wird die Anlage als erste innovative Nahwärmeversorgung dieser Art in Südbayern von der Naturstrom AG – in engem Verbund mit dem Klimaschutzmanager des Landkreises Hans Gröbmayr und der Gemeinde Moosach, in deren Händen das Leitungsnetz liegt. Die lokal aktive Genossenschaft Regenerative Energie Ebersberg eG (REGE eG) fungiert als Servicepartner der Betreibergesellschaft und ist für Wärmekunden der regionale Ansprechpartner.

Kombination aus Pufferspeicher und Biomasse

Zwischengespeichert wird die Wärme in einem 100 m³ großen Pufferspeicher. Bei Mehrbedarf sowie in den Wintermonaten können drei Biomassekessel mit insgesamt 1.450 kW Leistung bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Die Kombination dieser Techniken speist das 4,4 Kilometer lange Leitungsnetz mit erneuerbarer Wärme.

Als Brennstoff für die Biomassekessel kommen Hackschnitzel aus der Region zum Einsatz. Um die Wertschöpfung vor Ort zu halten, stellt die Betreibergesellschaft durch Rahmenverträge mit lokalen Lieferanten sicher, dass der Brennstoff aus einer Entfernung von maximal 40 Kilometern kommt.

Wertschöpfung vor Ort

Gemeinsam werden Solarthermieanlage, Biomassekessel und Pufferspeicher den Wärmebedarf von etwa 2,25 Millionen Kilowattstunden decken können. Insgesamt werden an das Nahwärmenetz in Moosach 70 Haushalte angeschlossen. Klimafreundlicher Beitrag zur Energiewende

„Mit der Kombination von Solarthermie und einem Heizkraftwerk schafft die Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern einen klimafreundlichen Beitrag zur Energiewende“, betonte Willi Mirus, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Moosach. Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg, sprach wiederum von einem „Leuchtturmprojekt für die Energiewende im Landkreis“.

„Ohne Naturstrom als starker Partner, dem Nahwärmebeauftragten Willi Mirus sowie Bürgerinnen und Bürger, die ihre Gebäude mit regenerativer Wärme aus der Region versorgen möchten, wäre eine erfolgreiche Umsetzung nicht möglich gewesen.“

DK

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