Aus den Kommunenzurück

(GZ-15/16-2017) 
Aus den Kommunen
 Richtfest in Bamberg:
 
Baufortschritt am Michaelsberg
 

Kloster Michelsberg

Eingerahmt von den beiden Zimmerleuten zeigt unser Bild von links: OB Andreas Starke, Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, Erzbischof Ludwig Schick und Andreas Schwarz, MdB

Eines der größten Gerüste, das jemals in Bamberg aufgebaut wurde, steht derzeit am Michaelsberg. Nicht nur die komplette Michaelskirche ist derzeit sowohl außen als auch innen völlig eingerüstet, sondern nahezu alle Fassaden der stadtbildprägenden Klosteranlage. Die Gesamtinstandsetzung der Klosteranlage St. Michael ist die Herausforderung der kommenden Jahre. Als Kostenvolumen werden derzeit rund 50 Mio. Euro angenommen. Im Beisein von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und Erzbischof Ludwig Schick wurde jetzt Richtfest gefeiert.

Oberbürgermeister Andreas Starke sprach den Verantwortlichen für das Jahrhundertbauprojekt größten Respekt aus: „Nicht nur die Arbeiten am Kirchendach und den Kirchtürmen hoch über Bamberg verlangen eine große Portion Mut. Zeitgleich die Sanierung der Kirche zu starten, umfangreiche Fassadensanierungen durchzuführen und noch ein Infozentrum mit Stiftsladen in Angriff zu nehmen, verlangt den Verantwortlichen ebenfalls ein größtes Maß an Sachverstand und Beherztheit ab.“

Die ehemalige Klosteranlage wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus – Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP)“ restauriert. Sie gilt als eines der Wahrzeichen der dem UNESCO-Welterbe zugehörigen Altstadt Bamberg. Für die Pflege und den Erhalt des Gebäudeensembles ist die Bürgerspitalstiftung Bamberg als Eigentümerin verantwortlich.

Der erste Bauabschnitt, die Instandsetzung der ca. 2800 m² umfassenden Fassadenfläche von Brauerei- und Pfortenflügel ist beinahe abgeschlossen. Neben den eigentlichen Natursteinarbeiten und der Instandsetzung von rund 240 Fenstern, standen dort notwendige Arbeiten an den Dachflächen und die partielle Ertüchtigung der Entwässerung an. In wenigen Tagen soll das Gerüst dort abgebaut werden. Am Kanzleiflügel, an der Neuen Abtei und an Teilen des Konventbaus haben bereits die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts begonnen, hierbei werden weitere 2.400 m² Natursteinfläche instandgesetzt. Mit dem dritten Bauabschnitt an den Fassaden im Innenhof des Konventbaus und im Konventgarten (rund 2.700 m²), soll bis Ende 2018 die gesamte Maßnahme fertig gestellt sein. Die dann rund 7900 m² Fassadenfläche entsprechen nahezu zwei Fußballfeldern.

Zeitgleich mit der Fassadensanierung hat die statische Instandsetzung der ehemaligen Abteikirche begonnen. Die im Herbst 2015 eingebaute Sicherungsmaßnahme, die wie ein Korsett die Mauern des Langhauses zusammenklammert, hat die geplante und erhoffte „Beruhigung“ der Rissbewegungen erwirkt. Bis Ende 2018 werden alle Bauteile eingerüstet, alle Dachtragwerke instandgesetzt sowie Fassaden, Gewölbe und Mauerwerk statisch gesichert. Zudem werden baubegleitende Natursteinarbeiten, partielle Instandsetzung der Entwässerung, restauratorische Sicherungen sowie umfassende Schutzmaßnahmen der wertvollen Ausstattung erfolgen.

Nach der Wiederherstellung eines stabilen statischen Systems der Kirche sollten in weiteren, noch zu planenden Bauabschnitten alle Fassaden, die gesamte Entwässerung, die Raumschale mit Gewölben, die Ausstattung und Orgel sowie alle Außenanlagen bearbeitet werden. Für St. Michael besteht der Wunsch, diese zum 1000-jährigen Jubiläum 2021 der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen zu können.

RED

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