Flächendeckende Breitbandversorgung
Freitag, 13. April 2012

„Leistungsfähige Breitbandnetze sind für die Attraktivität als Wirtschaftsstandort und Wohnort von entscheidender Bedeutung“, so der Präsident des Bayerischen Landkreistags Dr. Jakob Kreidl bei einer Veranstaltung des Presseclubs Regensburg.


Der Präsident verlangte daher, dass im ländlichen Raum zeitnah die Netze der nächsten Generation geschaffen werden, die den uneingeschränkten Zugang zu Diensten und Dienstanbietern ermöglichen. „Ohne leistungsfähige Breitbandnetze und Datenautobahnen mit „Ferrari-Geschwindigkeit“ wird der ländliche Raum seine Wirtschaftskraft und seine Arbeitsplätze verlieren. Ich fordere daher, dass Glasfasernetze nicht nur den Ballungszentren vorbehalten sein dürfen.“ In der LTE-Mobilfunktechnik sieht der Miesbacher Landrat nur eine Ergänzung und nicht den Standard für die flächendeckende Versorgung des ländlichen Raums mit leistungsfähigen Breitbandnetzen.

Das ehrgeizige Breitbandversorgungsziel der EU sieht vor, dass im Jahr 2020 alle Bürger über eine Breitbandversorgung mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 30 Mbit/s verfügen. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sieht gar eine flächendeckende Verfügbarkeit einer Bandbreite von 50 Mbit/s vor. Um dieses Ziel zu erreichen, sind gewaltige Anstrengungen von EU, Bund, Ländern und Kommunen erforderlich, zumal das 2008 gestartete Breitbandförderprogramm des Freistaats Bayern, das eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Breitband mit mind. 1 Mbit/s vorsah, Ende 2011 ausgelaufen ist.

Bayern nur Mittelfeld bei schnellem Breitband

„Auch wenn die Breitbandabdeckung mit mind. 1 Mbit/s zum Jahresende 2011 unter Einbeziehung der LTE-Mobilfunktechnik im Freistaat Bayern bei 99 % lag, befindet sich Bayern bei schnellen Breitbandverbindungen im Ländervergleich nur im Mittelfeld“, so Dr. Kreidl abschließend. Red

GZ-08-12