Aus den Kommunenzurück

(GZ-22-2017) 
Aus den Kommunen

 ► 5. Bayerisches BreitbandForum in Essenbach:

 

Wegmarken für die Zukunft

 

GZ 22 2017 BBF

Zahlreiche Besucher aus Bayerns Kommunen und Behörden nutzten während des 5. Bayerischen BreitbandForums in Essenbach die Gelegenheit zum intensiven Fachaustausch. Bild: Jessica Kassner

Leistungsfähige Breitbandnetze sind zum schnellen Informations und Wissensaustausch unbedingte Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und die positive Entwicklung von Kommunen und Regionen. Über neue technische Errungenschaften, Förderprogramme und Kooperationsmöglichkeiten informierte das 5. Bayerische BreitbandForum in Essenbach, Landkreis Landshut. Damit schuf die Bayerische GemeindeZeitung erneut eine Plattform, über die wertvolle Kontakte zu Dienstleistern, Finanzpartnern und Netzbetreibern ermöglicht wurden. 

Insgesamt folgten rund 250 Teilnehmer aus den bayerischen Kommunen und von branchenrelevanten Unternehmen der GZ-Einladung. Das Forum konnte zudem 25 Partner bzw. qualitativ herausragende Aussteller für sich gewinnen.

Hochkarätige Referenten

Die hochkarätigen Referenten Rolf-Peter Scharfe/Vodafone GmbH, Daniel Öfele/Esri Deutschland GmbH, Dr. Henrik Bremer/Wirtschaftsrat Recht, Falk Wagner/ LASER COMPONENTS GmbH, Julian Behnen/ MRK Media AG, Karsten Micke/ hotplots GmbH, Andreas Weber/ REHAU AG+Co, Markus Kopp/ SPIE SAG GmbH, Udo Harbers/ Telekom Deutschland GmbH, Dr. Johannes Böhm/amplus AG, Dr. Julia Müller, Andreas Lange und Roland Werb/Rödl & Partner & Corwese GmbH sowie Bernd Geisler/Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat boten den Besuchern wegweisende Entscheidungshilfen bei ihren individuellen Fragen.

Wie Landshuts Landrat Peter Dreier in seinem Grußwort darlegte, stießen wegen des massiven Ausbaus in Bayern sowohl Netzbetreiber als auch Kommunen zusehends an die Grenzen ihrer Planungs- und Baukapazitäten. Dies führe zu Planungsfehlern und erheblichen Terminverschiebungen. Deshalb wäre es aus seiner Sicht für alle Akteure von Vorteil, wenn das Bayerische Förderprogramm über das Jahr 2018 hinaus verlängert würde, damit die Breitbandversorgung in Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt fertig gestellt werden kann.

Ausbau läuft auf Hochtouren

Regierungsdirektor Bernd Geisler vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat verwies darauf, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern auf Hochtouren läuft. 1.994 bayerische Kommunen (97 %) seien bereits in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1.644 Kommunen starteten mit einer Gesamtfördersumme von 688 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten würden über 35.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Damit könnten künftig über 670.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, vor allem im ländlichen Raum. 77.000 Haushalte erhielten einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude. 650.000 Haushalte profitieren von höheren Bandbreiten. Ab sofort könne die moderne Vectoring-Technologie auch in den geförderten bayerischen Breitbandnetzen eingesetzt werden, betonte Geisler. Die EUKommission habe die auch von Bayern beantragte Genehmigung erteilt. Vectoring ermögliche es, Übertragungsgeschwindigkeiten durch den Einsatz spezieller Software zu verdoppeln. Insgesamt könnten ca. 650.000 Haushalte im Freistaat von höheren Bandbreiten profitieren.

Zum 1. Juli 2017 startete der sog. Höfebonus – ein Programm, mit dem vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit schnellem Internet erschlossen werden sollen. Für den „Höfebonus“ werden laut Geisler bayernweit rund 400 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung stehen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt, der Fördersatz wird auf 80 Prozent angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 Prozent behalten diesen. Damit können künftig auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. In Ausgabe 24/2017 der Bayerischen GemeindeZeitung (E-Termin: 21. Dezember) wird eine Sonderdokumentation der Veranstaltung veröffentlicht. Unter https://www.bayerisches-breitbandforum.de stehen die bereits freigegebenen Vorträge zum Download bereit. 

DK

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