Aus den Kommunenzurück

(GZ-8-2019)
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► Kommunaler Wohnungsbau:

 

Passgenaue Kombination für Bad Rodach

KommWFP bietet Staatlichen Zuschuss plus langfristiges Förderdarlehen der BayernLabo

 

Die Stadt Bad Rodach, begleitet von der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Coburg, investiert 4,68 Millionen Euro und baut moderne und bezahlbare Wohnungen. Auf der Baustelle in der Max-Roesler-Straße in Bad Rodach im Coburger Land geht es geschäftig zu. Schließlich sollen die geplanten 18 Neubauwohnungen schon im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Alle Wohnungen werden barrierefrei, eine Zweizimmerwohnung im Erdgeschoss zusätzlich rollstuhlgerecht, gebaut. Die Wohnungsgrößen bewegen sich zwischen 55 und 90 Quadratmeter, es entsteht ein dreigeschossiger Bau mit Unterkellerung.

Von links: Kämmerer Michael Fischer, Architekt Martin Göhring, Bauleiter Marco Zellin, WBG-Geschäftfsührer Dr. Rainer Mayerbacher, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, stv. Landrat Rainer Mattern und Bürgermeister Tobias Ehrlicher
Von links: Kämmerer Michael Fischer, Architekt Martin Göhring, Bauleiter Marco Zellin, WBG-Geschäftfsührer Dr. Rainer Mayerbacher, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, stv. Landrat Rainer Mattern und Bürgermeister Tobias Ehrlicher

Bürgermeister Tobias Ehrlicher ist beim symbolischen Spatentisch sichtlich stolz auf die städtebauliche Entwicklung und Schaffung von neuem und vor allem auch barrierefreiem Wohnraum. Schließlich ist der Bedarf an modernen und zugleich bezahlbaren Wohnungen nicht nur in Metropolregionen und Großstädten hoch, sondern auch in kleineren Städten und Gemeinden. Und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich diese als Bauherr für die Schaffung von Wohnraum engagieren.

Bad Rodach hingegen hat das Heft in die Hand genommen. „Bezahlbares Wohnen gehört zu unseren Hauptanliegen. Daher haben wir uns entschieden, selbst als Bauherr aufzutreten um so mehr Wohnraum zu schaffen, der zudem barrierefrei konzipiert ist.“

Günstige Konditionen

Die Stadt Bad Rodach nutzt für den Neubau ein städtisches Grundstück, auf dem zuvor drei Gebäude standen. Zur Finanzierung hat der Stadt das „Kommunale Wohnraumförderprogramm“ (KommWFP) des Freistaats in die Karten gespielt: 30 Prozent Zuschuss des Freistaats, 60 Prozent Darlehen der BayernLabo zu günstigen Konditionen und nur zehn Prozent Eigenanteil machten die Entscheidungen pro Wohnungsbau leichter.

Überschaubare Belastung

Bad Rodachs Kämmerer Michael Fischer gelang es so, das millionenschwere Projekt im Haushalt darzustellen. „Dadurch, dass sich sowohl der 30-prozentige Zuschuss als auch das 60-prozentige Darlehen auf die gesamten Investitionskosten inklusive Grundstück beziehen, bleibt die Liquiditätsbelastung trotz der außerordentlich günstigen Mieten überschaubar“, erklärt der Kämmerer.

Spezialität des KommWFP

Wolfgang Schmidt, Leiter der Abteilung Kommunalkredit Bayern der BayernLabo, der das Programm von der Bankseite mit seinem Team in der BayernLabo betreut, erklärt: „Das ist eine Spezialität des KommWFP, das für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum exklusiv bayerischen Gemeinden und Zweckverbänden mit gemeindlichen Mitgliedern zur Verfügung steht“.

Verlängerung bis 2025

Erfreulicherweise ist das ursprünglich bis 2019 befristete Programm im Rahmen der Wohnungsbauoffensive des Freistaats Bayern bis 2025 verlängert worden. Dafür werden in den Jahren 2019 bis 2025 mindestens 1,05 Milliarden Euro eingesetzt. So können Kommunen auch bei längeren Planungs- und Diskussionsprozessen weiterhin von der Förderung profitieren.

In-House Unternehmen

Aber auch über die Finanzierung hinaus fordert ein Wohnungsbauprojekt in dieser Größenordnung die kommunale Bauverwaltung in erheblichem Maße. Die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Coburg unterstützt die Stadt bei der Planung, Erstellung aber auch später in Betrieb und Verwaltung, und dies förderunschädlich. „Die Ausgestaltung als In-House Unternehmen hat uns dabei die Sache erheblich erleichtert“, erklärt Ehrlicher. „Unsere bisherigen Erfahrungen haben uns bestärkt, dass wir mit dem KommWFP den richtigen Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum in Bad Rodach eingeschlagen haben.“

 

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