Aus den Kommunenzurück

(GZ-19-2018)
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► Gemeinde Seehausen:

 

Wo findet Klimaschutz statt?

 

Die Gemeinde Seehausen setzt bereits seit zehn Jahren auf regenerative Wärme.

Dieser Frage gingen das Kompetenzzentrum Energie der Energiewende Oberland (EWO) und die Gemeinde Seehausen vergangenen Donnerstag nach. Zum Anlass nahm Andreas Scharli, Energiemanager der EWO die „Bayerische Klimawoche 2018“, zu der er jedes Jahr Vorzeigeprojekte der Region vorstellt.

Bürgermeister Markus Hörmann, Gemeinderätin Christine Bartl, Stephan Gampe vom Forstamt Murnau und Christiane Regauer (EWO)
Bürgermeister Markus Hörmann, Gemeinderätin Christine Bartl, Stephan Gampe vom Forstamt Murnau und Christiane Regauer (EWO)

Einen Meilenstein in Sachen Energiewende und Klimaschutz beschritt die Gemeinde Seehausen bereits im Jahr 2008, als sie eine zentrale Hackschnitzelheizung errichtete. Seit mittlerweile zehn Jahren wird so regenerative Wärme für die gemeindeeigenen Gebäude sowie ein benachbartes Wohn- und Geschäftshaus erzeugt.

121 Tonnen CO2 kann die Gemeinde Seehausen damit jährlich einsparen. Dass Klimaschutz nicht immer leicht ist, bestätigt Bürgermeister Markus Hörmann. Vor allem, weil die Technologie zur Zeit der Erbauung der Heizanlage noch relativ neu war, hätten sie noch immer mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, die bei moderneren An-
lagen bereits ausgemerzt sind. Auch der Wärmepreis sei ein Problem, da er mit dem billigen Erdgas nicht konkurrieren kann.

Kooperationen mit Forstwirten und Gemeinden

Auf die Frage zur Holzverfügbarkeit aus der Region betonte Stephan Gampe vom Forstamt Murnau die Notwendigkeit zur Kooperation mit den Forstwirten und anderen Gemeinden in der Region – anders als in anderen Kommunen im Oberland betrage die Waldfläche mit 190°ha auf Seehauser Flur nur ca. 12% der Gemeindefläche, was bei Weitem nicht ausreichen würde um die Gemeinde alleine mit Wärme zu versorgen. Mit einem landkreisweiten Waldanteil von 50,5 % steht jedoch in der Region auch langfristig ausreichend Energieholz zur Verfügung, sodass ein Zubau weiterer Hackschnitzelheizungen wünschenswert ist.

Energiecoaching Plus der Energiewende Oberland

Die Gemeinde Seehausen wird derzeit im Rahmen des von der bayerischen Staatsregierung geförderten Projekts „Energiecoaching Plus“ von der EWO in Sachen Energiemanagement und Energieeinsparung unterstützt. In diesem Zusammenhang stellte Christiane Regauer, Projektmitarbeiterin bei der EWO, die Möglichkeit einer PV-Anlage auf dem Süddach der Grundschule vor und betonte, dass nicht nur durch die Digitalisierung des Schulalltags und dem damit verbundenen Anstieg des Strombedarfs eine PV-Anlage auch wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Bei einem Eigenverbrauchsanteil von über 40 % würden so weitere 6,5 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden können. Auch die Errichtung einer Ladesäule für Elektrofahrräder, an welcher die Lehrerinnen und Lehrer während des Unterrichts ihre E-Bikes aufladen könnten wäre eine denkbare Idee.

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