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Stark für den Beruf, im Wissen und als Person |
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Dienstag, 21. Juli 2009 |
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Liebe Leserinnen und Leser,
ein modernes und zukunftsorientiertes Bildungswesen ist von zentraler Bedeutung für die örtliche Struktur- und Wirtschaftsentwicklung. Unser bayerisches 3-gliedriges Schulsystem bietet dabei die besten Voraussetzungen und fördert jeden Schüler entsprechend seiner Fähigkeiten und Bedürfnisse. Kritik gab es in der Vergangenheit aber immer wieder an Struktur und Positionierung unserer Hauptschulen.
In vielen Diskussionen wurde diese Schulform bereits als „Restschule“ abgestempelt. Gerade im ländlichen Raum sind Schulstandorte reduziert worden, in vielen Kommunen droht der Verlust der bildungspolitischen Infrastruktur. Die jetzt angestoßene Umstrukturierung der Hauptschule zur neuen bayerischen Mittelschule bietet hier viele neue Chancen: Für unsere Schülerinnen und Schüler genauso wie für unsere Kommunen in Bayern.
Die drei Säulen des neuen Modells lauten: Stark für den Beruf, stark im Wissen, stark als Person. Damit bleiben der hohe Praxisbezug und die ausgeprägte Berufsorientierung wesentliche Kernbausteine der Schulform. Eine Hauptschule kann dann zur Mittelschule werden, wenn die drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales angeboten werden, ein Ganztagsangebot existiert, mit der regionalen Wirtschaft, den Berufsschulen und der Arbeitsagentur kooperiert wird, ein mittlerer Bildungsabschluss möglich ist, die Schüler individuell gefördert werden und Jugendsozialarbeiter bzw. Förderlehrer im Einsatz sind. Weil diese Voraussetzungen nicht von allen Schulen erfüllt werden, besteht die Möglichkeit zur Bildung von Schulverbünden, in denen dann auch kleinere Hauptschulen Zukunft haben. Der Freistaat Bayern investiert jährlich zusätzlich 6 Millionen Euro in die bayerische Mittelschule.
In diesem Konzept der neuen bayerischen Mittelschule sehe ich eine große Chance für unsere Kommunen. Nur mit dieser Schulform können wir Standorte im ländlichen Raum erhalten und für die Zukunft sichern. Wir können unseren Kindern damit weiterhin wohnortnahe Schulen anbieten, wir können neue kommunale Kooperationsformen zwischen Wirtschaft und Schulen initiieren und wir können den Standortfaktor „Bildung“ vor Ort erhalten.
Das Kultusministerium will die Reform der Hauptschule eng mit den bayerischen Kommunen abstimmen. In mehreren Phasen werden die Verantwortungsträger in Entscheidungen eingebunden, Dialogforen sollen die Gestaltung des örtlichen Bildungsangebots erörtern und eine transparente Entscheidung wird frühestens zum Schuljahr 2010/2011 getroffen. Alle Kommunalpolitiker sind jetzt dazu aufgerufen, sich an der Fortentwicklung unseres Schulsystems zu beteiligen und die individuellen Chancen für die jeweiligen Schulstandorte zu nutzen! (GZ-14-09)
Herzliche Grüße
Ihr Stefan Rößle
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