Aus den Kommunenzurück

(GZ-1/2-2017) 
Aus den Kommunen

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Intensives Jahr zwischen Extremen

 

Im Rahmen der Jahresschluss-Sitzung des Passauer Kreistages hielt Landrat Franz Meyer traditionell Rückschau auf bewegende Momente des Jahres 2017. Sein Jahresüberblick zeigte „die enorme Bandbreite unserer Aufgabenstellungen“. Dabei sei „das gemeinsame Ringen um die besten Lösungen eines der Erfolgsrezepte des Passauer Landes“, hob Meyer hervor. 

Anlass zum Feiern gab es am Gymnasium Untergriesbach mit dem Spatenstich zu einem der größten Schulsanierungsprojekte der Landkreis-Geschichte. 22 Millionen Euro werden in den Schulstandort investiert, wobei die Fördersumme 59 % beträgt. Die Sanierung des Funktionstraktes für Biologie, Physik und Chemie kostet anstelle der 2015 kalkulierten 7 Millionen Euro lediglich 6,5 Millionen Euro. Trotz einer europaweiten Ausschreibung für die 25 Gewerke stammen zwölf Firmen aus dem Landkreis Passau und vier aus dem Landkreis Freyung-Grafenau. Der erste Bauabschnitt kostet 6,5 Millionen Euro und soll Anfang 2019 fertig gestellt werden, woraufhin die Generalsanierung des Zentraltraktes mit geplanten 15 Millionen Euro Gesamtkosten beginnt.

Als zentrales Ereignis des zu Ende gegangenen Jahres bezeichnete Meyer „die wohl größte Sturmkatastrophe, die unsere Wälder und Siedlungen bislang heimsuchte“. Die Sturmnacht im August hinterließ über 3.000 Hektar völlige Kahlfläche in einem Gesamtschadensgebiet, das ein Drittel der Waldfläche im Landkreis umfasst – Dimensionen, die bislang unbekannt waren. „Auch wenn staatliche Hilfen ebenso schnell zugesagt wie dann auch geleistet wurden: Über Generationen aufgebautes Kapital, die sprichwörtliche Sparkasse unserer Waldbauern, ist verschwunden. Erst in 70 bis 100 Jahren werden wir uns davon erholt haben“, betonte der Landrat.

In punkto Verkehrssicherheit geht der Landkreis Passau konsequent den Weg weiter, Unfallschwerpunkte zu entschärfen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Exemplarisch nannte Meyer den Kreisverkehr für die Kreuzung im Bereich Parzham. Als zentrales Zukunftsprojekt bezeichnete er den Baubeginn der Umfahrung von Vilshofen an der Donau.

Innovationen sind etwas für Mutige. Keine Erfolgsgarantie habe es daher für das Pilotprojekt einer Wohnungsbörse u.a. für anerkannte Asylbewerber gegeben. „Aber wir lagen mit unserem Konzept genau richtig“, erklärte der Landkreischef. „Die hervorragenden Vermittlungszahlen geben uns Recht und 2017 wurden wir dafür vom Sozialministerium ausgezeichnet.“

Die Integration der anerkannten Flüchtlinge war bereits ein zentrales Thema des Jahres 2017 und werde es auch bleiben. „Ich wünsche mir, dass dies für die Menschen gelingt, die zu Recht bei uns Schutz und eine Bleibe suchen“, machte Meyer deutlich.

Mit Blick auf den Öffentlichen Personennahverkehr meinte der Landrat: „Unsere ÖPNV-Offensive hat uns auf diesem Gebiet zu einem der leistungsstärksten Flächenlandkreise im Freistaat gemacht. Nun gilt es, in Zukunft auch die Gesamtintegration u.a. mit dem Nachbarlandkreis Freyung-Grafenau und der Stadt Passau auf den Weg zu bringen. Ein sehr guter Anfang ist mit dem gemeinsamen ÖPNV-Gespräch bereits gemacht. Und mit der laufenden Konzeption des Bayerwaldtarifs sind wir hier als Region schon sehr weit.“

Wenn es um die Zukunftsfähigkeit der Heimat geht, ist die Gesundheitsversorgung ein zentrales Thema. „Als ‚Gesundheitsregion plus‘ haben wir hier die Instrumente, alle Akteure einzubinden und deutlich zu machen, was der ländliche Raum braucht“, stellte Franz Meyer fest. Die Landkreis-Gesundheitseinrichtungen mit den Standorten Vilshofen, Rotthalmünster, Wegscheid und Bad Füssing leisteten hier einen großartigen Beitrag. Angesichts immer neuer und schwierigerer Rahmenbedingungen – ob aufgrund staatlicher Regelungen oder wegen des Fachkräftemangels – werde auch der Landkreis immer wieder neu gefordert sein, seine Gesundheitseinrichtungen zu sichern und zu stärken.

Sichern und stärken – diese Maxime kennzeichnen auch das weitere Engagement des Landkreises Passau für den Breitbandausbau und die Weiterentwicklung des Dreistandortkonzeptes der Landkreis-Verwaltung. Hinzu kommen die Wirtschaftsförderung, der Tourismus und die weitere Profilierung als Kulturlandkreis – um nur einige Beispiele zu nennen, wie Landrat Meyer verdeutlichte. 

DK

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